Hund bei Plessa ausgesetzt: Welpe an Baum gebunden – Balou findet neues Zuhause

Dieser Welpe war bei Plessa ausgesetzt worden. Durch Zufall wurde er entdeckt.
Amt Plessa/G. SchreyEin Jahr nach dem Mopsmischling hat auch der zweite Fundhund von Plessa für reichlich Aufmerksamkeit gesorgt. Hunderte Interessenten hatten sich nach dem 4. Juli im Amt Plessa und im Tierschutzzentrum „aktion tier“ bei Meißen gemeldet. Nach strenger Auswahl war die Entscheidung gefallen. Der etwa vier Monate junge Welpe hat sein neues Zuhause im Nachbarlandkreis Oberspreewald-Lausitz gefunden.
Im Tierheim hatte Hundestationsleiterin Tina-Maria Brüggemann das Jungtier in Anlehnung an einen Hersteller von Hundehalsbändern Vito genannt. Die neuen Besitzer rufen ihn Balou.
Bei der Rasse gab es unterschiedliche Angaben. Von Staffordshire Terrier und Bullterrier war zunächst die Rede. Tina-Maria Brüggemann spricht von Staffordshire Terrier mit Tendenz zum American Bully.
Tierheim bei Meißen mit Anfragen geflutet
Die Flut an Interessenten aus Brandenburg und Sachsen hätten das Tierheim überrascht. Doch das Feld habe sich schnell gelichtet. Nur wenige hätten sich die Mühe gemacht und die Selbstauskunft ausgefüllt. Nach Gesprächen, persönlichem Kennenlernen und problemlosem Umgang sei die Entscheidung für eine hundeerfahrene Familie mit großem Grundstück gefallen.
Auch andere Welpen im Tierheim fänden oft schnell neue Halter. Ältere, vielleicht noch verhaltensauffällige Tiere seien dagegen nur schwer zu vermitteln. Zu Unrecht, meint die Hundestationsleiterin. „Da sind ganz tolle Hunde darunter. Die brauchen nur Zeit“, sagt sie. Nachgefragt seien aktuell auch Katzenjunge. Während der Sommerferien seien kaum Tiere abgegeben worden. Das Heim sei auch voll besetzt. Nur Fundtiere würden noch Platz finden.
Wer ein Haustier sucht, könnte auf der Internetseite des Tierschutzzentrums fündig werden. Viele Katzen und Mischlingshunde sind dort zu finden, aber auch Leguane, Kaninchen, Vögel und eine Tigerpython.


