Brandenburgs Schüler müssen Mund-Nasen-Schutz in der Schule tragen. Darauf haben sich Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) und Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) am Mittwoch geeinigt.
Das veränderte Infektionsgeschehen mache das nötig, hieß es aus dem Bildungsministerium. Die Maskenpflicht für alle Schulen wird in die SARS-CoV-2-Umgangsverordnung des Lands aufgenommen.
Demnach müssen alle Personen in den Schulgebäuden - auf Fluren, Gängen, Treppenhäusern und Aulen sowie beim Anstehen in der Mensa - eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Die Maskenpflicht soll aber nicht im Unterricht und nicht auf dem Schulhof gelten.

Potsdam

Für die Horte soll es ähnliche Regelungen geben. Auch hier werden die pädagogischen Räume und die Außenanlagen ausgenommen. Die geänderte Umgangsverordnung soll am nächsten Dienstag vom Kabinett beschlossen werden.

Masken müssen in Brandenburg nicht im Unterricht getragen werden

Man trage damit „den Sorgen und Wünschen der Eltern und Schüler Rechnung, die sich in vielen Briefen an uns gewendet haben“, sagte Bildungsministerin Ernst. „Ziel ist es, alles dafür zu tun, dass Unterricht in Brandenburg möglichst im Regelbetrieb stattfinden kann.
Das Bildungsministerium hatte sich zunächst gegen eine Maskenpflicht ausgesprochen. Doch nun steigen die Corona-Fallzahlen wieder. In Brandenburg gibt es laut Meldung am Mittwoch 14 neue Corona-Infektionen. Die Zahl der aktuell Erkrankten wird auf rund 90 geschätzt. Gesundheitsministerin Nonnemacher hatte deshalb die Maskenpflicht für die Schulen ins Gespräch gebracht. „Weltweit und in allen Bundesländern nimmt das Infektionsgeschehen in unterschiedlichem Ausmaß wieder spürbar zu“, so die Grünen-Politikerin. „Angesichts dieser aktuellen Lage wollen wir den Schulstart im Regelbetrieb mit zusätzlichen Schutzmaßnahmen flankieren.“