Amokfahrt in Leipzig: Amokfahrer hat seine Tat schon im April in Chatnachricht angedeutet

Nach der Amokfahrt in Leipzig mit zwei Todesopfern und drei Schwerverletzten markieren gelbe Nummern Spuren auf dem Gehweg der betroffenen Fußgängerzone. Ein 33-jähriger Mann war am 4. Mai 2026 mit seinem Auto in die belebte Fußgängerzone gefahren.
Hendrik Schmidt/dpa- Amokfahrt in Leipzig: Ein 33-Jähriger fuhr am 4. Mai 2026 in eine Fußgängerzone.
- Zwei Menschen starben, mehrere wurden verletzt – zwei davon schwer.
- Er soll im April 2026 per Chat an seine Frau die Tat angedeutet haben.
- Die Polizei erhielt die Chatnachricht erst am Abend der Tat im Zuge der Ermittlungen.
- Der Mann sitzt in der Psychiatrie; Tatverdacht: zweifacher Mord und vierfacher Versuch.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Amokfahrer von Leipzig hat seine Tat nach übereinstimmenden Medienberichten womöglich schon im April 2026 angekündigt.
Der 33-jährige Mann habe in einer Chatnachricht an seine Frau geschrieben, es sei „lange kein Auto mehr in eine Menschenmenge gefahren“.
Die Polizeidirektion Leipzig bestätigte das. Die Chatnachricht habe ihr allerdings erst am Abend der Tat und im Zuge der Ermittlungen nach der Amokfahrt vorgelegen.
Ermittlungsbehörden halten sich bedeckt
Der Mann soll zum Zeitpunkt der Tat von seiner Partnerin bereits getrennt gelebt haben. Die Polizei bestätigte auch Angaben, wonach er vor der tödlichen Amokfahrt mehrere Drohungen gegen sie und sein soziales Umfeld ausstieß.
Die Ermittlungsbehörden halten sich bislang mit Angaben zum Täter und dem Hintergrund zurück. Zu Ermittlungsergebnissen und möglichen Motiven könnten derzeit keine Angaben gemacht werden, sagte ein Sprecher der Leipziger Staatsanwaltschaft.
Der 33 Jahre alte Deutsche war auf Anordnung eines Ermittlungsrichters in ein psychiatrisches Krankenhaus gebracht worden. Er habe den Erkenntnissen nach „im Zustand der zumindest erheblich verminderten Schuldfähigkeit“ gehandelt, hieß es.
Tatverdacht: Mord und versuchter Mord
Der 33-Jährige aus Leipzig steht in dringendem Tatverdacht des zweifachen Mordes sowie des versuchten Mordes in vier Fällen. Es sei wahrscheinlich, dass er auf freiem Fuß weitere „Taten vergleichbarer Schwere begehen wird“, hatte die Staatsanwaltschaft Leipzig erklärt.
Am Montag (4. Mai 2026) war der Mann am Nachmittag in Leipzig mit seinem Auto in eine Fußgängerzone gefahren und hatte mehrere Menschen mit seinem Auto erfasst. Eine 63-jährige Frau und ein 77-jähriger Mann starben, sechs Menschen im Alter von 21 bis 87 Jahren wurden verletzt - ein 75 Jahre alter Mann und eine 84 Jahre alte Frau schwer. Nach der Tat mussten Polizeiangaben zufolge mehr als 80 Menschen betreut werden.
