Thüringen-Wahl
: Alle Ergebnisse und Stimmen zur Landtagswahl

Alles Wichtige zur Landtagswahl in Thüringen heute live – Ergebnisse, Reaktionen, Stimmen, Bilder und Grafiken im Newsblog.
Von
Nicole Züge,
dpa
Erfurt
Jetzt in der App anhören
Thüringer Landtag: ARCHIV - 14.06.2024, Thüringen, Erfurt: Der Thüringer Landtag. (zu dpa: «Wie es in Thüringen nach der Wahl weitergeht») Foto: Martin Schutt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Der Thüringer Landtag. Im Moment ist noch unklar, wie es nach der Thüringen-Wahl weitergeht. Die Sondierungsgespräche beginnen.

Martin Schutt/dpa

Die Landtagswahl in Thüringen beschert der AfD einen historischen Erfolg: Erstmals ist die rechte Partei bei einer Landtagswahl stärkste Kraft geworden.

Landtagswahl Thüringen: alles Wichtige zur Wahl

Alles Wichtige zum Wahlsonntag, Spitzenkandidaten, Ergebnisse der Wahl 2024 in Thüringen und wie es nach der Wahl weitergeht.

Aktuelle Ergebnisse der Thüringen-Wahl

+++ Montag, 2. September, 20.27 Uhr: Thüringer AfD will mit CDU und BSW reden

Thüringens AfD will nach ihrem Erfolg bei der Landtagswahl in Gespräche für eine mögliche Regierungsbildung eintreten. Der Landesvorstand habe einstimmig beschlossen, die Parteispitze der CDU sowie des Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) zu Gesprächen einzuladen, teilte Parteivize Torben Braga in Erfurt mit. Es gehe darum, „zu sondieren, ob eine gemeinsame Basis für eine Zusammenarbeit vorhanden ist“.

Sowohl CDU als auch BSW haben eine Zusammenarbeit mit der Partei von AfD-Rechtsaußen Björn Höcke ausgeschlossen, einige in der CDU wollen aber zumindest ein Gespräch.

Mit CDU und BSW beständen programmatische Gemeinsamkeiten, aber auch erhebliche politische Differenzen, heißt es in der AfD-Mitteilung. „Thüringen und Deutschland stehen jedoch vor großen Herausforderungen, die eine zeitnahe Regierungsbildung erfordern.“

Der Thüringer Co-Vorsitzende Stefan Möller sowie die AfD-Vorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla machten in Berlin nochmals deutlich, dass die AfD eine Regierungsbeteiligung beanspruche. Möller vertrat Höcke, der sich zeitweise im AfD-Fraktionsraum im Landtag aufhielt, in Berlin.

Die Landeschefin der Thüringer Linken, Ulrike Grosse-Röthig, sieht die CDU in der Pflicht, das schwierige Wahlergebnis in ein mehrheitsfähiges Regierungsmodell umzusetzen. Grosse-Röthig bekräftigte nach einer Vorstandssitzung in Erfurt ihre Forderung, dass die CDU, die in Thüringen regieren will, ihr Verhältnis zur Linken und damit ihren Unvereinbarkeitsbeschluss überdenken sollte.

Ramelow strebt kein Amt an

Linke-Ministerpräsident Bodo Ramelow erklärte, er werde sein Mandat als direkt gewählter Abgeordneter antreten und die Interessen seiner Wähler in der kommenden Legislaturperiode im Landtag vertreten. Ramelow hatte trotz des schwachen Abschneidens seiner Partei bei der Landtagswahl am Sonntag seinen Wahlkreis in der Thüringer Landeshauptstadt direkt gewonnen.

Der 68-Jährige kündigte an, er werde die Arbeit der neuen Fraktionsführung unterstützen - „als Linker, in der Thüringer Linken“. Spekulationen, er könnte die Linke verlassen, seien völliger Unsinn. Ramelow ist weiter Ministerpräsident, bis eine neue Regierung im Amt ist.

