Weihnachten in Dänemark
: Von Adventskalender bis Wichtel – die Traditionen der Dänen

Wie feiert man eigentlich in Dänemark Weihnachten? Von Adventskalender über Santa Lucia zu Wichtel, Wikingern und Weihnachtsbaum – das sind die Traditionen im Nachbarland.
Von
Doreen Matschuk
Kopenhagen
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ARCHIV - Keramikfiguren mit "Willkommen" und "Frohe Weihnachten"-Schildern stehen am 10.11.2012 an einem Stand auf dem Weihnachtsmarkt im süddänischen Tondern. Foto: Carsten Rehder/dpa (Zu dpa "Weihnachten bei den Dänen - «Hauptsache hyggelig»" vom 13.12.2013) +++ dpa-Bildfunk +++

Die Weihnachtstraditionen der Dänen reichen von Adventskalender über Santa Lucia zu Wichtel, Wikingern und echten Kerzen am Weihnachtsbaum. So feiert man in Dänemark Weihnachten – alle spannenden Details zur Weihnachtszeit im Nachbarland. (Symbolbild)

Carsten Rehder/dpa
  • Weihnachten in Dänemark: Traditionen wie Adventskalender, Santa Lucia und Nisser.
  • Weihnachtsbaum wird mit der dänischen Flagge geschmückt.
  • "Julefrokost" mit Leberpastete, Hering und Weihnachtsbier.
  • Santa Lucia Fest am 13. Dezember bringt Licht in die dunkle Jahreszeit.
  • Weihnachtswichtel "Nisser" spielen eine wichtige Rolle in der Dekoration.
  • Heiligabend mit Festmahl und Tanzen um den Baum mit echten Kerzen.
  • "Julemand" bringt die Geschenke, kommt angeblich aus Grönland.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wer sich schon immer gefragt hat, wie man in Dänemark wohl Weihnachten verbringt, bekommt hier nun (fast) alle Antworten. Die Weihnachtstraditionen in den nordischen Ländern haben ihren ganz eigenen Charakter. Sie ähneln sich sehr, aber doch hat jedes Land seine Besonderheiten - so auch Dänemark.

Übersicht:

  • Was haben die Wikinger mit Weihnachten zu tun?
  • „Julefrokost“ – das Festmahl vor dem Fest
  • Nisser – die dänischen Weihnachtswichtel
  • Dänemarks traditionelle Weihnachtsdeko
  • Santa Lucia: Das leuchtende Fest am 13. Dezember
  • Adventskalender und Julekalender
  • So sieht Heiligabend bei den Dänen aus
  • Gibt es auch einen Weihnachtsmann in Dänemark?

Die Weihnachtszeit in Dänemark besteht aus vielen ungewöhnlichen Traditionen. So schmücken viele Familien z. B. ihren Weihnachtsbaum mit der nationalen Flagge und zeigen damit ihren Patriotismus. Ursprünglich geht das dänische Wort für Weihnachten „Jul“ auf das nordische Julfest der Wikinger zurück, das Mitte Januar gefeiert wurde. Die Wikinger gaben dem Fest mit opulenten Gelagen und Geschenken eine besondere Bedeutung – aus heutiger Sicht würde man das auch Trinkgelage nennen. Es scheint beinahe so, als hätte sich daran im Prinzip bis heute nichts geändert.

Vorweihnachtszeit in Dänemark: Kulinarische Geselligkeit beim „Julefrokost“

In Dänemark spielt sich die Weihnachtsvorfreude bereits vor dem 24. Dezember ab. Bei „Julefrokost“ kommen Freunde, Kollegen und Familie zu einem Festmahl mit Leberpastete, Hering und Braten zusammen. Begleitet wird das Essen von Bier und Schnaps, insbesondere dem würzigen „Julebryg“, einem Weihnachtsbier, das traditionsgemäß am ersten Novemberfreitag um 20:59 Uhr erstmals serviert wird. Die dänische Vorweihnachtszeit bietet so zahlreiche Anlässe, um in geselliger Runde miteinander zu feiern.

Nisser: Die Weihnachtswichtel in dänischen Häusern

Ein Nisse steht am Freitag (09.12.2011) in Flensburg in der Wohnung einer Expertin für dänische Weihnachtsbräuche auf einem Buch. Ein Nisse ist eine Art Kobold, der in der dänischen Weihnachtstradition eine wichtige Rolle spielt. Weihnachten ist nicht gleich Weihnachten - im Norden feiern Minderheiten wie die Dänen das Fest mit ganz eigenen Bräuchen. Weniger feierlich als deutsche Traditionen und nie ohne «Nisser». Foto: Bodo Marks dpa/lno (zu dpa-KORR: «Mit Nisse, ohne Nikolaus - Rot-weiße Weihnachten bei den Dänen» vom 19.12.2011) ++ +++ dpa-Bildfunk +++

Ein Nisse ist eine Art Kobold, der in der dänischen Weihnachtstradition eine wichtige Rolle spielt. Weihnachten ist nicht gleich Weihnachten – im Norden feiern Minderheiten wie die Dänen das Fest mit ganz eigenen Bräuchen. Weniger feierlich als deutsche Traditionen und nie ohne «Nisser».

