Diesel und Benzin in Polen
: So günstig ist Tanken hinter der Grenze

Tanken in Polen: Wie die Preise für Benzin und Diesel jetzt an polnischen Tankstellen aussehen und wie man weniger Sprit verbraucht.
Von
Lisa Klopp-Jaber
Cottbus
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Tanken in Polen: Wie günstig die Preise für Diesel und Benzin an polnischen Tankstellen sind und wie man mit dem „richtigen“ Fahren weniger Sprit verbraucht. (Symbolbild)

Daniel Reinhardt/dpa

Das Wort „sparen“ ist in aller Munde. So natürlich ebenfalls bei den Autofahrern und Autofahrerinnen. Wer weniger Geld ausgeben möchte, sollte auf das „richtige“ Fahren und auf die Preise an den Tankstellen achten. Die Lausitzer an der Grenze zu Polen können viel Geld beim Tanken in Polen einsparen. Wie günstig Diesel und Benzin jetzt in Polen von Łęknica bis Zasieki sind und wie man mit dem richtigen Fahren weniger Sprit verbraucht.

Aktuelle Preise für Diesel und Benzin

Tipps für geringeren Spritverbrauch

Tanken in Polen: aktuelle Spritpreise

So viel kosten Benzin und Diesel bei Bad Muskau in Łęknica:

Diesel: 1,48 Euro pro Liter (28.01.2024)

Super E5: 1,52 Euro pro Liter (29.01.2024)

Super E10: 1,52 Euro pro Liter (27.01.2024)

So günstig sind die Spritpreise bei Görlitz in Zgorzelec:

Diesel: 1,48 Euro pro Liter (28.01.2024)

Super E5: 1,42 Euro pro Liter (28.01.2024)

Super E10: 1,42 Euro pro Liter (28.01.2024)

So viel kostet das Tanken bei Guben in Gubin:

Diesel: 1,48 Euro pro Liter (27.01.2024)

Super E5: 1,53 Euro pro Liter (28.01.2024)

Super E10: 1,45 Euro pro Liter (27.01.2024)

Das bezahlt man bei Forst in Zasieki für Diesel und Benzin:

Diesel: 1,52 Euro pro Liter (24.01.2024)

Super E5: 1,55 Euro pro Liter (24.01.2024)

Die Preise sind ungefähre Richtwerte. Quelle: mehr–tanken.de, abtankstellen.de, clever–tanken.de

Tanken und Sparen: So spart man Kraftstoff beim Fahren

Nicht nur ein Tankbesuch in Polen spart Geld. Mit den folgenden Tipps kann man Kraftstoff einsparen.

Sprit sparen nach dem Kaltstart

Wer seinen Motor beim Anfahren nach dem Kaltstart hochdreht, verbrennt übermäßig Sprit. Aber auch das komplette Gegenteil kann viel Kraftstoff verbrauchen. Denn so wird die Zeit verlängert, bis der Motor seine Betriebstemperatur erreicht, erklärt Matthias Brügge von der Zeitschrift „Auto Bild“.

Nur bei E–Autos spart sehr sanftes Anfahren dann Energie. Bei einem Verbrenner gilt es, das richtige Maß zu finden. Tipp zum Warmfahren: Nicht die Gänge hochdrehen, aber zügig beschleunigen — flott, aber auch wieder nicht zu schnell.

Sobald der Motor warm ist, arbeitet er effizient. Auch dann die Gänge nicht ausfahren. Meist sei ab 2000 Touren der jeweils höchste Gang richtig, so Brügge. Und beim Herunterschalten erst dann einen kleineren Gang einlegen, wenn der Motor ruckelt oder dunkel brummt.

Aber Sicherheit geht vor. „Das Gas geben und die Fahrweise immer an die möglicherweise glatten Straßenverhältnisse anpassen“, sagt Vincenzo Lucà vom Tüv Süd.

Warmlaufen lassen im Leerlauf — ist das überhaupt sinnvoll?

Wichtig: Die Kaltlaufphase so kurz wie möglich halten, denn sie kostet besonders viel Sprit und bringt mehr Verschleiß. Vielleicht dann besser den Motor im Stand etwas laufen lassen?