CDU, BSW, SPD hat keine Mehrheit im Thüringer Landtag

Das Koalitionsmodell CDU, BSW, SPD, das im Vorfeld der Wahl diskutiert wurde, hat mit 44 Sitzen keine Mehrheit im Thüringer Landtag, es fehlt ein Abgeordneter. Ramelow hatte noch am Wahlabend angesichts des schwierigen Wahlergebnisses Unterstützung bei der Regierungsbildung angeboten - falls das von den anderen Parteien gewünscht sein sollte. „Ich werde alles tun, dass es zu einer Mehrheitsregierung kommt.“

+++ Montag, 2. September, 13.28 Uhr: Spitzenkandidaten der Thüringen-Wahl

Sowohl das Bündnis Sahra Wagenknecht, als auch die AfD, haben die Berichterstattung zur Thüringen-Wahl im Vorfeld und am Wahltag selbst, geprägt. Beide Parteien haben massive Erfolge eingefahren. Wer sind die Spitzenkandidatin bzw. der Spitzenkandidat? Ein Überblick über Herkunft, Familie und politische Stationen:

Wer ist Katja Wolf? Ein Steckbrief über die Spitzenkandidatin des Bündnis Sahra Wagenknecht

Björn Höcke (AfD): Herkunft, Familie, Skandale - Wichtiges nach der Thüringen-Wahl

+++ Montag, 2. September, 12.24 Uhr: Was heißen die Zahlen für Brandenburg – Leseempfehlungen aus der Redaktion

Die Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen geben wichtige Hinweise, wie am 22. September in Brandenburg gewählt werden könnte. Eine Analyse von Ulrich Thiessen.

Sachsen und Thüringen haben gewählt. Nun ist Brandenburg an der Reihe. Das sind die fünf Lehren für die Landtagswahl am 22. September. Eine Analyse von Bodo Baumert.

+++ Montag, 2. September, 8.10 Uhr: CDU in Thüringen braucht BSW - und Linke

Nach dem Erfolg der AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen beraten die angeschlagenen Ampel-Parteien in Berlin über Konsequenzen. Gemeinsam mit den Spitzenkandidaten aus den Ländern stehen die Parteichefs Rede und Antwort. In den Ländern zeichnen sich schwierige Regierungsbildungen ab. Sowohl in Sachsen als auch in Thüringen will die CDU den Ministerpräsidenten stellen. Allerdings ist unklar, mit welchen Bündnissen dies gelingen könnte.

In Thüringen liegt die AfD zwar weit vorn, bleibt aber bei der Bildung einer neuen Regierung wohl außen vor, weil die übrigen Parteien eine Koalition mit ihr ausschließen. Zwischenzeitlich hatte es Hoffnungen gegeben, es könnte für ein noch nie dagewesenes Bündnis aus CDU, Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) und SPD reichen, doch dann ergab sich ein Patt der Sitze im Landtag: 44 für die mögliche Dreierkoalition auf der einen und 44 Sitze für die mögliche Opposition von AfD und Linken auf der anderen Seite.

Ein solches Bündnis wäre damit auch auf die Linke angewiesen. Der Co-Vorsitzende der Thüringer Linken, Christian Schaft, sagte der dpa, sollten Tolerierungsverhandlungen oder Ähnliches nötig werden, würde seine Partei „offen“ in diese Gespräche gehen. Für die CDU dürfte so ein Modell Diskussionen bedeuten, denn ein Bündnis mit der Linken hat die Partei bislang mit einem Beschluss des Bundesparteitags ausgeschlossen.

CDU-Landeschef Mario Voigt wollte sich noch nicht festlegen, ob eine von ihm geführte Regierung sich von der Linken tolerieren lassen würde. Er kündigte zunächst an, auf die SPD zugehen zu wollen und auch zum BSW „gesprächsoffen“ zu sein. Vor allem CDU-Politiker stören sich allerdings daran, dass Wagenknecht Mitglied der DDR-Staatspartei SED war und später eine führende Figur der kommunistischen Plattform in der Linken. Eine Koalition wäre jedoch möglich, denn nach einem Unvereinbarkeitsbeschluss darf die CDU weder mit der AfD noch mit der Linken koalieren - das BSW ist aber nicht davon erfasst.

