Oberbürgermeisterwahl 2022 in Cottbus: SPD-Kandidat Tobias Schick

SPD-Kandidat Tobias Schick.
Frank Hammerschmidt/dpa- Tobias Schick (SPD) ist OB-Kandidat in Cottbus, 41, Verwaltungsbetriebswirt, Geschäftsführer des Stadtsportbundes.
- Seine Ziele: Stadtentwicklung mit Fokus auf die Stadtpromenade, Transparenz und Bürgernähe.
- Klare Haltung gegen Rechtsextremismus, will Cottbus als Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort stärken.
- Krisenmanagement: Energiemangel, Corona und Ukraine-Flüchtlinge im Blick.
- Vision: Cottbus als Kultur-, Sport- und Tourismusmagnet.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Tobias Schick (SPD)
- Alter: 41 Jahre
- Beruf: Verwaltungsbetriebswirt
- aktuelle Tätigkeit: Geschäftsführer des Stadtsportbundes Cottbus
- Hobby: Natur an der Spree und im Spreewald
Eigenschaft, mit der sich der Kandidat als OB empfiehlt
Tobias Schick: Die Stadt ist „in Unruhe“. Viele sind skeptisch und fragen sich, was werden die Veränderungen mit sich bringen. Ich werde als OB über allen Parteien, aber niemals über den Cottbusern stehen. Ich bin ein guter Zuhörer, kann Handlungsbedarfe schnell erkennen, bin hilfsbereit und unterstütze gern. Wir müssen wieder miteinander, anstatt übereinander reden. Ich bin entschlossen, belastbar und packe an. Eine gute Kommunikationsfähigkeit und der Wille, Visionen zu entwickeln und vorantreiben, zeichnen mich aus. Ich bin sehr für Transparenz, meine Entscheidungen müssen nachvollziehbar und verständlich sein. Ich bin ein Mensch, für den „Dankbarkeit und Demut“ keine Fremdwörter sind. Ich habe großen Respekt vor der verantwortungsvollen Aufgabe. Daher bitte ich, um die notwendige Geduld, dass nicht alle Erwartungen sofort erfüllt werden können.
Die Liebeserklärung an die Stadt Cottbus
Tobias Schick: Cottbus bietet viele schöne Ecken, wie zum Beispiel unsere Parks, das Theater und den Altmarkt. Und natürlich das Stadion der Freundschaft. Es ist ein Dreh- und Angelpunkt des Fußballs in Brandenburg, wird oft als unser „Wohnzimmer“ bezeichnet und ist eine wahre Begegnungsstätte für Jung und Alt. Vor allem verbinde ich mit vielen schönen Plätzen in Cottbus wunderbare Erinnerungen und Erlebnisse.
Unschön und peinlich ist die „Brache“ – ein Teil unserer Stadtpromenade. Hier gilt es leider viel Geld in die Hand zu nehmen, um eine schnelle und tragbare Lösung herbeizuführen. Unsere GWC muss Eigentümerin werden, damit dort für uns Cottbuser und unsere Touristen wieder ein Wohlfühlort entstehen kann.
Die Prioritäten für die Stadtentwicklung in Cottbus
Tobias Schick: Oberste Priorität hat natürlich die „Brache“ an der Stadtpromenade. Hier gilt es leider viel Geld in die Hand zu nehmen, um eine schnelle und tragbare Lösung herbeizuführen. Unsere GWC muss Eigentümer werden, damit dort für uns Cottbuser und unsere Touristen wieder ein Wohlfühlort entstehen kann.
