Bombe an Carolabrücke in Dresden: Entschärfung erfolgreich – die Infos

Bei Räumungsarbeiten an Carolabrücke in Dresden ist ein Bombe gefunden worden. Ein Sperrkreis ist eingerichtet.
Sebastian Kahnert/dpa- Bauarbeiter finden 250-kg-Weltkriegsbombe an Dresdner Carolabrücke – Bereich abgesperrt.
- Bombe britischer Bauart, mit Zünder; Entschärfung vor Ort erforderlich.
- Dresden zählt zu Städten mit häufigen Blindgängerfunden – Folge der Bombardierungen 1945.
- Teil der Carolabrücke stürzte 2024 wegen Korrosion ein; kompletter Abriss und Neubau geplant.
- Experten begleiten Bauarbeiten zur Sicherheit bei weiteren möglichen Bombenfunden.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Bei Räumungsarbeiten, am Dienstag (5. August 2025), an der abgerissenen Dresdner Carolabrücke ist erneut eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Polizisten sperrten den unmittelbaren Bereich ab und zogen Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes hinzu, wie die Polizeidirektion Dresden mitteilte.
Laut Begutachtung handelt es sich um eine 250 Kilogramm schwere Weltkriegsbombe britischer Bauart. Sie ist mit einem Zünder ausgestattet und muss vor Ort entschärft werden.
Wie die Polizei mitteilte, wird die Bombe an der Carolabrücke am Mittwoch entschärft.
Die ersten Infos zu Sperrkreis, Evakuierung und Entschärfung im Überblick.
Bombe an der Carolabrücke in Dresden ist entschärft
Bombe an der Carolabrücke in Dresden konnte entschärft werden. Gegen 13:19 Uhr hat der Kampfmittelbeseitigungsdienst bekannt gegeben, dass sie den Zünder entfernen konnten.
Der Sperrkreis wird laut Polizei in Kürze aufgehoben.
Entschärfung der Bombe an der Carolabrücke kann beginnen
Gegen 12:33 Uhr konnte die Evakuierung des Sperrkreises rund um die Bombe an der Carolabrücke abgeschlossen werden.
Neben Einsatzkräften zu Fuß war auch ein Hubschrauber im Einsatz. 192 Menschen sind in der Notunterkunft aufgenommen worden.
Der Kampfmittelbeseitigungsdienst kann nun mit der Entschärfung beginnen.
Sperrkreis um die Carolabrücke wird kontrolliert
Wie die Polizei mitteilte, wurde gegen 9 Uhr das Evakuierungsgebiet abgesperrt und die Einsatzkräfte beginnen nun dieses zu kontrollieren. Personen, die sich noch innerhalb des Sperrkreises aufhalten, werden aufgefordert diesen zu verlassen.
Neben Feuerwehr und Rettungsdienst sind auch 330 Polizisten und Polizistinnen im Einsatz.
Bombe an der Carolabrücke: Sperrkreis und Evakuierung
Wie die Polizei mitteilte, ist ein Sperrkreis (siehe Bild) eingerichtet worden. Die Menschen werden aufgefordert, diesen bis Mittwoch (6. August), 9 Uhr zu verlassen.
Nach Informationen der Stadt Dresden sind etwa 17.000 Menschen betroffen.

Eine Bombe ist an der Carolabrücke in Dresden gefunden worden. Die Polizei teilt den Bereich der Evakuierung mit.
Polizei SachsenEine Notunterkunft steht für die Bevölkerung ab 6 Uhr in der Messe Dresden an der Straße Am Messering bereit. Shuttlebusse zu der Unterkunft wird eingerichtet.
Diese fahren ab von:
- Wilsdruffer Straße/Galeriestraße
- Pillnitzer Straße/Gerichtsstraße
- Sachsenplatz/Florian-Geyer-Straße
- Albertstraße/Archivstraße
Hinweis: Der Sperrbereich ist nur zu verlassen. Betroffene müssen nicht in die Notunterkunft. Diese ist Personen vorbehalten, die keine andere Möglichkeit haben unterzukommen. Es gibt keine Verpflegung in der Unterkunft.
Die Bevölkerung wird gebeten, die Informationen weiterzugeben, gerade an Menschen, welche keinen Zugang zum Internet haben oder ein Smartphone besitzen.
Die Stadt Dresden hat ein Bürgertelefon eingerichtet. Dieses ist heute (5. August) bis 21 Uhr und am Mittwoch ab 6 Uhr unter der Nummer (0351) 488 76 66 erreichbar.
Sperrung der Zufahrten zum Sperrkreis in Dresden
Die Polizei sperrt rund um den Fundort der Bombe alle Zufahrten und Zugänge zum Sperrkreis. Dieser hat einen Radius von etwa 1000 Metern.
Regierung muss ins Homeoffice
Die Evakuierung hat auch Auswirkungen auf die Arbeit der Regierung. Denn fast alle Ministerien und die Staatskanzlei liegen im Evakuierungsbereich. Für die Mitarbeiter gilt erst einmal Homeoffice.
Da der Blindgänger in unmittelbarer Nähe des Areals gefunden wurde, fallen die beiden für Dienstag geplanten Veranstaltungen bei den Filmnächten am Elbufer aus. „Die Sicherheit aller Gäste und Mitarbeitenden hat für uns oberste Priorität. Ein entsprechendes Szenario ist Teil unseres umfassenden Sicherheitskonzepts, das auch einen Evakuierungsplan im Falle eines Bombenfundes beinhaltet“, teilten die Filmnächte mit.
Immer wieder tauchen Bomben in Dresden auf
Nach dem Fund mehrerer Weltkriegsbomben binnen weniger Tage waren Ende Januar Fachleute des Kampfmittelbeseitigungsdienstes bei den Baggerarbeiten zum Einsatz gekommen. Sie standen den Baggerfahrern beratend zur Seite.
Dresden war im Zweiten Weltkrieg mehrfach bombardiert worden. Im Februar 1945 wurde die Elbestadt bei Angriffen britischer und amerikanischer Bomber großflächig zerstört. Bis zu 25.000 Menschen verloren ihr Leben. Bei Bauarbeiten im Stadtgebiet werden noch immer Blindgänger gefunden. Auch an der Carolabrücke tauchten sie auf.
Ein Teil der 1971 eingeweihten Carolabrücke mit Straßenbahngleisen und Radweg war in der Nacht zum 11. September 2024 völlig überraschend eingestürzt. Menschen kamen nicht zu Schaden. Als Hauptgrund gilt durch Feuchtigkeit ausgelöste Korrosion. Die Brücke muss komplett abgerissen werden. Das betrifft auch die beiden Brückenzüge, die in den vergangenen Jahren mit einem Aufwand von mehreren Millionen Euro saniert wurden. Die Stadt plant einen Ersatzbau.