Schlappe für die Ampel im Bund

Für die Ampel-Parteien im Bund sind die Ergebnisse der Wahlen in Thüringen und Sachsen ein heftiger Dämpfer. SPD-Chefin Saskia Esken forderte, Kanzler Olaf Scholz müsse deutlicher machen, dass die SPD die Regierung in Berlin anführt. Aus der FDP kamen Querschüsse von Parteivize Wolfgang Kubicki, der auf der Plattform X schrieb, die Ampel habe ihre Legitimation verloren. Grünen-Chef Omid Nouripour machte „überflüssigen Streit“ in der Ampel-Koalition für die schlechten Ergebnisse verantwortlich. Es gilt allerdings als unwahrscheinlich, dass eine der drei Parteien auch angesichts schlechter Umfragewerte im Bund vorzeitig platzen lässt.

In der CDU muss die schwierige Frage beantwortet werden, ob und wie es eine Zusammenarbeit mit BSW und Linken geben kann. Parteichef Friedrich Merz hatte eine Kooperation mit dem BSW zunächst strikt abgelehnt. Nach Protest der Wahlkämpfer im Osten rückte Merz davon ab und erklärte die Frage zur Sache der Landespolitiker.

+++ 23:53 Uhr: Polizei zieht Bilanz

Die Thüringer Polizei war mit einem Großaufgebot bei der Landtagswahl im Einsatz. Grund waren „umfangreiche Versammlungen und Veranstaltungen im gesamten Freistaat“. „Bislang wurden elf anlassbezogene Strafanzeigen mit insgesamt 60 Tatverdächtigen aufgenommen. Den Schwerpunkt bildeten Verstöße gegen das Versammlungsgesetz durch 30 Personen, welche sich im Laufe eines Aufzugs in Erfurt vermummten“, heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei am Abend. Mit direktem Bezug zur Landtagswahl sei es „vereinzelt zu kleineren Störungen“ gekommen, die den Ablauf der Wahl jedoch zu keiner Zeit behinderten hätten.
Zur Bewältigung der polizeilichen Lage waren auch Polizisten aus Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt, Hessen sowie Mecklenburg-Vorpommern im Einsatz.

+++ 23:36 Uhr: Höcke schafft es doch noch in den Landtag

Thüringens umstrittener AfD-Chef Björn Höcke hat ein Direktmandat in seinem Wahlkreis in Ostthüringen verpasst, aber über die Landesliste den Sprung in den Landtag geschafft. Der 52-Jährige erhielt laut vorläufigem Ergebnis 38,9 Prozent der Stimmen im Wahlkreis Greiz II. Als Spitzenkandidat gelang Höcke aber über die Landesliste der Einzug in den Landtag. Die meisten Stimmen in Höckes Wahlkreis gingen an CDU-Bildungspolitiker Christian Tischner, der 43 Prozent bekam.
Höcke hatte lange nach einem aussichtsreichen Wahlkreis gesucht, nachdem er bei der Landtagswahl vor fünf Jahren im katholisch geprägten Thüringer Eichsfeld gegen die CDU verloren hatte. Er wohnt in einem kleinen Ort im Eichsfeld im Norden Thüringens.

+++ 23:14 Uhr: Vorläufiges Endergebnis: Die AfD gewinnt in Thüringen

In Thüringen hat die AfD erstmals bei einer Landtagswahl in Deutschland die meisten Stimmen bekommen. Die Partei von Spitzenkandidat Björn Höcke erzielte nach Auszählung aller Wahlbezirke 32,8 Prozent, wie die Landeswahlleitung auf ihrer Webseite bekanntgab. Die AfD landet damit deutlich vor der CDU, die 23,6 Prozent erhielt. Auf den dritten Rang kam das neu gegründete Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW), das 15,8 Prozent erreichte und damit die Linke (13,1 Prozent) auf den vierten Rang verwies. Die SPD schaffte mit 6,1 Prozent ebenso den Einzug in den Landtag, nicht aber die Grünen, die nur 3,2 Prozent erreichten. Die Wahlbeteiligung lag mit 73,6 Prozent deutlich höher als zuletzt.