Stadtentwicklung muss sich am Leitbild und dem Charakter unserer Stadt orientieren. Kulturelle, ökologische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Faktoren bilden dabei den Grundstein. Die drei Leuchtturmprojekte des Strukturwandels – „Mediziner Ausbildung„, „Science Park„ und „ICE Bahninstandhaltungswerk“ – müssen mit Einzelprojekten untersetzt werden. Potenzial und Sachverstand haben wir ja genug. Unter Einbindung der BTU und den Expertiseträgern aus dem Klein- und Mittelstand haben wir hervorragende Voraussetzungen für eine gute Stadtentwicklung. Mit Blick auf Verkehrsinfrastruktur, Geh-, Fahrrad- und Straßenwege gibt es einen Investitionsstau, dem entgegnet werden muss. Ein tragfähiges Schulbusnetz, der sichere Weg in die Schule und von der Schule, ist elementar. Das Umfeld um Cottbus ist mit einzubinden und fördert die kommunal übergreifende Zusammenarbeit auch unter Beachtung der Wirtschaftlichkeit. Eine gute Infrastruktur ist wichtig für unseren Alltag und Voraussetzung für die Wirtschaftsentwicklung.
Die Position zu offenem und latentem Rechtsextremismus
Tobias Schick: Um eins vorne wegzustellen: In Cottbus darf keinen Platz für Hass, Gewalt oder Ausgrenzung in unserer Stadtgesellschaft geben. Die Stadt hat nach außen nicht immer ein gutes Image. Es ist wichtig, diesem Ruf entgegenzuwirken. In der Vergangenheit gab es bereits Versuche das Image der Stadt aufzupolieren, mit mehr oder weniger Erfolg. Ja, Cottbus hatte und hat mit rechtsextremistischen Bewegungen zu tun. Hier ist aktive Aufklärung zu betreiben. Schweigen und Wegsehen wird als Zustimmung gewertet und fordern den Angriff auf Schwache und Minderheiten heraus. Für eine wirkungsvolle Bekämpfung des Rechtsextremismus bedarf es daher der Aufmerksamkeit und des Engagements all derer in der Stadt, die anders denken und glauben Sie mir, das ist deutlich die Mehrheit. Die Dialoge müssen weitergeführt werden, offen sein für jedes Feedback, Argumenten auf den Grund gehen und dann die geeigneten Gegenmaßnahmen ergreifen. Jeder/jede Einzelne ist hier gefragt – ducken gilt nicht.
Der Zukunftsplan für Cottbus im Strukturwandel
Tobias Schick: Cottbus ist und bleibt Energiestadt. Mein Plan, mein Ziel für Cottbus ist, dass unsere Stadt ein attraktiver Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort in der Lausitz und Motor für eine nachhaltige Struktur – und Wirtschaftsentwicklung in der Region sein wird. Cottbus wird Träger einer innovativen und leistungsfähigen Wirtschaftsregion und Triebfeder für Forschung, Wissenschaft, Renaturierung und Umgestaltung sowie Gesundheitsvorsorge. Cottbus kann Tourismusmagnet in der Lausitz werden, bietet Raum für einen hohen Lebensstandard für alle Generationen und weist eine einzigartige kulturelle und sportliche Vielfalt auf. In den kommenden Jahren müssen wir alle viel dafür tun. Ich gehe gern voran.
Krisenmanagement bei knapper Energie und Corona-Welle
Tobias Schick: Wichtig ist es, dass ein Sozialstaat, wie die Bundesrepublik Deutschland, in solchen Zeiten allen Menschen, die unverschuldet in Not geraten, zielgenau und unkompliziert hilft. Knappe Energieressourcen, kommende Corona-Welle und weitere Kriegsvertriebene aus der Ukraine – das sind große Herausforderungen.
Viele unserer Handlungsmöglichkeiten werden durch Bund und Land bestimmt. Für den Herbst rücken wieder schärfere Vorgaben zum Pandemieschutz näher. Die amtierende Rathausspitze ist jetzt schon gefragt im Rahmen der Risiko- und Krisenvorsorge Maßnahmen zu ergreifen, um auf die latente Lageverschlechterung reagieren zu können. Krisenmanagement ist ja nicht nur ein Begriff – sondern erfordert aktives Handeln und Zeit ist der wesentliche Faktor für Sieg oder Niederlage in einer Krise.
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