Die ostdeutschen Fußball-Vereine haben den nächsten Schritt in Richtung neuer Aufstiegsregelung zur 3. Liga geschafft. Mit großer Mehrheit wurde am Samstag beim Verbandstag des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) in Potsdam der von den Ost-Vereinen gestellte Antrag in Sachen Aufstiegsregelung angenommen.
Damit soll der direkte Aufstieg aller fünf Regionalliga-Meister ermöglicht werden. Auf eine gemeinsame Regelung hatten sich der NOFV und die Vereinsvertreter aus der Regionalliga Nordost bereits im Vorfeld geeinigt. Gefordert wird, dass die 3. Liga ab der Saison 2024/25 auf 22 Teams aufgestockt wird. Es soll dann fünf Absteiger geben, damit alle Meister direkt aufsteigen können.

NOFV-Präsident Winkler im Amt bestätigt

Bis Ende Mai soll der im Potsdamer Kongresshotel mit großer Mehrheit gewählte NOFV-Präsident Hermann Winkler dafür Lobbyarbeit betreiben und gezielte Gespräche ansetzen. Es geht darum, eine Mehrheit im DFB-Bundestag für eine Änderung der Aufstiegsregelung zu bekommen. Winkler betonte: „Ich freue mich über die Einigung mit den Vereinen. Aber ich weiß, dass wir noch viel Überzeugungsarbeit leisten müssen, weil unsere Partner beim DFB und der DFL eine gefestigte Meinung haben.“
Hermann Winkler bleibt der Präsident des NOFV. Im Januar 2021 hatte er den Posten nach dem Tod von Erwin Bugar kommissarisch übernommen. Der ehemalige CDU-Politiker wurde mit 113 von 119 Stimmen gewählt.

Präsident Winkler sieht Probleme für den Fußball

Der 59-Jährige erklärte nach seiner Wahl: „Ich freue mich auf die vier Jahre als NOFV-Präsident. Ich bin großer Optimist, weiß aber auch, dass es vier schwierige Jahre werden können. Wenn ich an den Winter, die Energie-Preise, die Entwicklung unserer Wirtschaft und damit der Sponsoren der Vereine denke, dann mache ich mir ernsthaft Sorgen.“ Allerdings habe er ein gutes Team bekommen, mit dem er die Probleme anpacken wolle, so Winkler.
Sein Stellvertreter bleibt Bernd Schultz, der Präsident des Berliner Fußball-Verbandes (BFV). Ebenfalls vertreten wird Winkler von Elfie Wutke, der Vorsitzende des Ausschusses für Frauen- und Mädchenfußball in Sachsen-Anhalt. Erstmals wurde ein Vizepräsident Recht berufen: Stephan Oberholz vom Sächsischen Fußballverband wurde gewählt, er ist gleichzeitig Vorsitzender des DFB-Sportgerichts vorsteht.
Eine Kampfabstimmung gab es um den Posten des Schatzmeisters. Der Amtsinhaber Jens Cyrklaff vom Fußball-Landesverband Brandenburg musste sich dabei Herausforderer Thorsten Manske (Berlin) geschlagen geben.