Weitere Newsblogs zum Wahlsonntag in Sachsen und Thüringen

Newsblog zur Sachsen-Wahl

Newsblog zur Oberbürgermeisterwahl in Weißwasser

+++ 23:04 Uhr: CDU will sich noch nicht festlegen

Thüringens CDU-Chef Mario Voigt will sich noch nicht festlegen, ob eine von ihm geführte Regierung sich möglicherweise von der Linken tolerieren lassen würde. „Jetzt muss es erstmal darum gehen, dass Thüringen einen stabilen Weg findet, die politischen Mehrheitsverhältnisse im Parlament so zusammenzubringen, dass die Themen angepackt werden können“, sagte Voigt der Deutschen Presse-Agentur am Abend in Erfurt. Er habe zur Kenntnis genommen, dass der bisherige Thüringer Ministerpräsident und Linken-Spitzenkandidat Bodo Ramelow angeboten habe, ihn zu unterstützen. Es gelte jedoch, das endgültige Wahlergebnis abzuwarten.
Kurz vor Ende der Auszählung zeichnete sich ab, dass ein Bündnis aus CDU, BSW und SPD eine Mehrheit im Landtag knapp verpassen könnte. Eine solche Koalition könnte sich aber als Minderheitsregierung von der Linken tolerieren lassen.

+++ 22:45 Uhr: Linke würde CDU-Regierung tolerieren

Sollte nach der Auszählung aller Stimmen bei der Thüringer Landtagswahl ein mögliches Bündnis aus CDU, BSW und SPD keine parlamentarische Mehrheit erhalten, ist aus Sicht der Linken eine Tolerierung einer solchen Koalition nicht ausgeschlossen. „Wenn das so wäre, muss man wirklich alle Optionen auf den Tisch legen“, sagte der Co-Vorsitzende der Thüringer Linken, Christian Schaft, der Deutschen Presse-Agentur. „Wir wollen Stabilität.“ Eine Voraussetzung dafür sei aber, dass die CDU ihren Parteitagsbeschluss überdenke, der ihr jede Zusammenarbeit mit den Linken verbietet. Sollten Tolerierungsverhandlungen oder Ähnliches nötig werde, würde er und seine Partei jedenfalls „offen“ in diese Gespräche gehen, sagte Schaft.

+++ 22:22 Uhr: Schwierige Regierungsbildung in Thüringen

Nach dem starken Abschneiden der AfD bei der Landtagswahl zeichnet sich eine extrem schwierige Regierungsbildung in Thüringen ab. Ein Bündnis aus CDU, BSW und SPD, das als mögliche Option gilt, kommt nach Hochrechnungen bislang nicht auf eine Mehrheit der Landtagssitze. Es wäre damit auch auf die Linke angewiesen. Eine Koalition mit dieser Partei hat die CDU jedoch per Bundestagsparteitagsbeschluss ausgeschlossen.
Auf den ersten Platz schaffte es laut Hochrechnungen von ARD und ZDF die AfD von Landeschef Björn Höcke - sie landete damit erstmals seit ihrer Gründung 2013 bei einer Landtagswahl auf Platz eins. Aussichten auf eine Koalition hat die in Thüringen vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestufte AfD kaum, alle anderen Parteien haben eine Zusammenarbeit mit ihr ausgeschlossen.

+++ 22:10 Uhr: Ramelow gewinnt seinen Wahlkreis

Thüringens langjähriger Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) zieht als Direktkandidat in den Landtag in Erfurt ein. Der 68-Jährige gewann seinen Wahlkreis in Erfurt gegen Mitbewerber unter anderem von AfD, CDU und SPD. Der Linke-Politiker erhielt 42,4 Prozent der Stimmen. Er verteidige damit sein Direktmandat, das er bereits in der vergangenen Legislaturperiode des Parlaments hatte, trotz eines insgesamt deutlich schwächeren Abschneidens der Linken als vor fünf Jahren.

