Bei der Oberbürgermeister-Wahl in Cottbus wird es eine Stichwahl geben. Tobias Schick, Kandidat der SPD, und der AfD-Politiker Lars Schieske werden am 9. Oktober 2022 gegeneinander antreten.
Würde Schieske dann siegen, wäre dies katastrophal: Die AfD, die in Brandenburg als Verdachtsfall vom Verfassungsschutz beobachtet wird, würde erstmals einen solch wichtigen kommunalen Posten erlangen. Lars Schieske mag ein freundlicher Nachbar und ehrbarer Feuerwehrmann sein. Als Politiker hetzt er jedoch gegen „kulturfremde“ Menschen und fantasiert davon, dass Cottbus bald wieder den Deutschen gehöre.
Für die Demokratie, die ihm als Landtagsabgeordneten ein gutes Einkommen besorgt, hat Schieske an anderer Stelle nicht viel übrig: Vertreter demokratischer Parteien beleidigt er als „Gestörte“ des „Altparteien-Kartells“. Dem AfD-Mann geht es um Krawall und ums Dagegen sein. Dies belegen Auftritte bei Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen, bei denen er mit Freunden vom rechtsextremen Verein Zukunft Heimat marschierte.

Stichwahl in Cottbus: Warum ein AfD-Oberbürgermeister nicht gut wäre

In den kommenden Jahren wird Cottbus erheblich von öffentlichem Fördergeld profitieren. Der künftige Oberbürgermeister müsste mit dafür sorgen, dass neue Arbeitsplätze entstehen und offene Stellen wie an der geplanten Medizin-Uni besetzt werden können. Dies wird nur gelingen, wenn die Stadt sich offen für Investoren und Zuwanderung zeigt. Bei der Stichwahl müssen sich die demokratischen Kräfte hinter Tobias Schick versammeln, um einen AfD-Oberbürgermeister zu verhindern.
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