Zecken in Brandenburg
: Aktuelle Risikogebiete für FSME in Brandenburg

Die steigende Zeckenaktivität im Frühling bringt in Deutschland ein erhöhtes Risiko für eine FSME-Infektion. Wo ist das Ansteckungsgefahr in Brandenburg am höchsten? Eine neue Karte zeigt die betroffenen Gebiete.
Von
Rose Abbas Mohammad
Potsdam
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Zecken–Schild: ARCHIV - 01.06.2020, Bayern, Kreuth: Ein Schild warnt an einem Wanderweg vor Zecken. (zu dpa: «Landesgesundheitsamt erwartet große Zecken-Population in diesem Jahr») Foto: Sven Hoppe/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die Zeckensaison 2025 beginnt und mit ihr steigt das Risiko für FSME-Infektionen in Brandenburg

Sven Hoppe/dpa
  • Zeckensaison 2025 in Brandenburg startet, Risiko für FSME steigt.
  • 2024 wurden 8 FSME-Fälle gemeldet, Bayern hatte 266 Fälle.
  • Neue RKI-Karte zeigt 5 FSME-Risikogebiete in Brandenburg, Elbe-Elster neu hinzugefügt.
  • FSME-Fälle hauptsächlich von Mai bis Oktober.
  • Risikogebiet-Status bleibt mindestens 20 Jahre bestehen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die warme Jahreszeit lockt nicht nur Menschen in die Natur, sondern auch Zecken an, die FSME übertragen können. Doch in verschiedenen Regionen Deutschlands variiert die Gefahr für Zeckenbisse und deren Übertragungen. Wie hoch ist in Brandenburg das Risiko, durch einen Zeckenbiss an FSME zu erkranken?

Zecken: Fälle von FSME in Brandenburg

Im Jahr 2024 wurden laut dem Robert Koch-Institut (RKI) in Brandenburg acht FSME-Fälle registriert. Im Vergleich zu Bayern, das mit 266 Fällen die meisten Infektionen hat, treten in Brandenburg vergleichsweise, wenige Infektionen auf. Die Erkrankungen treten hauptsächlich in den Monaten von Mai bis Oktober auf, mit einem deutlichen Anstieg in den Sommermonaten.

Am 27. Februar 2025 hat das RKI eine neue Karte mit den aktuellen FSME-Risikogebieten in Deutschland veröffentlicht. Das Ergebnis für Brandenburg: Die Region gehört weiterhin zu den Risikogebieten, was durch die Ausweisung von 5 Kreisen als FSME-Risikogebiete bestätigt wird. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl nicht konstant, da ein zusätzlicher Kreis hinzugekommen ist: Elbe-Elster.

Betroffene Land- und Stadtkreise in Brandenburg

FSME-Risikogebiete sind Regionen, in denen das Risiko einer Ansteckung mit dem FSME-Virus erhöht ist. Die Einstufung dieser Gebiete basiert auf den FSME-Fällen, die gemäß Infektionsschutzgesetz (IfSG) an das RKI gemeldet wurden.

Das RKI nutzt dabei eine statistische Methode, um zu prüfen, ob in einem Landkreis oder einer Kreisregion (bestehend aus dem Kreis plus angrenzenden Kreisen) tatsächlich oder nur zufällig mehr FSME-Fälle aufgetreten sind. Ein Landkreis wird demnach als FSME-Risikogebiet eingestuft, wenn über einen Zeitraum von fünf Jahren mehr FSME-Fälle gemeldet werden, als man aufgrund einer Inzidenz von 1 Fall pro 100.000 Einwohner pro Jahr erwartet. Dabei werden auch die angrenzenden Landkreise berücksichtigt. Ein Risikogebiet behält seinen Status mindestens 20 Jahre lang, da es in den letzten 20 - 30 Jahren keine Anzeichen dafür gegeben hat, dass FSME-Naturherden in den bestehenden Risikogebieten zurückgehen würden.

  • SK Frankfurt (Oder)
  • LK Elbe-Elster
  • LK Oberspreewald-Lausitz
  • LK Oder-Spree
  • LK Spree-Neiße