Unglückliche Niederlage für die Lausitzer Füchse: Weißwasser verliert am Samstagabend bei den Bietigheim Steelers mit 2:3. Die Entscheidung bringt ein abgefälschter Schuss kurz vor Schluss. Die Füchse können also keinen Boden im Kampf um den Einzug in die Playoff-Runde der DEL2 gutmachen. Der Abstand auf die Eispiraten Crimmitschau beträgt weiterhin acht Punkte.
Die Lausitzer Füchse mussten am 44. Spieltag der DEL2-Hauptrunde auf Kapitän Brad Ross verzichten. Der Stürmer hatte am Donnerstag beim 5:4-Heimsieg nach Verlängerung gegen die Tölzer Löwen seine dritte Zehn-Minuten-Strafe kassiert. Sie zieht eine automatische Sperre für eine Partie nach sich. Die umstrittene Strafe für Brad Ross hatte für viele Diskussionen gesorgt, weil er gegen Bad Tölz zunächst weiter am Spiel teilgenommen hatte. Die Schiedsrichter erkannten diesen Fauxpas erst mit einigen Minuten Verspätung.
Weißwasser musste in diesem Auswärtsspiel beim Tabellenfünften erst einmal den Druck der Gastgeber in den ersten Spielminuten abwehren. Torhüter Mac Carruth – dessen Zukunft bei den Lausitzer Füchsen weiterhin offen ist – hatte gleich reichlich Arbeit. Danach erspielte sich aber auch das Team von Trainer Chris Straube die ersten Chancen. Tomas Andres traf in der 8. Minute den Pfosten. Und Andrew Clark scheiterte in der 11. Minute am Bietigheimer Torhüter Jimmy Hertel.
„Das war ein gutes 1. Drittel für ein Auswärtsspiel. Wir müssen weiter Tempo machen. Dann sollte es auch mit dem Sieg klappen“, erklärte Füchse-Stürmer Thomas Reichel nach den ersten 20 Minuten am Mikrofon von Sprade-TV.
Das klappte aber zunächst überhaupt nicht. Denn zu Beginn des 2. Drittels wurde Weißwasser von den Gastgebern förmlich überrollt. Evan Jasper traf nach 35 Sekunden zum 1:0 (21.). Steelers-Topscorer Riley Sheen erhöhte kurz danach auf 2:0 (24.). Mac Carruth verhinderte auch in dieser Phase noch schlimmere Dinge.
Aber Weißwasser gab nicht auf. Mit einem „Bauertrick“ sorgte Nick Ross für den 1:2-Anschlusstreffer (25.). Er schnappte sich hinter dem Tor den Puck und überwand Jimmy Hertel. Kurz vor dem Ende des 2. Drittel gab es sogar noch den 2:2-Ausgleich durch Lars Reuß (40.).
Die Pausen-Analyse von Ex-Fuchs Matt McKnight bei Sprade-TV: „Wir haben früh attackiert und damit viele Fehler von Weißwasser provoziert. Das hat dann zu den zwei schnellen Toren geführt. So müssen wir auch im letzten Drittel spielen.“
Im Schlussabschnitt versuchten beide Teams so gut es geht, Fehler zu vermeiden. Es war jetzt ein Spiel auf Augenhöhe, indem Weißwasser immer wieder couragiert nach vorn spielte. Der entscheidende Treffer fiel aus Sicht der Lausitzer Füchse spät und überaus unglücklich. Riley Sheen fälschte in der 56. Minute einen Schuss von René Schoofs unerreichbar für Torhüter Mac Carruth ab.
Kurz danach wurde ein Schuss von Füchse-Topscorer Rylan Schwarz ebenfalls abgefälscht – ging aber knapp vorbei. In den letzten Sekunden ging Torhüter Mac Carruth zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Zum Ausgleich reicht es jedoch nicht mehr.
Für die Lausitzer Füchse geht der Kampf um die Playoffs am Montag mit dem Heimspiel gegen die Eislöwen Dresden weiter (Beginn um 19.30 Uhr).

Das sagen die Trainer

Chris Straube (Trainer Lausitzer Füchse): „Bietigheim steht nicht ohne Grund in der Tabelle oben. Das 1. Drittel war richtig schwer für uns. Zum Glück haben wir das 2:2 geschossen. Die Jungs haben alles gegeben. Leider haben wir das dritte Gegentor bekommen. Ich bin trotzdem stolz auf meine Jungs.“
Daniel Naud (Trainer Bietigheim Steelers): „Ich bin erleichtert über den Sieg. Wir waren bereit und scharf nach der Niederlage in Frankfurt. Wir wollten heute unbedingt gewinnen. Trotz des 2:2-Ausgleichs haben wir weiter hart gearbeitet und an den Sieg geglaubt. Das dritte Tor haben wir uns verdient.“
Bietigheim Steelers – Lausitzer Füchse 3:2 (0:0, 2:2, 1:0)
Tore: 1:0 Jasper (21.), 2:0 Sheen (24.), 2:1 N. Ross (25.), 2:2 Reuß (40.), 3:2 Sheen (56.); Schiedsrichter: Fauerbach/Klein; Zuschauer: keine; Strafminuten: 4/6.
Das nächste Spiel: Lausitzer Füchse – Eislöwen Dresden (Montag, 19.30 Uhr)