Brandenburg-Tag 2023: Das sagen Besucher über das Fest in Finsterwalde

Jens Conrad (52) aus Finsterwalde ist Mitglied im Sängerfestverein.
VRSJens Conrad (52) aus Finsterwalde fühlt sich eigentlich befangen, weil er beim Sängerfestverein mit dabei ist. „Dadurch habe ich aber auch Vergleichsmöglichkeiten. Der Sängerfestverein war ja an den Vorbereitungen nicht beteiligt. Wir haben nur einen Bierwagen und den Souvenirstand. Der Brandenburg-Tag ist perfekt organisiert, die haben auch ganz andere finanzielle Möglichkeiten. Von der Fläche her ist das Fest etwa doppelt so groß wie das Sängerfest. Vonseiten der Besucher scheint es sich die Waage zu halten. Diesmal sind es ja auch nur zwei Tage. Etwas kritikwürdig sehe ich den Shuttleverkehr vom Bahnhof. Die Besucher werden quasi vom Norden her zum Fest gebracht, die Berliner Straße ist überfüllt. Nur wenige laufen die lange Strecke bis in den Süden durch, was schade ist, denn hier sind auch interessante Veranstaltungsbausteine. Man hätte auch Zubringer zur Südseite organisieren können. Für uns als Sängerfestverein ist es gut, weil wir vergleichen und uns Anregungen holen können. Was können wir selbst zukünftig ändern und verbessern?“

Drehorgelspieler Dirk Lieske (52) aus Finsterwalde.
VRSDrehorgelspieler Dirk Lieske (52) aus Finsterwalde fremdelt noch etwas mit dem Brandenburg-Tag. Eine Meinung könne er sich erst bilden, wenn das Fest vorüber sei. Der Brandenburg-Tag sei mit einem enormen Aufwand organisiert worden. „Es heißt ja Brandenburg-Tag, weil es früher nur ein Tag war. Sie müssen gemerkt haben, dass sich der Aufwand für nur einen Tag nicht lohnt“, meint Dirk Lieske. Daher wundere er sich, warum man nicht gleich drei Tage daraus gemacht hat. Zumindest hätte es am Freitagabend eine große Eröffnung geben können. Dieses Spektakel locke zusätzlich Besucher an. „Im nächsten Jahr ist ja wieder Sängerfest“, erklärt Dirk Lieske vielsagend.

Polizeikommissarin Anna Stahl (38) von der Hochschule der Polizei des Landes Brandenburg aus Oranienburg.
VRSPolizeikommissarin Anna Stahl (38) von der Hochschule der Polizei des Landes Brandenburg aus Oranienburg zeigt sich auf der Blaulichtmeile sehr zufrieden mit der Resonanz der Besucher. Gemeinsam mit 50 weiteren Leuten macht sie Werbung für eine Karriere bei der Polizei. So werden Stellen bei der Kriminalpolizei, der Schutzpolizei, im Wach- und Wechseldienst, bei den Technischen Einsatzeinheiten, bei Spezialeinheiten, bei der Verkehrspolizei, bis hin zu den Hundertschaften beworben. „Wir treffen hier in Finsterwalde auf ein interessiertes Publikum mit ganz vielen Fragen. Die Besucher haben Interesse an der Ausrüstung und ich muss staunen, dass die ganze Zeit über so viele Schaulustige die Veranstaltungsbausteine besuchen.“ Im nächsten Jahr sollen bei der Polizei in Brandenburg 440 junge Leute eingestellt werden, verrät sie noch.

Julian Schumann (24) ist Ausbilder im ersten Lehrjahr in der Ausbildungswerkstatt vom Fliegerhorst Holzdorf/Schönewalde.
VRSJulian Schumann (24) ist Ausbilder im ersten Lehrjahr in der Ausbildungswerkstatt vom Fliegerhorst Holzdorf/Schönewalde. „Wir haben hier beim Brandenburg-Tag die Möglichkeit, unsere Berufsgruppen darzustellen und praktisch Nachwuchs zu finden. Die Veranstaltung ist optimal organisiert. Fast schon zu gut, denn es gibt sehr viele Veranstaltungsbausteine und damit viel Ablenkung für unsere Zielgruppe. So könnten wir an unserem Stand aus meiner Sicht noch ein paar mehr Interessenten betreuen“, meint Julian Schumann.


