OB-Wahl in Görlitz 2026: Ursu und Wippel im zweiten Wahlgang, wer setzt sich durch?

Octavian Ursu (CDU) möchte Oberbürgermeister der Stadt Görlitz bleiben. Hier spricht er bei der Pressekonferenz zum Stand der Rettungsarbeiten nach dem Einsturz eines Wohnhauses in der Innenstadt von Görlitz. Dieses Unglück ist mitten in der Zeit des Wahlkampfs geschehen.
Paul Glaser/dpa- Zweiter Wahlgang in Görlitz: Octavian Ursu (CDU) gegen Sebastian Wippel (AfD).
- 2019 gewann Ursu mit 55,2 Prozent – Wippel kam auf 44,8 Prozent.
- Im ersten Wahlgang 2026 lag Ursu mit 12.750 Stimmen vor Wippel mit 11.541.
- Rund 44.500 Wahlberechtigte können von 8 bis 18 Uhr in 36 Wahlbezirken wählen.
- Vorläufiges Ergebnis wird am Sonntag gegen 20 Uhr erwartet, teilt die Stadt mit.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Im Landkreis Görlitz stehen 2026 gleich mehrere Bürgermeisterwahlen an. Während Mittelherwigsdorf schon gewählt hat, kommt es heute, am 31. Mai, zur Entscheidung in der Kreisstadt Görlitz. Es handelt sich um ein bekanntes Duell. Während Octavian Ursu (CDU) Oberbürgermeister bleiben möchte, möchte Sebastian Wippel (AfD) ihn ablösen.
Damit wiederholt sich der Showdown von vor sieben Jahren. Doch sind die Vorzeichen dieselben? 2019 waren im ersten Wahlgang zwei Kandidaten und zwei Kandidatinnen angetreten. Im ersten Wahlgang hatte Sebastian Wippel wie ein „Sieger“ ausgesehen. Doch die 36,4 Prozent reichten dennoch nicht aus, weil kein Kandidat mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen erhielt. Ein zweiter Wahlgang war notwendig.
Die Wahl hatte Brisanz, war deutschlandweit und teils auch im Ausland mit großem Interesse verfolgt worden. Sollte es der AfD gelingen, den ersten Oberbürgermeisterposten in der BRD zu erreichen? Dass es nicht geklappt hat, ist bekannt. Octavian Ursu gewann mit 55,2 Prozent. Der Kandidat von der AfD landete bei 44,8 Prozent.
Ursu gegen Wippel: Wer wird Oberbürgermeister in Görlitz?
Doch wie ist die Lage 2026? Die AfD wächst weiter, nicht nur bei Umfragen, sondern auch bei Ergebnissen. Mit 37 Prozent stellt sie seit zwei Jahren die stärkste Kraft im Stadtrat in Görlitz. Der 43-jährige Sebastian Wippel hat es dort allein auf 22.980 Stimmen gebracht. Damit hätte er beim ersten OB-Wahlgang am 10. Mai 2026 Sieger werden können. Dort hat er 11.541 Stimmen bekommen. Ursu haben 12.750 Personen gewählt.
Der 58-jährige Christdemokrat wird 2026 von einem breiten Bündnis unterstützt. Neben der CDU haben ihn die Grünen und die beiden Wählervereinigungen Bürger für Görlitz und Motor Görlitz ins Rennen geschickt. Auch die SPD trägt ihn mit.
Ursu sagt von sich selbst, dass er die gute Entwicklung in der Europastadt fortsetzen will. Die AfD hingegen kritisiert den Stillstand in der größten Stadt im Landkreis.
Den Wahlkampf hatten beide Kandidaten zwischenzeitlich eingestellt. Grund dafür war der Einsturz eines Wohnhauses in Görlitz, bei dem drei Menschen zu Tode kamen.

AfD-Politiker Sebastian Wippel will Oberbürgermeister in Görlitz werden. Seit 2014 sitzt er für die Alternative für Deutschland im Landtag.
Sebastian Kahnert/dpaRund 44.500 Görlitzerinnen und Görlitzer sind im zweiten Wahlgang wahlberechtigt. Entsprechend ihrer jeweiligen Wahlbenachrichtigungen können sie an diesem Tag von 8 bis 18 Uhr im jeweils zugeordneten Wahlbezirk oder mit bereits erhaltenen Briefwahlunterlagen im Briefwahlbüro in der Jägerkaserne wählen. Im Görlitzer Stadtgebiet und den Ortsteilen gibt es 36 Wahlbezirke und zwölf Briefwahlbezirke.
Mit dem vorläufigen Wahlergebnis wird am Sonntag gegen 20 Uhr gerechnet, teilt die Stadtverwaltung Görlitz auf Nachfrage mit.
Wer 2026 im Landkreis Görlitz noch wählt?
Zwei weitere Bürgermeisterwahlen stehen nach der Wahl in Görlitz noch an. Am 27. September 2026 findet der erste Wahlgang in Bad Muskau statt. Neben Amstinhaber Thomas Krahl (CDU) stehen Peggy Gneist und Frank Budszuhn (beide parteilose Einzelbewerber) in den Startlöchern.
Am 8. November 2026 wird der Bürgermeister in Krauschwitz gewählt. Hier möchte Amtsinhaber Tristan Mühl (Freie Wähler) wieder antreten.