+++ 21.18 Uhr: Höcke verpasst Direktmandat in Ostthüringen

Thüringens umstrittener AfD-Chef Björn Höcke hat ein Direktmandat in seinem Wahlkreis in Ostthüringen verpasst, obwohl seine Partei insgesamt ihr bisher bestes Ergebnis in Thüringen erzielte. Der 52-Jährige erhielt laut vorläufigem Ergebnis 38,9 Prozent der Stimmen im Wahlkreis Greiz II. Die meisten Stimmen gingen an CDU-Bildungspolitiker Christian Tischner, der 43 Prozent bekam.

Höcke hatte lange nach einem aussichtsreichen Wahlkreis gesucht, nachdem er bei der Landtagswahl vor fünf Jahren im katholisch geprägten Thüringer Eichsfeld gegen die CDU verloren hatte. Er wohnt in einem kleinen Ort im Eichsfeld im Norden Thüringens.

Die Wahlkreissuche für den AfD-Rechtsaußen hatte auch den Hintergrund, dass er bei einem Scheitern als Direktkandidat bei guten AfD-Ergebnissen in anderen Wahlkreisen Gefahr laufen könnte, als Spitzenkandidat nicht in den Landtag zu kommen. Er hat jetzt noch die Chance, als AfD-Spitzenkandidat über die Parteiliste ins Parlament zu kommen.

In Sachsen ist die AfD derzeit zweitstärkste Kraft. Aber es ist knapp! Alle Ergebnisse der Sachsen-Wahl heute hier im Liveticker.

+++ 20.54 Uhr: Wagenknecht: Strebe kein Ministeramt an

BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht will sich zwar in eine mögliche Regierungsbildung in Thüringen einbringen, jedoch nicht Ministerin werden. „Ich persönlich strebe kein Ministeramt an, weil mein Platz ist eben im Bundestag“, sagte Wagenknecht dem Sender Welt TV. Ihre Aufgabe sei es, das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) mit einer starken Fraktion in den Bundestag zu führen, sagte Wagenknecht mit Blick auf die nächste Bundestagswahl, die nach aktuellem Stand für September 2025 geplant ist.

Wagenknecht machte erneut ihren Machtanspruch für Thüringen deutlich. „Und natürlich wollen wir eine Regierung bilden, aber die CDU muss sich dann auch auf uns zubewegen, damit das eingelöst werden kann, was wir den Wählerinnen und Wählern versprochen haben.“ Man stehe nicht für eine schlechte Regierung zur Verfügung.

Die 55-Jährige hatte vor der Landtagswahl als Voraussetzungen für eine Regierungsbeteiligung des BSW in Thüringen ein Ende der Waffenlieferungen an die Ukraine, mehr diplomatische Initiativen der Bundesregierung und eine Absage an die Stationierung von US-Raketen in Deutschland genannt.

+++ 20.50 Uhr: aktuelle Sitzverteilung, sehr hohe Wahlbeteiligung

2863 von 2977 Wahlbezirken sind ausgezählt. Die Wahlbeteiligung liegt bei 71,1 Prozent.

Nach derzeitigem Stand sähe die Sitzverteilung im Thüringer Landtag so aus:

  • Die Linke: 12 Sitze (12,9 %)
  • AfD: 32 Sitze (33,3 %)
  • CDU: 23 Sitze (23,5 %)
  • SPD: 6 Sitze (6 %)
  • BSW: 15 Sitze (15,6 %)

Bündnis 90/Grüne und die FDP schaffen es nicht in den Landtag.

+++ 20.07 Uhr: Was bedeuten die Ergebnisse der Wahl für Brandenburg?

Rückenwind oder Schock? Was die Zahlen der Wahlen in Thüringen und Sachsen für Brandenburg bedeuten, ordnet Ulrich Thiessen hier ein.

