Zehn Abgeordnete haben die Lausitz bisher im Deutschen Bundestag vertreten. Ein großer Teil von ihnen wird dies nach dem Wahlabend am 26. September nicht mehr tun. Dafür rücken neue Gesichter für die Region in den Bundestag ein.
Laut dem vorläufigen amtlichen Endergebnis vom Montagmorgen werden es zwölf Lausitzer Bundestagsabgeordnete sein. Einige mussten allerdings in der Nacht noch zittern.
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Cottbus

SPD und AfD holen Direktmandate in der Lausitz

Die Direktmandate in den Brandenburger Wahlkreisen hatte allesamt die SPD gewonnen. Für die Lausitz bedeutet dies, dass Sylvia Lehmann (66, SPD) den Spreewald erneut im Bundestag vertreten wird. Neu in den Bundestag ziehen Maja Wallstein (34, SPD) aus Cottbus/Spree-Neiße und Hannes Walter (36, SPD) aus Elbe-Elster/OSL ein.
In Ostsachsen hat hingegen die AfD ihre Direktmandate verteidigt. Karsten Hilse (56, AfD) und Tino Chrupalla (45, AfD) bleiben somit im Bundestag vertreten.

Diese Lausitzer ziehen über die Landeslisten in den Bundestag ein

Zusätzliche Lausitzer haben es über die Landeslisten ihrer Parteien in den Bundestag geschafft. Bei der CDU ist das Jana Schimke (41, CDU), die ihren Direktwahlkreis 62 zwar verloren aber über Platz 3 der Landesliste knapp in den Bundestag einziehen könnte. Zittern musste in der Nacht noch Knut Abraham (54, CDU) aus Elbe-Elster. Erst am Morgen die Gewissheit: Es hat knapp gereicht.
Sicher in den Bundestag zieht Christian Görke (59, Linke) ein. Er war Spitzenkandidat seiner Partei in Brandenburg und trat zudem – chancenlos – in Cottbus und Spree-Neiße an.
Für die AfD ziehen über die Landesliste Steffen Kotré (50, AfD) und Norbert Kleinwächter (35, AfD) aus Dahme-Spreewald erneut in den Bundestag ein.
In Sachsen hat Kathrin Michel (56, SPD) dank Platz 2 auf der Landesliste ihren Sitz im Bundestag sicher. Caren Lay (48, Linke) ist ebenfalls wieder im Bundestag vertreten.