Wahl 2024 in Schleife
: Wer neu für den Gemeinderat antritt und wer sich zurückzieht

Für Schleife, Groß Düben und Trebendorf haben sich die Kandidaten für den Gemeinderat gefunden. In einem der Dörfer droht eine reine Männerwirtschaft.
Von
Regina Weiß
Schleife
Jetzt in der App anhören
In einem Wahllokal wird ein Stimmzettel in eine Wahlurne geworfen. Das konnten die wahlberechtigten Weißenhornerinnen und Weißenhorner am 14.1.2024 im Rahmen der Landratswahl ebenfalls tun (Symbolbild).

Am 9. Juni 2024 werden auch die Gemeinderäte in Schleife, Groß Düben und Trebendorf neu gewählt. Welche Kandidaten es auf die Wahlscheine geschafft haben.

Uli Deck/dpa

Dass nach einer Kommunalwahl der Gemeinderat plötzlich schrumpfen kann, das ist durchaus möglich. Schleife war vor fünf Jahren ein solches Beispiel. AfD-Kandidat Mathias Lampe hatte 2019 so viele Stimmen geholt, dass er zwei weitere Mitstreiter hätte mitziehen können. Doch die gab es mangels Masse nicht.

Das soll 2024 nicht noch einmal passieren. Deshalb tritt die Alternative für Deutschland (AfD) für den Gemeinderat Schleife mit fünf Bewerbern an. Diese sind Mathias Lampe, Angelika Kuhz, Falk Passow, Christian Viehweg und Carsten Kirchner.

Wer nicht mehr in Schleife antritt und wer neu dabei ist

Diese und drei weitere Wahlvorschläge hat der Gemeindewahlausschuss Schleife jüngst gebilligt. Insgesamt treten 24 Frauen und Männer an. Nicht mehr dabei ist die Partei Die Linke. Auch die Wählervereinigung Heimatverein, Schützenverein und Freunde der Feuerwehr, die 2019 noch kandidiert hatten, tritt nicht mehr an.

Dafür gibt es eine neue Wählervereinigung. Die IG Mulkwitzer Hochkippen will es wissen. Sie hat schon auf Wahlkampfmodus geschaltet. Auf ihrer Facebookseite heißt es: „Unser Hauptthema wird natürlich der Kampf gegen die enorme Naturzerstörung auf den Mulkwitzer Hochkippen sein. Aber nicht nur. Wir haben genug von Ja-Sagern und Abnickern.“ Die 40 geforderten Unterstützungsunterschriften hat sie mit 87 übertroffen. Für die IG treten an:  Daniel Jakubik, Petra Hascha, René Krahl und Madlen Kulling.

Wählervereinigung schickt in Schleife acht Kandidaten ins Rennen

Die meisten Bewerber für den Rat schickt die Wählervereinigung Lok Schleife ins Rennen. Es sind acht: Sten Kowalick, Wolfgang Goldstein, Mario Klar (2019 noch für CDU angetreten), Sven Scholtka, Paul Sämann, Pascal Noack, Manuela Wolf und René Jeschke.

Die CDU tritt mit sieben Kandidaten an: Daniel Struck, Matthias Jainsch, Marco Jainsch, Gert Emmrich, Dana Lehnik, Marco Hülse und Detlef Rölke.

Ganz anders das Bild im Nachbarort Trebendorf. Waren 2019 noch drei Wählervereinigungen am Start, gibt es nur noch einen Wahlvorschlag, den der Wählervereingung Trebendorf. Damit regiert künftig die Männerwirtschaft. „Es wollte keine Frau antreten“, bedauert Bürgermeister Robert Sprejz (WV Trebendorf). Zur Wahl stehen: Frank Gärtig, Thomas Husse, Thomas Gürbig, Enrico Kliemann, Benjamin Manthei, Christian Struck, René Mettke, Markus Bierbaum, Jarno Hoffmann, Uwe Radtke und Bernd Kowalick.

In Groß Düben schicken die jeweiligen Ortsteile ihre Kandidaten ins Rennen. Für die Wählervereinigung Groß Düben sind das: Reinhard Holz, Lutz Herrmann, Frank Zech, Markus Stoppe, Markus, Janet Urbitsch, Katrin Pullmann, Andreas Kubis, Stefan Grosa und Stefan Zech. Für Halbendorf: Susan Rottnick, Janine Maßnick, André Ahr, Frank Hottas, Oliver Peto, David Peto und Dino Wels.