Bodo Marks/dpa

In Dänemark sind die „Nisser“, Weihnachtswichtel, ein fester Bestandteil der Dekoration. Dem Aberglauben nach bringen sie Glück oder Unglück ins Haus. Auf dem Land ist es Brauch, eine Schüssel Milchreis auf dem Dachboden zu platzieren, um die Nisser zu besänftigen. Dies soll sicherstellen, dass sie das Jahr über keine Streiche spielen und das Haus in Frieden lassen.

Geflochtene Julehjerter: Dänemarks traditionelle Weihnachtsdeko

Die rot-weiß, geflochtenen Weihnachtsherzen, bekannt als „Julehjerter“, sind ein Muss in der dänischen Festdekoration. Aus Glanzpapier gefertigt, können sie mit Übung zu wahren Kunstwerken werden. Diese Herzen schmücken nicht nur den Weihnachtsbaum, sondern dienen auch als Versteck für kleine Süßigkeiten.

Santa Lucia: Ein leuchtendes Fest am 13. Dezember

Lucia, die Lichterkönigin und ihr Gefolge singen am Freitag (10.12.2010) auf Anregung der schwedischen Botschaft im Auswärtigen Amt in Berlin. Kurz vor Weihnachten, am 13. Dezember, wird in Schweden das Fest der Lichterkönigin Lucia gefeiert. Der Name stammt von einer syrakusischen Schutzheiligen, die im Jahre 303 den Märtyrertod gestorben sein soll. Foto: Hannibal dpa/lbn ++ +++ dpa-Bildfunk +++

Kurz vor Weihnachten, am 13. Dezember, wird das Fest der Lichterkönigin Lucia gefeiert. Der Name stammt von einer syrakusischen Schutzheiligen, die im Jahre 303 den Märtyrertod gestorben sein soll.

Hannibal Hanschke/dpa

In Dänemark, wie auch in Schweden, bringt Santa Lucia am 13. Dezember Licht in die dunkle Jahreszeit. Junge Mädchen kleiden sich in lange weiße Gewänder, die auserwählte Lichtkönigin Lucia trägt eine Krone mit leuchtenden Kerzen. Begleitet werden sie von lustig verkleideten Pfefferkuchenmännchen und frechen Wichteln. Gemeinsam singen sie während einer Prozession das bekannte Lied „Santa Lucia“, das symbolisch für das Licht in der Dunkelheit steht. Traditionell werden zur Feier Lussekatter im ganzen Land gebacken, ein köstliches Safran-Hefegebäck.

Auch in Dänemark gibt es Adventskalender

Nicht nur in Deutschland, sondern auch in Dänemark erfreuen sich Jung und Alt auf den Adventskalender in der Vorweihnachtszeit. Neben den klassischen Kalendern mit Türchen und kleinen Geschenken erfreut sich auch der „Julekalender“, eine Weihnachtsserie in 24 Teilen im Fernsehen, großer Beliebtheit. Die erste dieser Serien wurde bereits 1962 ausgestrahlt und bestand anfangs aus Puppenfilmen, heute sind es Erzählungen mit bekannten Schauspielern.

So feiern die Menschen in Dänemark Heiligabend

In Dänemark spielt der Heiligabend, wie auch in vielen anderen Ländern, eine sehr zentrale Rolle. Aber bereits am 23. Dezember, dem „Lille juleaften“, der sogenannte „kleine Weihnachtsabend“, wird der Weihnachtsbaum geschmückt und die Vorbereitungen für den Heiligabend getroffen.

Denn dann kommen Familien und Freunde zu einem Festmahl mit Schweins-, Entenbraten, Salzkartoffeln und Rotkohl zusammen. Zum Dessert gibt es „Risalamande“, Milchreis mit Kirschsauce, in dem eine Mandel versteckt wird. Wer sie findet, erhält ein zusätzliches Geschenk.

Tanzen um den Weihnachtsbaum mit echten Kerzen

Ebenfalls Tradition ist es, nach dem Essen um den Weihnachtsbaum zu tanzen, begleitet von gemeinschaftlichem Singen. Und erst im Anschluss werden die Geschenke in aller Ruhe und nacheinander ausgepackt. Ein besonderer Brauch und ist auch, echte Kerzen am Baum zu entzünden. Was für viele Dänen eine gemütliche, „hyggelige“ Atmosphäre schafft, mag für andere als etwas riskant erscheinen.

Gibt es den Weihnachtsmann auch in Dänemark?

Ja, na klar! Der hierzulande genannte „Julemand“ bringt die Geschenke zu den Familien und bekommt dazu Hilfe von den Weihnachtswichteln. Allerdings glaubt man hier fest daran, dass der Weihnachtsmann aus Grönland kommt.

So sagt man „Frohe Weihnachten“ auf Dänisch: God Jul