+++ 19.46 Uhr: So reagieren die Parteien auf die Ergebnisse der Thüringen-Wahl 

Thüringens AfD-Spitzenkandidat Björn Höcke äußerte sich im ZDF zum Abschneiden seiner Partei bei der Landtagswahl, auch mit Blick auf die bisherige Minderheitsregierung: „Man wird an uns nicht vorbei kommen, wenn man stabile Verhältnisse für Thüringen will. Ohne die AfD einzubinden, gibt es keine Stabilität für Thüringen.“

Thüringens CDU-Chef Mario Voigt sieht in den Prognosen zum Ausgang der Landtagswahl den Auftrag zur Regierungsbildung bei den Christdemokraten. „Wir begreifen das als CDU auch als Chance für den politischen Wechsel unter der Führung der CDU“, sagte der 47-Jährige in Erfurt. Die CDU landete laut den 18-Uhr-Zahlen von ARD und ZDF hinter der AfD auf Platz zwe

Linke-Chef Martin Schirdewan sieht in der Gründung des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW) eine Ursache für die schlechten Wahlergebnisse seiner Partei in Sachsen und Thüringen. „Klar ist, dass natürlich die Rechtsabspaltung des Bündnisses Sahra Wagenknecht meiner Partei insbesondere wehgetan hat, aber auch der gesellschaftlichen Linken“, sagte Schirdewan im ZDF.„Man muss sagen, BSW ist ein Geschenk für die AfD, weil die gesellschaftliche Linke und auch meine Partei vor allem darunter leiden, aber die extreme Rechte durch das BSW und seine Positionen gestärkt wird.“ Noch-amtierender Ministerpräsident Bodo Ramelow sagte zum schlechten Abschneiden seiner Partei: „Wir haben auszuwerten, welche Konsequenzen daraus zu ziehen sind.“

Nach den Landtagswahlen in Thüringen und Sachsen hat BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht ihre Bedingungen für einen Einstieg ihrer Partei in eine Landesregierung bekräftigt. Viele Menschen bewege das Thema Frieden zutiefst und sie lehnten es ab, US-Mittelstreckenraketen in Deutschland zu stationieren, sagte Wagenknecht bei einer Wahlparty in Erfurt. Eine Landesregierung müsse diesen Wunsch der Menschen berücksichtigen und sich auf Bundesebene dafür einsetzen. „Wenn Krieg kommt, braucht man doch über Bürokratieabbau nicht mehr zu reden“, sagte Wagenknecht. Dann gebe es größere Sorgen. „Wir werden Sie nicht enttäuschen, wir machen was draus“, rief Wagenknecht. Sie hoffe, dass auch bei der CDU angekommen sei, dass sich etwas ändern müsse.

FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai sieht im schlechten Abschneiden seiner Partei bei den Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen keinen Grund zur Resignation. „So bitter auch der Abend ist, es gibt keinen Grund hier depressiv oder wütend zu sein, sondern das Gegenteil ist der Fall“, sagte der FDP-Politiker bei einer Stellungnahme in der Berliner Parteizentrale. „Der heutige Abend ist für mich natürlich ein Rückschlag, aber gleichzeitig ein vorübergehender Rückschlag und Ansporn zugleich.“

SPD-Spitzenkandidat Georg Maier sieht nach der Niederlage von Rot-Rot-Grün bei der Landtagswahl in Thüringen den Regierungsauftrag bei der CDU. „Die demokratische Partei, die am stärksten abgeschnitten hat - und das ist die CDU - hat jetzt den Auftrag“, sagte Maier in Erfurt. Zugleich sehe er die SPD in Koalitionsfragen in staatspolitischer Verantwortung. Die Partei werde dazu am Montag in den Gremien beraten. Das schlechte Wahlergebnis der Sozialdemokraten führte Maier darauf zurück, dass der Wahlkampf komplett von geopolitischen Themen überlagert gewesen sei. „Unsere Mitbewerber wollten genau das, dass wir über Krieg und Frieden (…) und über Themen reden, die wir nicht entscheiden können. Diese Strategie sei „leider aufgegangen.“

Die Grünen-Bundesvorsitzende Ricarda Lang hat den Wahlerfolg der AfD in Thüringen als „historische Zäsur“ bezeichnet. „Wenn es die AfD geschafft hat, in einem Land, Thüringen, - und hier hoffe ich, dass es nicht dazu kommt - stärkste Kraft zu werden, dann ist das eine historische Zäsur für unser Land“, sagte sie nach Bekanntwerden der ersten Prognosezahlen sichtlich aufgewühlt bei der Wahlparty ihrer Partei in Dresden.

