170 Filme aus 40 (Ko-)Produktionsländern sind in sechs Tagen und sieben Spielstätten in Cottbus zu sehen. Kassenschlager aus den Ursprungsländern, Kinderfilme aus aller Welt, Schwerpunkt-Kino aus Polen und Slowenien, Lausitzer Filmperlen und eine Erinnerung an Christa Wolf – da ist für jeden etwas dabei. Was wir im LR-Liveticker natürlich auch bieten: Hintergründe, Begegnungen, Porträts... immer aktuell. Bleiben Sie dran – und kommen Sie wieder.

Liveticker – alles rund um das Filmfestival Cottbus 2021

7.11., 12 Uhr: Abschluss des Festivals

Mit der Uraufführung von „Polizeiruf 110: Hermann“ endet heute Abend das 31. Filmfestival Cottbus. Im Anschluss spricht Programmdirektor Bernd Buder mit Regisseur Dror Zahavi.
Im „Polizeiruf 110: Hermann“ wird bei der Entsorgung von Bauschutt die Leiche einer Bauingenieurin gefunden. Die Ermittlungen führen Kommissar Adam Raczek (Lucas Gregorowicz) nach Cottbus. Das Opfer arbeitete dort für den Bauunternehmer Karl Winkler (Sven-Eric Bechtolf). In den Fokus rückt ein Restitutionsanspruch: Zvi Spielmann (Dov Glickman) und seine Tochter Maya (Orit Nahmias) aus Israel streiten mit Elisabeth Behrend (Monika Lennartz) und deren Sohn Jakob (Heiko Raulin) um ein altes Haus in Cottbus … Unterstützung bei den Ermittlungen erhält Raczek von seiner ehemaligen Kollegin Alexandra Luschke (Gisa Flake)

6.11., 20.40 Uhr: Die Hauptpreise (Lubina) des Festivals

31. FilmFestival Cottbus Im Kulturzentrum "Bunter Bahnhof" in Cottbus sind am Samstagabend die Preise feierlich verliehen worden. Die Hauptpreise (Lubina) des Festivals: Bester Film: "107 Mothers" von Péter Kerekes.
31. FilmFestival Cottbus Im Kulturzentrum "Bunter Bahnhof" in Cottbus sind am Samstagabend die Preise feierlich verliehen worden. Die Hauptpreise (Lubina) des Festivals: Bester Film: „107 Mothers“ von Péter Kerekes.
© Foto: Michael Helbig
Bester Film: „107 Mothers“ von Péter Kerekes. Ein Film, der Realität und Fiktion in einem ukrainischen Gefängnis verbindet, so die Jury. Der Regisseur, der schon abgereist war und für die Preisverleihung wieder zurückkam, bedankt sich bei den 107 Müttern im Gefängnis Nr. 74, ohne die der Film nicht möglich gewesen wäre.
Beste Regie: Jan P. Matuszynski für „Leave No Traces“. Auch er ist schon abgereist und bedankt sich per Videobotschaft. Er erinnert sich an Cottbus, weil hier alles begann, vor einigen Jahren, als er seinen Plan für „Leave No Traces“ bei Connecting Cottbus vorstellte. Der Kreis schließt sich.
Herausragende Darstellerische Einzelleistung: Levan Tedaishvili in „Brighton 4th“. Regisseur Levan Koguashvili erzählt über seinen 70-jährigen Hauptdarsteller, der zweimal Olympiasieger und fünfmal Weltsieger im Wrestling war, dass er es hasst zu filmen. Zwei Klappen seien das Maximum, wenn man ein drittes Mal wiederholen müsse, muss der Regisseur ihn in ein Sushi Restaurant einladen.
31. FilmFestival Cottbus Im Kulturzentrum "Bunter Bahnhof" in Cottbus sind am Samstagabend die Preise feierlich verliehen worden.   Herausragende Darstellerische Einzelleistung: Levan Tedaishvili in "Brighton 4th". Regisseur Levan Koguashvili nimmt den Preis für seinen Hauptdarsteller entgegen
31. FilmFestival Cottbus Im Kulturzentrum "Bunter Bahnhof" in Cottbus sind am Samstagabend die Preise feierlich verliehen worden.   Herausragende Darstellerische Einzelleistung: Levan Tedaishvili in „Brighton 4th“. Regisseur Levan Koguashvili nimmt den Preis für seinen Hauptdarsteller entgegen
© Foto: ©Michael Helbig

6.11., 20.15 Uhr: Das Randale Orchester....

