Bombe bei Dresden: Weltkriegsbombe bei Heidenau entschärft

Bombe bei Dresden gefunden: In der Elbe bei Heidenau ist eine Weltkriegsbombe entschärft worden, für die Evakuierung mussten Anwohner den Sperrbereich verlassen.
Lucas Friedenhain/xcitepress- In der Elbe bei Heidenau wurde eine 250-Kilogramm-Fliegerbombe entdeckt.
- Die Entschärfung ist für Montag geplant – die Polizei sichert zuvor den Fundort.
- Anwohner müssen den Sperrbereich bis Montagmorgen um 9.00 Uhr verlassen.
- Der Evakuierungsradius beträgt rund 1.000 Meter um Heidenau/Pratzschwitz.
- Infos zu Notunterkünften liefern Heidenau und Pirna, Updates kommen über Social Media.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Die Weltkriegsbombe in der Elbe bei Heidenau ist entschärft. Am frühen Nachmittag entfernte der Kampfmittelbeseitigungsdienst zunächst die beiden Zünder und sprengte sie dann, teilte die Polizei mit.
Gut anderthalb Stunden nach Beginn der Entschärfung wurde der Sperrbereich rund um die Fundstelle aufgehoben. Von der Evakuierung waren rund 3800 Anwohner betroffen. Sie konnten wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.
„Es ist alles gut gegangen“, sagte Sprengmeister Andreas Dörfel, Truppführer beim sächsischen Kampfmittelbeseitigungsdienst. Der 250 Kilogramm schwere russische Blindgänger sei mit einem Kopf- und einem Heckzünder versehen gewesen. Zunächst habe das Team die Zünder gereinigt und dann ohne technische Hilfsmittel entfernt. „Wir konnten beide Zünder, obwohl sie so stark deformiert waren, händisch herausschrauben.“ Weil die Zünder nicht transportfähig waren, wurden sie vor Ort gesprengt.

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst (KMBD) war bereits am vormittag vor Ort und bereitet die Entschärfung vor. Gegen 9 Uhr hat die Evakuierung wegen einer gefundenen 250-Kilo-Bombe in der Elbe bei Heidenau begonnen.
Lucas Friedenhain/xcitepressAuch das Wetter spielte mit: „Das Gute war, dass das Gewitter weggezogen ist“, erklärte Dörfel. Sonst hätte sein Team die Entschärfung unterbrechen müssen.
Blindgänger wird nach Zeithain gebracht und vernichtet
Der Blindgänger wird zur Entsorgung in die zentrale Sammelstelle in Zeithain gebracht und dort vernichtet. „Sie wird in Scheiben gesägt, die Scheiben kommen dann in den Abbrandofen, wo der Sprengstoff verbrannt wird, und der Stahlanteil geht zurück ins Stahlwerk“, sagte Dörfel.
Ein Wassersportler hatte die Bombe am Samstag in der Elbe bei Heidenau und dem Pirnaer Ortsteil Pratzschwitz entdeckt. Daraufhin brachte die Wasserschutzpolizei sie im Uferbereich an Land.
Vor der Entschärfung wurde der Bereich in einem Radius von 1000 Metern um die Fundstelle evakuiert. An dem Einsatz waren 218 Beamte der Polizeidirektion Dresden, der Bereitschaftspolizei Sachsen sowie des Kampfmittelbeseitigungsdienstes beteiligt.
Niedrigwasser erhöht Wahrscheinlichkeit für Bombenfunde
Anwohner Jörg Uganz nahm die Evakuierung gelassen. „Das ist eigentlich nicht so spektakulär, würde ich sagen, weil immer wieder mal was gefunden wird“, sagte der 63-Jährige in der Notunterkunft in Heidenau. Die Johanniter informierten ihn am Morgen am Telefon über den Bombenfund. „Das ist alles gut organisiert gewesen.“
Da die Wasserstände in vielen sächsischen Flüssen derzeit sehr niedrig sind, ist die Wahrscheinlichkeit für weitere Funde von Bomben oder Granaten laut Einschätzung des Kampfmittelbeseitigungsdienstes erhöht. Bei weiter sinkenden Wasserständen könnten mehr Sprengmittel in Ufernähe auftauchen, teilte Sprecherin Kirstin Ilga mit.
Bislang habe es aber noch keinen signifikanten Anstieg der Funde gegeben. Wegen der Trockenheit führen Flüsse vor allem in Nord-, Ost- und Mittelsachsen Niedrigwasser.

