Wetter in Sachsen und Brandenburg: Kommt die Schafskälte wirklich?

Das Wetter in Sachsen und Brandenburg wird trockener, aber auch kälter – jedenfalls nachts. Die Schafskälte scheint in den Startlöchern zu stehen. Was das bedeutet und wie das Wetter am Wochenende wird. (Symbolbild)
Tom Weller/dpaDas Wetter in Sachsen und Brandenburg bleibt durchwachsen. Der richtige Sommer lässt noch auf sich warten. Anstelle dessen sieht es eher nach einer Schafskälte aus. Was genau es damit auf sich hat und wie das Wetter am Wochenende wird.
Übersicht
- Das Wetter am Freitag in Sachsen
- Die Wetteraussichten in Sachsen und Brandenburg am Wochenende
- Was ist die Schafskälte?
Das Frühlingswetter in Sachsen präsentiert sich am kommenden Wochenende bei Sonnenschein und zahlreichen Wolken von seiner angenehmen Seite. Laut dem Deutschen Wetterdienst in Leipzig bleibt es am Freitag (07. Juni) größtenteils trocken bei Temperaturen zwischen 19 und 22 Grad. Nachts kann es bis zu 6 Grad frisch werden.
Die Wetteraussichten in Sachsen am Wochenende
Am Samstag (08. Juni) nähert sich ein schwacher Tiefausläufer Mitteldeutschland und führt kurzzeitig zu deutlich wärmerer Luft in der Region. Es wird viel Sonnenschein erwartet bei Temperaturen von bis zu 26 Grad. In der Nacht ziehen dann Wolken auf und die Temperaturen sinken auf 19 bis 22 Grad. Am Sonntag (09. Juni) wird es voraussichtlich bei bewölktem Himmel auch sonnige Abschnitte geben, die Temperaturen liegen bei bis zu 18 Grad im Bergland. In der Nacht zum Montag wird die Bewölkung besonders im Süden dichter und es kann etwas regnen.
Mix aus Sonne und Wolken auch in Brandenburg
Das Wochenende in Brandenburg startet ebenfalls mit einem Mix aus Sonnenschein und Wolken. Am Samstag (08. Juni) wird der Himmel im nördlichen Brandenburg teilweise von dichten Wolken bedeckt sein. Es bleibt tagsüber trocken, doch am Abend kann es in der Prignitz etwas regnen. Die Temperaturen steigen auf angenehme 21 bis 24 Grad, in Spreewald und Lausitz können sie sogar bis auf 26 Grad klettern. Der Wind weht zu Tagesbeginn leicht, am Nachmittag und Abend zeitweise mäßig, mit gelegentlichen Böen. In der Nacht zum Sonntag (09. Juni) ist es leicht bewölkt. Die Temperaturen fallen auf frische 12 bis 8 Grad. Der Sonntag verspricht sonnige Abschnitte und bleibt trocken. Die Temperaturen liegen zwischen 18 und 21 Grad.
Das ist die aktuelle Wetterlage
Der Grund für das ungewöhnlich kühle Wetter liegt in einem starken Tiefdruckgebiet über dem Norden Europas, das immer wieder kalte Luftmassen nach Mitteleuropa bringt. In der nächsten Woche erwartet uns daher wechselhaftes Schauer- und Regenwetter, begleitet von Höchsttemperaturen zwischen 12 und 20 Grad. Besonders im Nordwesten wird zudem ein frischer Wind wehen. Die Nächte werden überwiegend kühl sein, mit Temperaturen im einstelligen Bereich. Lokal kann es sogar zu Bodenfrost kommen, besonders in einigen Tälern der Mittelgebirge. Im äußersten Südosten Deutschlands wird es etwas milder sein.
Die Schafskälte ist im Anmarsch
Was hat es nun eigentlich mit der Schafskälte auf sich? „Die Schafskälte ist ein gebräuchlicher Begriff für einen Kälteeinbruch im ersten oder zweiten Junidrittel. Das passt in diesem Jahr also ganz gut. Oft treffen diese alten Bauernregeln aber nicht jedes Jahr zu: Eine vergleichbare Kälteperiode gab es zuletzt Anfang Juni 2020“, erklärt Niklas Weise, Meteorologe von WetterOnline.
Ursprünglich stammt der Begriff von den Schäfern. Traditionell erfolgte die Schafschur bereits im Juni. Aufgrund möglicher Kälteeinbrüche bis etwa zum 20. Juni stellte dies eine Bedrohung für frisch geschorene Schafe dar, insbesondere für Mutterschafe und Lämmer.
Im Volksmund wird die Zeit der Schafskälte oft mit dem St. Barnabas-Tag um den 11. Juni in Verbindung gebracht. Allerdings kann der Kälteeinbruch zu einem früheren oder späteren Zeitpunkt eintreten und sogar bis zum offiziellen Sommeranfang anhalten.

