Es war ein symbolträchtiger Start in den Feiertag zum 30. Jahrestag der Deutschen Einheit. Staatstheater und Stadtverwaltung hatten ins Große Haus geladen – das Philharmonische Orchester spielte Werke von Charpentier, Zechlin, Brahms und Beethoven, Christoph Polster und der neue Intendant des Staatstheaters, Stephan Märki, sprachen – und trotzdem blieben die meisten Sitzplätze frei.
Nicht etwa, weil das Interesse der Cottbuser so klein gewesen wäre – Corona lässt Theater immer noch vor große Probleme stehen, auch wenn Märki betont, die Lüftung im Großen Haus würde für ähnliche Luftverhältnisse wie unter freiem Himmel sorgen.

Streitbare Rede von Staatstheater-Intendanten zum Einheitsjubiläum

Trotzdem waren es festliche 90 Minuten, in ungewohnter Atmosphäre, zu ungewöhnlichem Zeitpunkt – Samstagvormittag, dann, wenn eigentlich die Supermärkte voll mit Wochenendeinkäufern sind.
Eine streitbare Rede hatte sich Polster vorgenommen, der die Errungenschaften des Ostens nach der Wende den nach 30 Jahren noch existierenden Problemen entgegensetzte. Beendet hat er seine Rede mit dem Ausspruch „Cottbus ist bunt“ – das aber auch verbunden mit einer Warnung vor den erstarkenden Rechten in der Stadt und deutschlandweit.
Für das Staatstheater war der Festakt am Vormittag der Startschuss für das Spezial zum Tag der Deutschen Einheit – mit den vier Spektaktelparcours „Anmut sparet nicht noch Mühe“ geht es am Nachmittag ab 14.30 Uhr weiter. Am Abend feiert dann Anigone Neuropa im Hangar 5 als deutsch-polnisch-luxemburgische Koproduktion Premiere.
Uraufführung von Lausitzfestival und Staatstheater Cottbus Antigone Neuropa im Cottbuser Hangar 5

Cottbus

Ausführliche Infos und Programm am Cottbuser Staatstheater unter www.staatstheater-cottbus.de