Nein. Ein Warmlaufen lassen im Leerlauf erhöht nicht nur den Motorverschleiß, benötigt mehr Sprit, sondern kann auch wegen der Umweltbelastung ein Bußgeld von 80 Euro nach sich ziehen, so Matthias Brügge. Zudem bringt es auch nicht viel. Im Leerlauf bleibt das Kühlwasser lange sehr kühl. Erst bei mittleren Drehzahlen unter Last erreiche ein Verbrenner die Betriebstemperatur.

Diese liegt bei Ottomotoren bei etwa 90 Grad, was am Instrument für die Kühlwassertemperatur direkt mit Temperaturangabe erkennbar sei. Bei manchen Modellen fehlt diese jedoch. Dann sollte sich der Zeiger in der Mitte der Skala aufhalten — bei ganz niedrigen Außentemperaturen auch etwas darunter.

Wann genau die richtige Betriebstemperatur des eigenen Motors erreicht ist und wo man sich im Cockpit darüber informieren kann, darüber dürfte auch die Betriebsanleitung Auskunft geben, so Lucà.

Nach dem Kaltstart sind die Öle noch zähflüssig

„Fünf bis zehn Sekunden sollte man auch dem Öl Zeit lassen, damit es im Motor alle Bereiche erreichen kann“, sagt Vincenzo Lucà. Und je kälter es draußen ist, desto zähflüssiger ist der Schmierstoff.

Und erst langsam erwärmt es sich. Das zeigt auch ein Test des ADAC. Hierbei erreichte das Motoröl bei einer Außentemperatur von minus 10 Grad nach 4 Minuten Warmlaufenlassen erst eine Temperatur von minus 7 Grad. Aber dafür wurden schon etwa 0,1 Liter Benzin verbraucht. Deswegen rät auch der Club, die Fahrt direkt nach dem Starten des Motors zu beginnen.

Auch das Getriebeöl ist noch kalt: „Bei Schaltwagen den Schaltknüppel immer sanft durch die Gassen führen und nicht reißen“, sagt Lucà. Sonst erhöhe sich der Verschleiß oder es drohten auf Dauer Schäden.

Idealerweise dreht man erst dann die Heizung auf, wenn der Motor auf Temperatur ist. Wenn vorzeitig Wärme in den Innenraum abgeführt wird, verlängert auch das laut Brügge die Kaltlaufphase des Verbrenners. Denn hier erwärmt die Motorabwärme den Innenraum.

Nicht mehr benötigte Verbraucher abschalten

Zwar produziert die Lichtmaschine bei Autos mit Verbrenner den Strom für Geräte und Funktionen an Bord — doch das kostet eben auch Sprit. Je mehr an sind, desto höher der Spritverbrauch. Daher ist es sinnvoll, diese nur bei Bedarf ein– und auszuschalten. Ein paar Beispiele: Beheizbare Front– und Heckscheiben können im Mittel auf 100 Kilometer schon bis zu 0,8 Liter Benzin mehr kosten. Eine Sitzheizung kann auf 100 km 0,1 Liter mehr bedeuten.

Aber: Nie an Verbrauchern für die Sicherheit sparen. Also etwa bei der Beleuchtung gerade im Winter, beim Radio für den Verkehrsfunk oder beim Gebläse gegen beschlagene Scheiben.

Auf der Autobahn: Weniger ist mehr Spritsparen

Beim Schnellfahren steigert der Luftwiderstand den Spritverbrauch massiv, er wachse im Quadrat zum Tempo. Ein Beispiel: Der Verbrauch bei 160 km/h liegt um die Hälfte über dem bei Tempo 100. Abgesehen davon bringe Schnellfahren keinen messbaren Zeitgewinn, so Redakteur Brügge. Dazu kommt die Gefahr durch rutschige oder überfrierende Straßen.

Sprit sparen mit Reifendruck

Gerade bei eiskalten Temperaturen wichtig: Regelmäßig den Reifendruck checken und nach Herstellerangaben einstellen. Denn kalte Luft zieht sich zusammen. So nimmt auch bei kalten Außentemperaturen der Druck im Reifen ab. Aber gerade zu niedriger Druck erhöht den Rollwiderstand der Pneus und erhöht den Spritverbrauch.

Unterwegs in der Lausitz
Donnerstag um 18.00 Uhr
Warum kommt die Bahn zu spät? Was bringt ein Tempolimit auf der Autobahn? Wir berichten über Mobilität in unserer Region - und darüber hinaus.