Die Brandenburgerinnen und Brandenburger können auf die landesweite Öffnung von weiteren Geschäften und von Museen je nach Infektionslage hoffen. Dabei bahnt sich eine landesweite Regelung von Öffnungsschritten je nach Corona-Infektionszahlen an. Am Donnerstag sprach sich die große Mehrheit der Kommunen in einer Telefonkonferenz des Kabinetts mit Kreisen und kreisfreien Städten demnach dafür aus. Damit sollen unterschiedliche Regelungen in einzelnen Landkreisen und kreisfreien Städten verhindert werden, auch um Fahrten von hier nach da zu vermeiden.
Das Kabinett entscheide am Freitag auch über die Frage, ob in Kreisen und kreisfreien Städten je nach Inzidenz unterschiedliche Lockerungen erfolgen, teilte Regierungssprecher Florian Engels mit. Nach Gesprächen im Kabinett sowie mit den Landräten und Oberbürgermeistern „ist die klare Tendenz zu landeseinheitlichem Vorgehen“.

Was für die Schulen in Brandenburg geplant ist

Drei Wochen nach den Grundschulen sollen in Brandenburg auch die weiterführenden Schulen der Sekundarstufen 1 und 2 wieder öffnen. Nach dpa-Informationen ist die Öffnung dieser Schulen im Wechselunterricht für den 15. März geplant. Zuerst hatte die „Märkische Oderzeitung“ (online) darüber berichtet. Erwartet wurde, dass Regierungschef Dietmar Woidke (SPD) die weiteren Schulöffnungen am Nachmittag in einer Sondersitzung des Landtags ankündigen wird. Die Grundschüler sind seit 22. Februar im Wechselunterricht zwischen Schule und daheim.

Bund und Länder haben sich auf Stufenplan geeinigt

Bund und Länder beschlossen am Mittwoch grundsätzlich, den Lockdown bis zum 28. März zu verlängern. In Ländern oder Regionen zwischen 50 und 100 neuen Infektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche soll der Einkauf im Einzelhandel und der Besuch von Museen ab 8. März mit Termin erlaubt werden, bei unter 50 gilt nur eine Begrenzung der Kundenzahl pro Fläche. Weitere Öffnungen sind davon abhängig, ob sich der Wert zwei Wochen lang nicht verschlechtert. Dann wären zuerst die Gastronomie im Freien sowie Kinos und Theater dran – bei einer Sieben-Tage-Inzidenz zwischen 50 und 100 mit Schnell- oder Selbsttest. Bei einem Inzidenzwert von über 100 an drei aufeinander folgenden Tagen ist eine Notbremse vorgesehen.

So ist die Infektionslage in Brandenburg

Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Donnerstag in Brandenburg bei 64,2. Damit wären auch Lockerungen in Landkreisen möglich, die über 100 neue Infektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche haben. Dagegen können die Geschäfte oder Museen in Kreisen und Städten mit einem Wert von unter 50 bei landesweiter Regelung nicht in größerem Umfang – ohne vorherige Terminbuchung – öffnen. Die SPD-Fraktion im Landtag hatte „Insel-Lösungen“ vorgeschlagen.
Vom kommenden Montag an können sich nach der Vereinbarung zwei Haushalte mit bis zu fünf Menschen treffen, bisher war es ein Haushalt mit einer weiteren Person. Kosmetikstudios sollen für diejenigen mit negativem Corona-Test offen stehen, wenn nicht dauerhaft Maske getragen werden kann. Woidke verwies darauf, dass es mehr Schnell- und Selbsttests geben soll.
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