Amokfahrt in Leipzig: Auto fährt in Menschenmenge, zwei Tote

Rettungskräfte stehen in der Nähe eines beschädigten Autos an der Stelle, wo ein Auto in Leipzig in eine Menschengruppe gefahren ist.
Jan Woitas/dpa- In Leipzig fuhr in der Innenstadt ein Auto in mehrere Menschen – es gibt Verletzte.
- Die Polizei bestätigt mehrere Verletzte, Tote wurden nicht gemeldet.
- Ein Sprecher spricht von einer dynamischen Lage, Hintergründe sind noch unklar.
- Der Vorfall passierte in der Grimmaischen Straße nahe Universität und Nikolaikirche.
- In sozialen Netzwerken kursieren Videos eines großen Einsatzes von Feuerwehr und Polizei.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
In der Leipziger Innenstadt ist ein Auto in mehrere Menschen gefahren. Nach Angaben der Polizei wurden mehrere Menschen verletzt, zwei Personen starben. Zwei Menschen sind nach Angaben eines Stadtsprechers schwer verletzt.
Wie die Stadt Leipzig mitteilte, soll es etwa 20 weitere Betroffene geben. Zum genauen Grad der Verletzungen war zunächst nichts bekannt. Wie die Polizei mitteilte, haben die Rettungskräfte einen sogenannten „Massenanfall von Verletzten“ ausgerufen.
Ein Polizeisprecher sprach von einer „dynamischen Lage“. Weitere Informationen zum genauen Hergang sowie zu möglichen Hintergründen liegen zunächst nicht vor.
In sozialen Netzwerken, darunter auf der Plattform X, waren Videos von einem größeren Einsatz zu sehen. Darauf sind zahlreiche Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei zu erkennen.
Polizei in Leipzig: Fahrer wurde festgenommen
Der Vorfall ereignete sich in der Grimmaischen Straße. Sie führt vom zentralen Augustusplatz in die Leipziger Fußgängerzone. In der Nähe liegen unter anderem die Universität Leipzig sowie die Nikolaikirche, ein bedeutender Ort der Friedlichen Revolution.
Der mutmaßliche Amokfahrer hat sich widerstandslos festnehmen lassen. „Der Täter wurde durch uns im Fahrzeug dingfest gemacht“, sagte der Leipziger Polizeipräsident René Demmler. Es gehe derzeit keine Gefahr mehr von ihm aus.
Bei dem Tatverdächtigen der tödlichen Fahrt von Leipzig handelt es sich um einen 33-jährigen Deutschen. „Es ist ein Amoktäter“, sagte Sachsens Innenminister Armin Schuster in Leipzig.
Die Polizeidirektion Leipzig hat nach eigenen Angaben ein Hinweistelefon geschaltet unter +49 341 966 46666, das Landeskriminalamt Sachsen habe ein Hinweisportal eingerichtet mit der Adresse sn.hinweisportal.de. Zeuginnen und Zeugen, die sich gegen 16.45 Uhr in der Leipziger Innenstadt aufhielten und Hinweise zum Hergang, zum Fahrzeug oder zum Fahrer machen könnten, sollen sich melden.
Sachsens Ministerpräsident und Leipzigs Oberbürgermeister zeigen sich erschüttert
„Das erschüttert mich zutiefst. Ich bin in Gedanken bei den Opfern und ihren Familien“, sagte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU). „Den Verletzten wünsche ich Kraft und schnelle Genesung. So eine Tat macht uns sprachlos - und sie macht uns entschlossen. Wir werden alles daransetzen, sie schnell und vollständig aufzuklären. Der Rechtsstaat wird mit aller Konsequenz handeln.“
Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung spricht nach dem Vorfall in der Leipziger Innenstadt von einer Amokfahrt. Es gebe zwei Tote, drei Schwerverletzte und viele weitere verletzte Menschen, sagte der SPD-Politiker. Die Gedanken seien bei den Opfern. „Es ist kaum zu ertragen, eine solche Tat an einem Montagnachmittag“, sagte Jung. Er dankte den Rettungskräften.
Ermittlungen wegen Mordes eingeleitet
Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordes in zwei Fällen sowie versuchten Mordes in mindestens zwei Fällen. „Wir gehen von einer Amoktat aus“, sagte eine Staatsanwältin bei einem Pressestatement.
