Lausitz am Morgen: Ruf nach einheitlichen Corona-Regeln vor neuer Bund-Länder-Runde

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten des Bundes beraten erneut über verschärfte Corona-Regeln. Es ist die Rede von einem Lockdown-light.
Armin Weigel/dpaZwei Wochen nach ihrer letzten Runde zum weiteren Vorgehen in der Coronakrise beraten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder erneut über schärfere Maßnahmen. Sie wollen sich heute (13.00 Uhr) in einer Videokonferenz zusammenschalten. Die zuvor beschlossenen Maßnahmen wie das Verhängen von Sperrstunden in der Gastronomie oder strengere Kontaktbeschränkungen haben sich bislang als wirkungslos erwiesen. Die Infektionszahlen sind seitdem stark gestiegen. Zuletzt meldeten die Gesundheitsämter nach Angaben des Robert Koch-Instituts 11 409 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages.
Vor den neuen Bund-Länder-Beratungen zeichnet sich eine weitere Verschärfung der Kontaktbeschränkungen ab. Schleswig-Holsteins Regierungschef Daniel Günther (CDU) kündigte für sein Land bereits eine Obergrenze von 10 Teilnehmern für alle Bereiche – auch im Freien – in den nächsten drei Wochen an. Diese Kontaktbeschränkungen würden unabhängig von den Ergebnissen von diesem Mittwoch gelten, betonte er. Auch Berlin prescht voran. Dort sollen künftig drinnen nur noch maximal 300 Menschen zu Tagungen, Messen oder Sportveranstaltungen zusammenkommen dürfen statt bisher 1000, draußen nur noch 500 statt bisher 5000 Menschen. Darauf verständigte sich der Senat am Dienstag nach dpa-Informationen.
Immer lauter wird die Forderung nach einem bundesweit einheitlichen Vorgehen. CSU-Chef Söder sagte am Dienstag, wenn es in ganz Deutschland immer mehr rote und dunkelrote Gebiete gebe, brauche es mehr einheitliche Maßnahmen, nach einheitlichen Standards, und auch unabhängig von regionalen Entwicklungen. Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) sagte, jetzt seien schnelle und entschlossene Schritte nötig, um die neue Infektionswelle zu brechen. Diese sollten zielgerichtet, zeitlich befristet und deutschlandweit möglichst einheitlich sein.
Der Verkehr in der Lausitz
Autofahrer auf der L 60 (Rehfeld in Fahrtrichtung Cottbus) sollten vorsichtig fahren. Zwischen Hörlitz und der Überleitung Senftenberg liegt ein totes Tier auf der Fahrbahn. Weiterhin gesperrt bis Sonntag, 1. November, ist darüber hinaus die Anschlussstelle Schwarzheide auf der A 13 in Fahrtrichtung Schönefelder Kreuz. Die Leitstelle Lausitz und die Polizeidirektion Südbrandenburg berichten von einer überwiegend ruhigen Nacht. Momentan gibt es keine unfallbedingten Einsätze auf Lausitzer Straßen. Was den Schienenverkehr betrifft: Heute ist der vorerst der letzte Tag an dem der Zugverkehr zwischen Cottbus, Calau und Finsterwalde eingeschränkt ist. Aufgrund von Bauarbeiten an der Bahnanlage bei Calau fallen auf der Strecke Züge aus. Die Einschränkungen sollen 20.30 Uhr beendet sein. Das gleiche gilt für die Strecke Senftenberg – Lübbenau.
Zudem meldet die Odeg am Mittwochmorgen eine Reihe von Verspätungen. So verzögert sich die RB65 (Cottbus Hauptbahnhof, 6.22 Uhr – Spremberg, 9.57 Uhr). In Zittau hat der Zug 13 Minuten Verspätung (planmäßig 6.22 Uhr). Auf der Strecke Cottbus – Forst gibt es in beiden Fahrtrichtungen Verzögerungen in Klinge. Es ist derzeit mit Wartezeiten von bis zu 27 Minuten zu rechnen. Mehr dazu erfahren Sie auf der Webseite der Odeg hier.
Das Wetter in der Lausitz
Wir starten mit grauen Wolken und Temperaturen um die 8 Grad Celsius in den Tag. Im Laufe des Mittwochs klart es ein wenig auf. Wolken werden sich weiterhin gelegentlich vor die Sonne schieben. Bis zu 13 Grad soll es laut Deutschen Wetterdienst heute noch werden.

