DEL2 Weißwasser
: Clark schießt Lausitzer Füchse zum Derbysieg

Weißwasser gewinnt in der DEL2 das Derby gegen die Eislöwen Dresden mit 5:3. Der überragende Andrew Clark steuert einen Viererpack bei. Es gibt aber auch einen Schockmoment.
Von
Frank Noack
Weißwasser
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  • Für Torhüter Mac Carruth von den Lausitzer Füchsen war die Partie schon nach dem ersten Drittel vorbei.

    Für Torhüter Mac Carruth von den Lausitzer Füchsen war die Partie schon nach dem ersten Drittel vorbei.

    Thomas Heide
  • Andrew Clark (l.) erzielte für die Lausitzer Füchse vier Treffer im Derby gegen Dresden.

    Andrew Clark (l.) erzielte für die Lausitzer Füchse vier Treffer im Derby gegen Dresden.

    Thomas Heide
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Die Lausitzer Füchse dürfen weiter auf den Einzug in die Playoff–Runde der DEL2 hoffen. Im Derby gegen die Eislöwen Dresden kam Weißwasser am Montagabend zum einem 5:3–Heimsieg. Mann des Spiels war Füchse–Stürmer Andrew Clark, der insgesamt vier Treffer erzielte. Nach dem 45. Spieltag der Hauptrunde liegt Weißwasser auf Tabellenplatz 11. Der Abstand auf Rang 8 beträgt sieben Punkte.

Bei den Lausitzer Füchsen kehrte Kapitän Brad Ross für dieses Derby in das Team zurück. Er musste am Samstag bei der 2:3–Niederlage in Bietigheim eine Sperre wegen der dritten Zehn–Minuten–Strafe absitzen. Diese Strafe hatte sich Ross ziemlich umstritten in der Heimpartie gegen die Tölzer Löwen (5:4 nach Verlängerung) am Donnerstag eingehandelt. Trotz der Strafe hatte der Stürmer zunächst weiter mitgespielt.

Die Gäste aus Dresden reisten mit erheblichen Personalsorgen in den Fuchsbau. Neben Torhüter Riku Helenius mussten auch Topscorer Jordan Knackstedt sowie weitere Leistungsträger pausieren.

Für Chris Straube war es das erste Derby–Duell mit Dresden als Cheftrainer. Zu diesem Gegner hat Straube spätestens seit 2007 eine ganz besondere Beziehung. Damals erzielte er im sechsten Spiel der Playdown–Serie den entscheidenden Treffer zum Klassenerhalt der Füchse durch ein sogenanntes technisches Tor.

Auch diesmal startete das Derby zwischen Weißwasser und Dresden spektakulär. Bereits in der 3. Minute traf Toni Ritter zur Führung für die Gäste. Aber nur eine Minute später bejubelte die Füchse–Bank einen ganz besonderen Treffer. Denn der 1:1–Ausgleich (4.) ging auf das Konto der Youngster der vierten Sturmreihe. Der 19–jährige Tim Detig erzielte sein erstes Profi–Tor. Für Paul Reiner (18) war es der erste Assist in der DEL2.

Das Momentum in diesem Derby ging jedoch wieder an Dresden. Kevin Lavallée (11.) und Steve Hanusch (16.) sorgten für das 3:1. Außerdem kassierte Füchse–Kapitän Brad Ross eine Zehn–Minuten–Strafe.

Und die Lausitzer Füchse mussten noch einen weiteren Schock verdauen. Denn Torhüter Mac Carruth — seit Wochen in starker Form — kehrte zum zweiten Drittel nicht mehr zurück auf das Eis. Er hatte sich offenbar gleich in der Startphase beim ersten Tor der Gäste durch Toni Ritter (3.) verletzt. Für Mac Carruth rückte der 20–jährige Eric Steffen in den Kasten. Der Youngster kam in dieser Saison bislang erst 20 Minuten zum Einsatz.

Weißwasser kämpfte sich trotz des 1:3–Rückstandes ins Spiel zurück. Andrew Clark war in der 28. und 34. Minute erfolgreich. Große Aufregung gab es dann in der 46. Minute. Dresden traf zwar ins Tor — die Schiedsrichter gaben den Treffern jedoch nicht und entschieden stattdessen auf Strafe gegen die Gäste, weil sie einen Spieler zu viel auf dem Eis hatten. Drei Minuten vor dem Ende nutzte Andrew Clark einen Abpraller zum vorentscheidenden 4:3 (57.). Und in der 59. Minute machte der Füchse–Stürmer mit seinem vierten Treffer die Andrew–Clark–Show endgültig perfekt.

Torhüter Mac Carruth hat sich nach der ersten Diagnose eine Unterkörperverletzung zugezogen. Wie lange er ausfällt, ist offen.

Das sagen die Trainer

Andreas Brockmann (Eislöwen Dresden): „Wir schaffen es immer wieder, solche Spiele zu verlieren. Wenn man mit einem 3:1 ins zweite Drittel geht, dann muss man cleverer spielen. Wir haben unserer Defensivaufgaben vernachlässigt und waren nicht mehr fokussiert genug. Diese Niederlage tut sehr weh.“

Chris Straube (Trainer Lausitzer Füchse): „Diese Derbys gegen Dresden sind für die Region immer sehr wichtig. Wir haben ab dem zweiten Drittel gut gespielt. Im letzten Drittel war es ein hin und her. Wir haben zum Glück noch zwei Tore geschossen. Unser junger Torhüter Eric Steffen hat seinen Job sehr gut gemacht.“

Lausitzer Füchse — Eislöwen Dresden 5:3 (1:3, 2:0, 2:0)

Tore: 0:1 Ritter (3.), 1:1 Detig (4.), 1:2 Lavallée (11.), 1:3 Hanusch (16.), 2:3 Clark (28.), 3:3 Clark (34.), 4:3 Clark (57.), 5:3 Clark (59.); Schiedsrichter: Bauer/Janssen; Zuschauer: keine; Strafminuten: 10 + 10 (B. Ross)/8.

Komplette Statistik Lausitzer Füchse — Eislöwen Dresden

Das nächste Spiel: Wölfe Freiburg — Lausitzer Füchse (Freitag, 19.30 Uhr).