Brand in Bautzen
: Feuer in Batteriespeicher, Löscharbeiten dauern an

UPDATE 22.7.2026, 11:45 Uhr: Nach dem Brand eines Stromcontainers in Bautzen laufen die Löscharbeiten weiter. 42 Menschen wurden vorsorglich evakuiert, zwei Kitas und mindestens ein Hort bleiben geschlossen.
Von
dpa
Bautzen
Batteriespeicherbrand in Bautzen: 22.07.2026, Sachsen, Bautzen: Die Feuerwehr löscht einen Batteriespeicherbrand in Bautzen. Der Stromcontainer am Schliebenparkplatz, in dem sich Batterien befinden, war am späten Dienstagnachmittag aus noch ungeklärten Gründen in Flammen aufgegangen. (zu dpa: «Batterie-Löscharbeiten dauern an: Kitas und Hort geschlossen») Foto: Katharina Kausche/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die Feuerwehr löscht einen Batteriespeicherbrand in Bautzen. Der Stromcontainer am Schliebenparkplatz, in dem sich Batterien befinden, war aus noch ungeklärten Gründen in Flammen aufgegangen.

Katharina Kausche/dpa
  • Bautzen ruft alle Einwohner auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten – Warnung gilt weiter.
  • Ein Batteriespeicher im Container am Schliebenparkplatz brannte seit dem späten Dienstagnachmittag.
  • Offene Flammen schlagen aktuell nicht mehr aus dem Container, der Feuerwehreinsatz läuft weiter.
  • Anwohner in direkter Nähe wurden evakuiert und in eine Notunterkunft gebracht.
  • Drohnen und Messungen überwachen die Anlage; laut Stadt keine bedenkliche Luftbelastung, keine Stromausfälle.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Löscharbeiten am brennenden Batteriespeicher in Bautzen dauern weiter an. Das teilte eine Sprecherin der Stadt am Morgen auf Anfrage mit. Zwar schlugen ihr zufolge keine offenen Flammen mehr aus dem Container in der Bautzener Neustadt, der Feuerwehreinsatz laufe aber unvermindert weiter.

Zwei nahegelegene Kitas und mindestens ein Hort bleiben geschlossen, für die Kinder ist eine Notbetreuung eingerichtet, wie die Stadt mitteilte. Die vorsorgliche Evakuierung des betroffenen Bereichs gilt weiterhin. Betroffene Anwohner, die etwa Medikamente aus ihren Wohnungen brauchen, sind gebeten, sich vor Ort an die Einsatzkräfte zu wenden. Die Stadt hat zudem eine Hotline eingerichtet, an die sich die Anwohner wenden können.

Für ganz Bautzen gilt weiterhin der Aufruf, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Im festgelegten Sicherheitsbereich befindet sich auch das Deutsch-Sorbische Volkstheater Bautzen. Die geplante Vorstellung am Abend wurde daher abgesagt.

Die Löscharbeiten werden laut Einschätzung der Einsatzleitung über den heutigen Tag hinaus andauern. Aktuell kühlt die Feuerwehr mit bis zu 5000 Litern Löschwasser pro Minute, um die Prozesse innerhalb der Batterien zu kontrollieren.

Die chemische Reaktion im Inneren soll so verlangsamt werden, es ist jedoch nicht möglich, sie zu stoppen. Entwarnung können die Einsatzkräfte erst geben, wenn der Prozess vollständig abgelaufen ist. Deutschlandweit liegen den Angaben nach keine belastbaren Erfahrungswerte zu einem solchen Brand vor.

Begleitend zu den Löscharbeiten laufen kontinuierlich Luftmessungen, um mögliche gesundheitsschädliche Stoffe zu überwachen. Auffälligkeiten wurden bisher nicht festgestellt. Auch auf das Trinkwassernetz gab es bisher keine Auswirkungen. Wahrnehmbar ist den Angaben nach ausschließlich eine Geruchsbelästigung.

Batterieanlage in Bautzen vom Stromnetz getrennt

Vier Seecontainer einer Batteriespeicheranlage am Schliebenparkplatz waren am späten Dienstagnachmittag aus bislang ungeklärter Ursache in Brand geraten. Die Anlage wurde vom Stromnetz getrennt, parallel leitete die Feuerwehr Lösch- und Kühlmaßnahmen ein, um eine Ausbreitung des Brandes zu verhindern.

Wegen der Geruchsbildung hatten Einsatzkräfte vorsorglich 42 Menschen aus der Umgebung in Sicherheit gebracht. Für sie wurden Notunterkünfte in einem Hotel und einer Schule eingerichtet. Ein Großteil der Betroffenen organisierte den Angaben nach aber eigene Unterkünfte.

Eine Explosionsgefahr am Brandort besteht nach Einschätzung der Experten derzeit nicht. Die Container werden unter anderem mit Drohnen überwacht. Bis zu 90 Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Technischen Hilfswerks und der Polizei waren vor Ort, wie es hieß.