... sorgt wie schon bei der Eröffnung für musikalische Untermalung und intoniert zu Beginn fast schon das Motto des Abends: „letztes Bild und letzter Klang“. Doch ihr Song „Der Affe und ich“ bringt den Moderator mit seiner Anmoderation des nächsten Gesprächs etwas ins Stolpern, denn: Wer ist der Affe? Egal: „Heute wird gesoffen...“ singt das Randale Orchster. Darauf noch einen Shot an der Bar: „einen für die Liebe, einen für die Show, einen für den Weltfrieden und einen einfach so...“

6.11., 20.10 Uhr: Preise für die Kurzfilme

Sie haben bis zwei Uhr nachts diskutiert, sagt der Jurysprecher, und sich für den Spezialpreis für „Comrade Policeman“ von Assel Aushakimova aus Kasachstan entschieden. Der Hauptpreis geht an „Techno Mama“ von Saulius Baradinskas aus Lithauen - auch er bedankt sich mit einer Videobotschaft und sendet „a lot of love and good energy“.

6.11., 20.05 Uhr: Der U18-Preis für den besten Jugendfilm

„Youth Topia“ von Dennis Stormer und Marisa Meier. Produzentin Marisa Meier sagt, sie habe noch nie einen schöneren Preis bekommen, weil sich nicht nur einen Film über die Jugend, sondern für die Jugend machen wollte - und jetzt belohnt sie die Jugendjury in Cottbus.

6.11., 19.55 Uhr: Der Publikumspreis, gestiftet von der Lausitzer Rundschau

wurde überreicht von Oliver Haustein-Teßmer, dem Chefredakteur der Lausitzer Rundschau - und geht an „Abteil Nr. 6“, den Eröffnungsfilm des Festivals. In Cannes hatte das Publikum über den ganzen Abspann durch applaudiert, erzählt der Moderator. Und da der Film am Eröffnungsabend auch schon den Verleihförderpreis „Cottbus ins Kino“ bekommen hat, wird man ihn hoffentlich bald auch im Kino sehen können
31. FilmFestival Cottbus Im Kulturzentrum "Bunter Bahnhof" in Cottbus sind am Samstagabend die Preise feierlich verliehen worden.   Oliver Haustein-Teßmer, Chefredakteur der LAUSITZER RUNDSCHAU überrecihte an die Produzentin Melanie Blocksdorf den Preis Publikums-Preis für den Film "Abteil Nr. 6" von Juho Kuosmanen (Finnland, Deutschland, Estland, Russland, 2021)
31. FilmFestival Cottbus Im Kulturzentrum "Bunter Bahnhof" in Cottbus sind am Samstagabend die Preise feierlich verliehen worden.   Oliver Haustein-Teßmer, Chefredakteur der LAUSITZER RUNDSCHAU überrecihte an die Produzentin Melanie Blocksdorf den Preis Publikums-Preis für den Film "Abteil Nr. 6" von Juho Kuosmanen (Finnland, Deutschland, Estland, Russland, 2021)
© Foto: Michael Helbig

6.11, 19.50 Uhr: Preis für den besten Debütfilm ...

... geht an „Geranium“ von Cagil Bocut aus der Türkei. Der Regisseur ist allerdings schon am Flughafen BER und wartet auf seinen Rückflug, aber er schickt eine Videobotschaft.

6.11., 19.45: Dialog-Preis für die Verständigung zwischen den Kulturen

Der Jury gefielen die gleichen zwei Filme besonders gut, aber weil weil man die Preise nicht teilen darf, geht eine besondere Erwähnung an „Abteil Nr. 6“, aber der Pres geht „Hive“ von Blerta Basholli.

6.11, 19.40: Fipresci-Preis

Nicht nur bei der Oscar-Verleihung werden gelegentlich die Karten mit den Preisen vertauscht sondern auch beim Filmfestival Cottbus. Auch der Moderator muss erst mal sortieren, bis er die richtige Karte findet: Der Fipresci-Preis der internationalen Filmkritik geht an: ebenfalls Brighton 4th.

6.11., 19.35: Preis der ökomenischen Jury

Brighton 4th!

6.11., 19.25 Uhr: Es geht los ...

