Union Berlin
: Warum Bo Svensson auf Haberer und nicht auf Trimmel setzt

Kapitän Christopher Trimmel ist derzeit nur Bankdrücker bei Fußball-Bundesligist Union Berlin. Trainer Bo Svensson nennt die Gründe.
Von
Frank Noack
Berlin
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Testspiel 1. FC Union - Glasgow Rangers 2024/25: Fussball, Herren, Saison 2024/2025, Testspiel, 1. FC Union Berlin, Glasgow Rangers (4:4), v. l. Trainer Bo Svensson (1. FC Union Berlin) und Christopher Trimmel (1. FC Union) nach Abpfiff, 27.07. 2024, Foto: Matthias Koch

Trainer Bo Svensson (links) von Union Berlin spricht in dieser Szene mit Christopher Trimmel. Der Kapitän muss derzeit mit der Rolle des Bankdrückers vorliebnehmen.

Matthias Koch
  • Kapitän Trimmel sitzt bei Union Berlin oft auf der Bank; Trainer Svensson bevorzugt Haberer.
  • Trimmel spielte nur 117 Minuten in fünf Pflichtspielen; meisten Spiele startete Haberer.
  • Svensson lobt Trimmel für seine Erfahrung und Stabilität in schwierigen Spielphasen.
  • Konkurrenzkampf verschärft sich, wenn Juranovic nach seiner Reha zurückkehrt.
  • Svensson betont die Wichtigkeit von Trimmel für das Team.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ausgerechnet der Kapitän des 1. FC Union Berlin hat derzeit einen schweren Stand bei Trainer Bo Svensson. Christopher Trimmel – Leitfigur des Teams und Liebling der Fans – musste auch beim 2:1-Heimsieg gegen die TSG Hoffenheim am Samstag lange Zeit mit der Rolle des Bankdrückers vorliebnehmen.

In der laufenden Bundesliga-Saison 2024/25 durfte Christopher Trimmel nur am 1. Spieltag in der Auswärtspartie beim FSV Mainz 05 von Beginn an ran. Gegen den FC St. Pauli und bei RB Leipzig kam der 37 Jahre alte Routinier überhaupt nicht zum Einsatz. Nach fünf Pflichtspielen stehen für Trimmel gerade einmal 117 Einsatzminuten zu Buche. Meistens bekam Janik Haberer den Vorzug als rechter Schienenspieler.

Was spricht aktuell also gegen Christopher Trimmel? Die Antwort von Union-Trainer Bo Svensson nach dem Sieg gegen Hoffenheim: „Es spricht nichts dagegen! Aber ,Habi‘ hat es gut gemacht in Leipzig.“ Der Däne sah also keinen Grund für einen Wechsel auf der rechten Außenbahn.

Und Bo Svensson durfte sich bestätigt fühlen. Denn in Leipzig holten die Eisernen mit einer starken Auswärtsleistung einen Punkt. Im Heimspiel gegen Hoffenheim musste am Samstag zwar mächtig gezittert werden, trotzdem reichte es letztlich zum Sieg. Zumal ausgerechnet der nach 70 Minuten eingewechselte Christopher Trimmel spielte dabei aus Sicht von Svensson eine wichtige Rolle. „,Trimmi‘ kommt in einer schwierigen Phase in so ein Spiel rein und stabilisiert das Ganze mit seiner Erfahrung“, lobte der Union-Trainer.

Konkurrenzkampf zwischen Trimmel und Haberer bei Union Berlin

In jedem Fall kann Bo Svensson auf dieser Position derzeit zwischen Christopher Trimmel und Janik Haberer wählen und dabei immer auch die Spezifik des jeweiligen Gegners berücksichtigen. Für Trimmel spricht ganz klar seine Erfahrung, seine Rolle als Wortführer in der Kabine und auch die Beliebtheit bei den Fans. Der Österreicher spielt seit 2024 in Berlin-Köpenick, seit 2018 trägt er die Kapitänsbinde. Gefürchtet sind zudem seine Flanken von der rechten Außenbahn ins Zentrum.

Für Haberer als gelernten Mittelfeldmann spricht vor allem seine Spielstärke. Dabei hatte der gebürtige Allgäuer in der vergangenen Saison seinen Stammplatz im Mittelfeld verloren und drohte zum Auslaufmodell zu werden. Unter Svensson blüht Janik Haberer nun als Rechtsverteidiger regelrecht auf. Eine Rolle, die nach eigenem Bekunden zwar nicht unbedingt seine Lieblingsposition ist, die ihm aber aktuell einen Stammplatz im Team sichert. Zudem bringt Haberer im Vergleich zu Trimmel die größere Geschwindigkeit mit.

Dabei könnte der Konkurrenzkampf auf der rechten Außenbahn in den nächsten Wochen noch größer werden, wenn Josip Juranovic in den Kader zurückkehrt. Der Nationalspieler aus Kroatien musste sich nach der Europameisterschaft einer Fuß-Operation unterziehen und befindet sich derzeit in der Reha. In der vergangenen duellierten sich Juranovic und Trimmel auf der rechten Abwehrseite.

Vorerst muss sich Trainer Bo Svensson allerdings erst einmal weiter zwischen Kapitän Christopher Trimmel und Janik Haberer entscheiden. Es sei „sehr eng zwischen den beiden“, erklärte Svensson nach dem Hoffenheim-Spiel. Er hat also auch für das nächste Spiel am Samstag bei Borussia Mönchengladbach (15.30 Uhr) wieder die Qual der Wahl. „,Trimmi‘ bleibt ein sehr wichtiger Spieler für mich, für uns und für den Verein“, versicherte der Däne.