Bahnhof in Cottbus: Streit wegen Zugverspätung – Reisender attackiert IC-Lokführer

In einem IC ist es zu einem Streit zwischen einem Reisenden und dem Triebfahrzeugführer des Zuges gekommen. Der Intercity war gerade im Hauptbahnhof in Cottbus eingefahren. (Symbolfoto)
Stefan Sauer/dpaEin Reisender hat am Donnerstag (5. September) auf dem Hauptbahnhof in Cottbus randaliert. Der Mann bedrohte, beleidigte und verletzte den Triebfahrzeugführer eines IC. Das teilt die Bundespolizeidirektion in Berlin mit. Die Bundespolizei leitete mehrere Strafverfahren ein.
Gegen 20.30 Uhr betrat der 30 Jahre alte Reisende unaufgefordert den Führerstand des Triebwagens des in Cottbus eingefahrenen Intercity-Zuges (IC 2431) der Deutschen Bahn AG. Dabei soll der Mann aus Forst (Landkreis Spree-Neiße) den Lokführer beleidigt und bedroht haben. Der 66-jährige Bahnmitarbeiter habe den Reisenden daraufhin aus dem Führerstand verwiesen. Dabei soll es zu einer körperlichen Auseinandersetzung gekommen sein, bei der sich beide Männer leicht verletzten.
Laut Polizei hatte der Reisende mit dem Zugführer über eine Entschädigung wegen der Verspätung des Zuges diskutieren wollen. Einsatzkräfte der Bundespolizei nahmen beide Männer zur weiteren Bearbeitung des Falles zur Dienststelle am Hauptbahnhof Cottbus mit.
30 Jahre alter Reisender aus Forst ist der Polizei schon bekannt
Der 30-jährige Reisende sei der Polizei schon bekannt gewesen. Gegen ihn leitete die Bundespolizei Strafverfahren wegen des Verdachts der Beleidigung, Bedrohung und Körperverletzung ein. Weil auch er leichte Verletzungen davontrug, leitete die Polizei gegen den IC-Lokführer ebenfalls ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Körperverletzung ein.
Nach Abschluss der polizeilichen Bearbeitung kamen die beiden Männer auf freien Fuß.