... doch bevor es losgeht, gönnt sich der Moderator erst mal einen Aperol Sprizz als Shot an der Bar... und Festivalchef Bernd Buder ein Bayreuther Bier.
31. FilmFestival Cottbus
 
Im Kulturzentrum "Bunter Bahnhof" in Cottbus sind am Samstagabend die Preise feierlich verliehen worden. 
Moderator Christian Metthée fuhr auf einem e-Roller vor.
31. FilmFestival Cottbus Im Kulturzentrum "Bunter Bahnhof" in Cottbus sind am Samstagabend die Preise feierlich verliehen worden. Moderator Christian Metthée fuhr auf einem e-Roller vor.
© Foto: ©Michael Helbig

6.11., 18.30 Uhr: Die Spannung steigt

Gleich geht’s los: Ab 19 Uhr werden die Preise des 31. Filmfestivals Cottbus vergeben. Die Preisverleihung im alten Großenhainer Bahnhof ist nur auf Einladung. Man kann das Event aber auf dem Youtube-Kanal des Festivals verfolgen:
Youtube

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5.11., 20 Uhr: Bislang kein Corona-Fall beim Festival

Gerade hat Sachsen angesichts steigender Zahlen ab Montag die 2G-Regel für Veranstaltungen eingeführt. Das Filmfestival Cottbus befolgt konsequent 3G, überprüft Impf- oder Testnachweise, nutzt die Luca-App, besteht auf Maskenpflicht... mit Erfolg. Bislang sei kein Corona-Fall aufgetreten, so Festival-Sprecherin Andrea Lenz. Wenn der Sitznachbar zu sehr hustet, gibt es trotzdem schon mal böse Blicke...

5.11., 15 Uhr: Der Junge ist toll

Er habe immer mit ihnen im Auto fahren wollen, erzählt Regisseur Ilgar Najaf über den kleinen Protagonisten in „Sughra’s sons“, dem höchst beeindruckenden Wettbewerbsbeitrag aus Aserbaidschan. Der Film zeigt aus Sicht des Kindes die Situation in einem Bergdorf 1941: Die Männer sind deportiert oder in die Berge geflohen, die Frauen im Dorf versuchen sich den Nachstellungen des Kolchosen-Vorsitzenden zu entziehen. Und die Kinder beobachten - und verstehen. Der kleine Protagonist wartet allerdings immer noch darauf, dass der Film auch in Baku im Kino läuft.

5.11., 12.30 Uhr: Shoppen in der Lausitz

Wer als Festivalgast sein Geld loswerden möchte, hat in Cottbus mehr als nur eine Gelegenheit dazu. Eine gepflegte Fußgängerzone lockt mit vielen inhabergeführten Geschäften zum Flanieren. Trendige Modemarken wie Mademoiselle Yeye, King Louie oder Blutsgeschwister gibt es in vielen Läden. Und weil in Cottbus die Geschäfte nicht so überlaufen sind, werden Kunden von freundlichen Inhaberinnen oder Mitarbeitenen beraten. Das Blechen Carré ist die Schlechtwetter-Alternative für Tage wie heute: Kaufhof, Intersport und eine Parfumerie, aber auch Cafés und Restaurants finden sich dort. Wer gegen 19 Uhr im Einkaufszentrum aufläuft, hat die Läden fast für sich allein. Auch schöne Gespräche ergeben sich dort meist - über Cottbus, das Filmfestival oder darüber hinaus. (bb)

5.11., 10 Uhr: Das beste Rührei der Stadt

Vor drei Wochen auf Lanzarote: Das Meer war blau, der Himmel auch und das Hotel war gut. Ein tolles Frühstück wurde aufgefahren, Köche standen am Herd und bereiteten Speisen frisch zu. Dann kam der Test: Das Rührei mit Pilzen. Es schmeckte – enttäuschend. Keine Ahnung, was die Spanier dort reinmischen, aber in Gedanken träumte ich mich von der Vulkaninsel in die Lausitz. Denn: Im Linder Congresshotel, gibt es das würzigste und beste Rührei der Welt. Frisch zubereitet, mit Zutaten wie Champignons, Schnittlauch oder Tomaten nach Wahl. Auch wenn alle behaupten, die Spezialitäten des Spreewalds seien die Gurken und der Meerrettich. Ich weiß es besser. Probieren Sie es aus und laden Sie Freunde und Bekannte ein – auf ein frisch gemachtes Rührei im Lindner. Guten Appetit! (bb)

4.11., 22 Uhr: Bitte keine Kunstfilme mehr

Applaus aus dem Publikum, als der junge polnische Regisseur Aleksander Pietrzak nach der Vorführung seines Films „Black Sheep“ offenherzig bekennt, Kunstfilme seien nicht so seins, diese schweren Themen, die so gern auf Festivals zu sehen seien... Sein Film, in dem eine polnische Familie fast daran zerbricht, dass die Mutter nach 25 Jahren Ehe ihr Begehren für Frauen entdeckt, ist in Polen in Publikumshit. Vielleicht, weil er seine schwer Themen gerade in ein herzerwärmendes Lob der Familie verpackt.

