Wetter in Sachsen und Brandenburg: Wo ist der Sommer? Sturmböen und Schafskälte im Juni

Die Woche startet mit frischen Sturmböen und Schafskälte. Der Sommer hat sich erstmal wieder verabschiedet. Die Wetteraussichten für diese Woche und wie die aktuelle Wetterlage zustande kommt. (Symbolbild)
Michael Reichel/dpaIn Südeuropa wütet die Hitze und bei uns ist nach einem sommerlichen Wochenende wieder der Herbst eingekehrt. Die Schafskälte kommt also wirklich! Aber wie normal ist diese Kälte in diesem Jahr wirklich? Wir haben die Wetteraussichten für diese Woche und alle Infos zur aktuellen Wetterlage.
Übersicht
- Das Wetter in Sachsen und Brandenburg heute
- Wetteraussichten für die kommende Woche
- Die aktuelle Wetterlage
Der Wochenbeginn in Sachsen ist wechselhaft
Die Woche in Sachsen beginnt sehr wechselhaft. Den Freistaat erreichen die abgeschwächten Fronten eines Tiefdruckgebietes, welches über Norddeutschland zieht, berichtet der Deutsche Wetterdienst (DWD). Heute (11. Juni) ist es wechselnd bewölkt und am Nachmittag gibt es eine geringe Schauerneigung.
Am Tage bleibt es frisch bei maximal 15 bis 19 und im Bergland 10 bis 15 Grad. Mäßiger, bis frischer Westwind zieht auf und verbreitet starke Böen um die 55 km/h (Bft7). Auf dem Fichtelberg werden stürmische Böen bis zu 70 km/h (Bft 8) erwartet. Im Nachmittagsverlauf lässt der Wind nach. In der Nacht zum Mittwoch wird es gering bewölkt. Es ist ein Temperaturrückgang auf 9 bis 4 Grad zu erwarten und in Hochtälern des Erzgebirges leichter Frost in Bodennähe. Die Schafskälte tritt also wirklich ein. Wir berichteten bereits davon und woher der Name kommt.
Der Mittwoch (12. Juni) wird von den Temperaturen ähnlich, wie der Dienstag. Durch die Wolkendecke kommen nur vereinzelt Schauer. In der Nacht zum Donnerstag bleibt es wolkig, aber weitgehend niederschlagsfrei.
Die Wetteraussichten für den Wochenbeginn in Brandenburg
Mit vielen Wolken und etwas Sonne beginnt die neue Woche in Brandenburg. Nach einem heiteren Start zieht der Himmel im Laufe des Montags (10. Juni) immer mehr zu, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) vorhersagt. Ein bisschen Regen fällt in der Prignitz und im Havelland, sonst bleibt es trocken. Die Temperaturen klettern auf 17 bis 21 Grad. Der Wind weht schwach bis mäßig.
Nachts regnet es in einigen Gebieten schauerartig. Sonst ist der Himmel wolkig bis stark bewölkt. Zunächst bläst der Wind schwach. Zum Morgen weht es heftiger, zeitweise und örtlich mit Böen mit Geschwindigkeiten um 60 Kilometer pro Stunde.
Frische Wetteraussichten für die Woche in Brandenburg
Wolking und frisch wird das Wetter am Dienstag (11. Juni): Von der Prignitz bis in die Uckermark fallen einzelne Schauer. Die Höchstwerte liegen bei 15 bis 18 Grad. Weiterhin weht ein mäßiger der Wind mit Böen, die zum Abend hin abnehmen.
In der Nacht zum Mittwoch (12. Juni) ist es nur gering bewölkt und bleibt trocken. Auf 9 bis 6 Grad sinken die Temperaturen, wo wir wieder beim Thema Schafskälte wären. Sonne und Wolken wechseln sich am Mittwoch ab. Es bleibt weitgehend trocken, nur vereinzelt fallen Schauer. Die Temperaturen steigen geringfügig auf 17 bis 19 Grad. Der Wind weht schwach bis mäßig.
Die aktuelle Wetterlage in Deutschland – Polarluft macht sich breit
Nach den warmen Temperaturen am Wochenende, erreicht uns erneut die polare Kaltluft. Die Tiefstwerte nachts sind äußerst frisch: Bis einschließlich Freitag sinken die Temperaturen vereinzelt auf bis zu 7 Grad. So kühl war die erste Junihälfte in Deutschland zuletzt 2012.
Das anhaltend kühle Wetter wird durch ein großräumiges Tiefdruckgebiet über Nordwesteuropa verursacht, das sich seit einiger Zeit immer wieder neu bildet. Dieses Tief sorgt dafür, dass die Temperaturen von Spanien über Frankreich bis nach Deutschland unter dem Durchschnitt liegen. Währenddessen zeigt sich die Hitze vor allem in Südosteuropa mit täglichen Temperaturen von über 40 Grad – insbesondere in Griechenland und der Türkei. Es scheint vorerst keine wesentliche Veränderung dieses Wettermusters zu geben.
Niklas Weise, Meteorologe bei WetterOnline, erklärt: „Verglichen mit dem langjährigen Mittel von 1991 bis 2020 ist es derzeit rund 1 bis 1,5 Grad kühler. Noch deutlicher ist der Kontrast zu den Jahren 2018 und 2019: Damals war die erste Junihälfte zum Beispiel im Durchschnitt schon 4 Grad wärmer als in diesem Jahr. So kalt wie in diesem Jahr war es seit 2012 nicht mehr. An einen sommerlichen Juni haben wir uns nach den letzten überdurchschnittlich warmen Junimonaten zwar gewöhnt, aber statistisch betrachtet war ein Ausschlag nach unten überfällig“.


