Naturphänomen Erdbeben
: 4600 Mal bebt die Erde jährlich in Deutschland – auch in Sachsen

Erdbeben in Deutschland: Die Erde bebt erstaunlich oft – sogar in Sachsen! Wie viele Beben es bei uns gibt und in welchen Regionen die Gefahr am höchsten ist.
Von
Doreen Matschuk
Dresden
Jetzt in der App anhören
Beginn internationale Erdbeben-Großübung „Magnitude“: 24.10.2024, Baden-Württemberg, Mosbach: Rettungskräfte nehmen im Training Center Retten und Helfen (TCRH) an einer Übungseinheit im Rahmen der Erdbeben-Großübung Magnitude teil. Gemeinsam mit  sterreich, Griechenland, der Schweiz und Frankreich simuliert Baden-Württemberg nach Angaben des baden-württembergischen Innenministeriums ein Erdbebenszenario im Bereich des Oberrheins. Foto: Marijan Murat/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Erdbeben in Deutschland: Die Erde bebt fast täglich! Auch Sachsen ist betroffen. Wie viele Erdbeben es bei uns gibt und in welchen Regionen die Gefahr am höchsten ist. (Symbolbild)

Marijan Murat/dpa

Erdbeben sind auch in Deutschland nicht so ungewöhnlich, wie man zu­nächst vermutet. Die Erde bebt fast täglich, sogar auch in Sachsen. Wie viele Erdbeben es in Deutschland gibt und wo die Gefahr am höchsten ist.

In den vergangenen Wochen gab es in der Türkei sowie in Griechenland vermehrt Erdbeben, die die Menschen in Atem hielten. Aber auch in Deutschland bebt häufiger die Erde, man spürt es nur nicht immer.

So viele Erdbeben gibt es in Deutschland

Es soll im Durchschnitt 4600 Erdbeben pro Jahr hierzulande geben, schreibt volcanodiscovery.com. Das klingt irre viel, oder? Die meisten davon sind allerdings nicht spürbar und werden nur von technischen Messgeräten erfasst.

Seit 1970 wurden jedoch mindestens 8 Erdbeben der Stärke 5 oder höher in Deutschland verzeichnet. Erdbeben in dieser Stärke sind deutlich spürbar und können zu Schäden an Gebäuden und Straßen führen.

2025 gab es bereits spürbare Erdbeben in Sachsen

2025 bebte die Erde in Deutschland bereits spürbar einige Male, so unter anderem in Sachsen, in der Region zwischen Dresden und Pirna am 01.02.2025 bei einer Stärke von 2,6 sowie am 01.04.2025 nahe Oldenburg mit einer Stärke von 3,4.

In Brandenburg wackelten die Wände am 18. Oktober 2024 bei einer Magnitude von 3,2. Auch wenn diese Region nicht unbedingt sehr erdbebengefährdet ist, besteht hier scheinbar trotzdem ein Risiko.

Das letzte stärkste Erdbeben in Deutschland gab es im Juni 2024 im Kreis Lörrach. Mit einer Magnitude von 4,2 war es das stärkste Erdbeben in Baden-Württemberg seit 2009. Es war im ganzen Bundesland und sogar in der Schweiz spürbar.

Diese Regionen in Deutschland sind besonders von Erdbeben betroffen

Die Wahr­schein­lichkeit eines Erdbebens variiert von Region zu Re­gion. In Deutschland kommt es laut erdbebennews.de vor allem im Westen und Südwesten des Landes, am Alpenrand, sowie zwischen Leipzig und dem Fichtelgebirge zu Erdbeben.

Be­son­ders betroffen sind die Kölner Bucht, der Süden von Tübingen, auf der Schwäbischen Alb bei Albstadt, der südliche Rheingraben und die Umgebung von Gera

Auf folgender Karte sind die gefährdeten Zonen für Erdbeben in Deutschland dargestellt:

Die Karte der Erdbebenzonen gibt Auskunft, wo in Deutschland Beben zu erwarten sind. Dargestellt sind die Flächenbereiche der Erdbebenzonen 0 bis 3, die auch den Gefährdungsgraden entsprechen. Die Zone 3 steht dabei für die Regionen mit der größten Erdbebengefährdung.

Die Karte der Erdbebenzonen gibt Auskunft, wo in Deutschland Beben zu erwarten sind. Dargestellt sind die Flächenbereiche der Erdbebenzonen 0 bis 3, die auch den Gefährdungsgraden entsprechen. Die Zone 3 steht dabei für die Regionen mit der größten Erdbebengefährdung.

BBK

1992 sorgte ein starkes Erdbeben für erhebliche Zer­störungen im Rheinland. Das Beben brachte es auf eine Stärke von 5,9 auf der Richterskala.

Auf erdbebennews.de findet man alle verzeichneten Erdbeben in Deutschland, aktuell und der vergangenen Jahre.