4.11., 18 Uhr: Wo kommen eigentlich die Untertitel her?

4.11., 16 Uhr: Blasmusik zur Völkerverständigung

„Alkohol gehört zur Folklore wie der Revolver zum Western“, sagt Regisseur Matevz Luzar bei der Vorstellung seines Wettbewerbsbeitrags „Orchestra“. Der Film schickt eine slownische Blasmusiktruppe zu einem Festival nach Österreich. Wesentlicher Motor des höchst amüsanten Streifens: Hochprozentiger in jeder Form und Verpackung.

3.11., 20 Uhr: Heimspiel: Cottbus-Film „Die Waldgänger“ feiert Premiere

Mockumentary: Tut so, als sei es eine Dokumentation, ist aber Fiktion. Regisseur Gordon Kämmerer hat mit dem Team des Staatstheaters Cottbus eine ganz besondere Corona-Bewältigungsstrategie erprobt: Sie haben sich im Theater eingeschlossen und einen Film gedreht. „Der Waldgänger“ feierte nun im Campuskino des Festivals Premiere. Mit dabei: das ganze Team, endlich auch live.

3.11., 16 Uhr: Schwerpunkt Kino aus der Slowakei

3.11., 13 Uhr: Ehrung für Piccolo-Regisseur Matthias Heine

Gestern sang die Festivalcombo Randale Orchster bei der Eröffnungsgala ein Lied von ihm, heute wird bekannt, dass der Cottbuser Dichter und Piccolo-Regisseur Matthias Heine für seinen Text „Ich habe den fliegen sehen“ unter den Preisträgern des vom Potsdamer Hans Otto Theater ausgelobten Literaturwettbewerbs „Brandenburger Dialoge“ ist. Preisverleihung ist am 17. November. Wir gratulieren.

3.11., 8 Uhr: Und wie war der Eröffnungsfilm „Abteil Nr. 6“?

Von Berlin nach Cottbus zu kommen sei fast so schwierig wie von Moskau nach Murmansk, scherzte Kirsten Niehuus vom Medienboard Berlin-Brandenburg bei der Eröffnung. Das Blöde nur: Man dürfe nicht rauchen und zu trinken gebe es auch nichts. Das ist in „Abteil Nr. 6“ anders. Wie der Eröffnungsfilm des finnischen Regisseurs Juho Kuosmanen ist, lesen Sie hier.

2.11., 19 Uhr: Der blaue Teppich ist ausgerollt - das Filmfestival ist eröffnet

2.11., 16 Uhr: Neue Spielstätte Altes Stadthaus

Weltspiegel, Obenkino, Kammerbühne – viele Spielstätten des Festivals sind etabliert und gut bekannt. Doch es gibt auch Neuerungen: Was Sie im Alten Stadthaus in diesem Jahr erwartet, und wie man so ein Gebäude zu einem Kino umrüstet, hat meine Kollegin Steffi Ludwig recherchiert.

1.11., 23 Uhr: Start mit Lausitzer Perlen

Die 19. Lausitzer FilmSchau – Łužyska filmowa pśeglědka – Łužiska filmowa přehladka hat am 1. November die Festivalwoche des 31. FilmFestival Cottbus eröffnet. 13 Beiträge von Filmschaffenden aus der Nieder- und Oberlausitz, darunter auch Beiträge mit sorbischem/wendischem Bezug, wurden im Filmtheater Weltspiegel Cottbus präsentiert. Gewonnen hat „Erdenmensch“ von Carolin Bloch, ein Kurzfilm, der als Nachricht an die Zuschauer gedacht ist.
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Auf den zweiten Platz kam das Musikvideo feat. Lil Handrij, das den durch den Braunkohleabbau verschwindenden Dörfern ein Denkmal setzt.
Der Publikumspreis ging an Jette, der während des Filmworkshops des Menschenrechtszentrum Cottbus entstand und in dem sich junge Menschen mit den Folgen der Corona-Maßnahmen auf ihr eigenes Leben auseinandersetzen.

1.11., 7 Uhr: Kleines Einmaleins zum Filmfest

Wo gibt es spät noch was zu essen und wo trifft man die Stars des Festvals, muss ich einen Corona-Test vorweisen und wo bekomme ich last minute noch Karten? Die wichtigsten Fragen zum Filmfestival beantworten wir hier.