Krippen, Kitas und Schulen bleiben in Brandenburg vorerst bis 3. Mai für den allgemeinen Betrieb geschlossen. Das hatte die Landesregierung bereits am Mittwochabend mitgeteilt. Am Freitag folgten nun die konkrete Regelungen.

Geöffnet werden demnach ab Montag zunächst die Gymnasien für die Schüler, die ihre Abiturprüfungen machen müssen.

Prüfungen und Prüfungsvorbereitungen der Abschlussklassen dieses Schuljahres sollen dann nach entsprechenden Vorbereitungen ab 27. April wieder stattfinden. Das betrifft in Brandenburg die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen an Oberschulen, Gesamtschulen und Gymnasien und Förderschulen, die noch in diesem Jahr den Mittleren Abschluss erreichen wollen. Das gilt auch für berufliche Schulen, wie Ministerin Ernst am Nachmittag in Potsdam verkündete.

„Berufliche Schulen (Oberstufenzentren/OSZ) werden ab 27. April vorrangig Abschlussprüfungen durchführen, und zwar an der Fachschule Sozialwesen, Berufsfachschule Soziales, Berufsfachschule Landesrecht sowie Fachschule Technik und Wirtschaft. In der Fachoberschule (FOS) findet der Unterricht im 2. Jahrgang in den Prüfungsfächern sowie die anschließende Prüfung der Fachhochschulreife statt. In der Berufsschule wird das 3. Lehrjahr zwecks Prüfungsvorbereitung unterrichtet“, präzisierte das Ministerium kurz darauf.

Ab 4. Mai werden Schulen für mehr Schüler in Brandenburg geöffnet

Ab 4. Mai findet dann der Unterricht zusätzlich für alle Schüler statt, die im kommenden Jahr einen Abschluss machen. Das gilt auch für die Sechstklässler an Grundschulen, bei denen ja ein Schulwechsel anstehen wird.

Lerngruppen sollen in diesen Klassen geteilt geteilt. Grundschul-Klassen (6.) werden räumlich geteilt. An weiterführenden Schulen wird tageweise gewechselt. Ein Teil der Klasse kommt Montag, Mittwoch und Freitag, die andere Hälfte Dienstag und Donnerstag. Dann wird wochenweise gewechselt, so Ministerin Ernst.

Eine ausschließliche Beschränkung auf die Kernfächer werde es nicht geben, teilt die Pressestelle des Ministeriums mit. Für die Pausengestaltung sollen die Schulen Konzepte erarbeiten, um das Einhalten der Abstandsregeln sicherzustellen. Die Mischung von Lerngruppen soll vermieden, klassenübergreifende Arbeitsgemeinschaften sollen ausgesetzt werden.

Zudem soll es zusätzliche Angebote für Schüler geben, bei denen Homeschooling nicht funktioniert. Diese sollen ein besonderes Angebot in den Schulen bekommen. Wie dieses aussieht, sagte die Ministerin nicht.

„Bis zum Sommer werden wir keinen Regelunterricht in Brandenburg erleben“, kündigte Ministerin Ernst an.

So regelt Sachsen den Schulbetrieb ab Montag

Sachsens Landesregierung hat ebenfalls am Freitag eine Allgemeinverfügung zum Schulbetrieb erlassen. Danach bleiben Schulen in öffentlicher und freier Trägerschaft bis einschließlich 3. Mai geschlossen. „Unterricht und schulische Veranstaltungen finden in dieser Zeit für einen Großteil der Schülerinnen und Schüler nicht statt. Nur für die Schüler aller Abschlussklassen an den Gymnasien, Berufsbildenden Schulen, Oberschulen und Förderschulen werden die Schulen nach den Osterferien wieder geöffnet“, teilt das Kultusministerium mit. Konsultationen, die Durchführung von Prüfungen und Prüfungsvorbereitungen könnten damit stattfinden.

Erst ab dem 22. April beginnt die eigentliche Prüfungsvorbereitung für die Schülerinnen und Schüler. Konsultationen für Abiturientinnen und Abiturienten sind allerdings schon ab dem 20. April möglich.

Lockerungen in Brandenburg beschlossen

Kleinere Läden dürfen in Brandenburg ab Mittwoch nächster Woche wieder öffnen - auch in Einkaufszentren. Das gilt für bis zu 800 Quadratmeter Verkaufsfläche sowie für Auto-, Fahrrad- und Buchhändler, wie das Kabinett am Freitag in einer Telefonkonferenz beschloss. Auch Museen und Tierparks - ohne Tierhäuser - können von Mittwoch an unter Hygieneauflagen öffnen.

Das generelle Demonstrationsverbot in Brandenburg wegen der Corona-Krise wird wieder aufgehoben. Das Kabinett beschloss, dass Versammlungen unter freiem Himmel mit bis zu 20 Menschen auf Antrag möglich sind, wenn das vertretbar ist. Taufen und Bestattungen sind ebenfalls mit bis zu 20 Teilnehmern erlaubt.

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