+++ 19.30 Uhr: Aktuelle Hochrechnung zur Thüringen-Wahl – AfD weiterhin stärkste Kraft

1648 von 2983 Wahlbezirken in Thüringen sind ausgezählt. Die AfD bleibt weiter die stärkste Kraft, hat nach aktuellen Auszählungsstand sogar noch zugelegt, hätte akuell 37 Sitze im Landtag. Das allerdings ist nur ein Zwischenstand, es fehlen noch etwas weniger als die Hälfte der Wahlbezirke für das endgültige Ergebnis.

+++ 19.01 Uhr: Erste Bilder von den Wahlpartys

  • Landtagswahl in Thüringen - Wahlparty Grüne: 01.09.2024, Thüringen, Erfurt: Madeleine Henfling (Bündnis 90/Die Grünen, M), und Bernhard Stengele (Bündnis 90/Die Grünen, M r), Spitzenkandidaten-Duo der Grünen, reagieren nach der Veröffentlichung der ersten Prognose zur Landtagswahl in Thüringen bei der Wahlparty der Grünen. In Thüringen fand am Sonntag die Landtagswahl statt. Foto: David Breidert/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Madeleine Henfling (Bündnis 90/Die Grünen, M), und Bernhard Stengele (Bündnis 90/Die Grünen, M r), Spitzenkandidaten-Duo der Grünen, reagieren nach der Veröffentlichung der ersten Prognose zur Landtagswahl in Thüringen bei der Wahlparty der Grünen.

    David Breidert/dpa
  • Landtagswahl Thüringen - Wahlparty CDU: 01.09.2024, Thüringen, Erfurt: Mario Voigt (M, CDU), Vorsitzender der CDU in Thüringen und Spitzenkandidat, spricht nach der Veröffentlichung der ersten Prognose zur Landtagswahl in Thüringen bei der Wahlparty der CDU. In Thüringen fand am Sonntag die Landtagswahl statt. Foto: Martin Schutt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Mario Voigt (M, CDU), Vorsitzender der CDU in Thüringen und Spitzenkandidat, spricht nach der Veröffentlichung der ersten Prognose zur Landtagswahl in Thüringen bei der Wahlparty der CDU.

    Martin Schutt/dpa
  • Landtagswahl Thüringen - BSW-Wahlparty: 01.09.2024, Thüringen, Erfurt: Katja Wolf (2.v.r), Spitzenkandidatin des Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) in Thüringen, und die Parteivorsitzende Sahra Wagenknecht (2.v.l) reagieren nach der Prognose um 18 Uhr. In Thüringen fand am Sonntag die Landtagswahl statt. Foto: Christoph Soeder/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Katja Wolf (2.v.r), Spitzenkandidatin des Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) in Thüringen, und die Parteivorsitzende Sahra Wagenknecht (2.v.l) reagieren nach der Prognose um 18 Uhr.

    Christoph Soeder/dpa
  • Landtagswahl in Thüringen - Wahlparty Grüne: 01.09.2024, Thüringen, Erfurt: Bernhard Stengele (Bündnis 90/Die Grünen), Teil des Spitzenkandidaten-Duos der Grünen, reagiert nach der Veröffentlichung der ersten Prognose zur Landtagswahl in Thüringen bei der Wahlparty der Grünen. In Thüringen fand am Sonntag die Landtagswahl statt. Foto: David Breidert/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Bernhard Stengele (Bündnis 90/Die Grünen), Teil des Spitzenkandidaten-Duos der Grünen, reagiert nach der Veröffentlichung der ersten Prognose zur Landtagswahl in Thüringen.

    David Breidert/dpa
  • Landtagswahl Thüringen - BSW-Wahlparty: 01.09.2024, Thüringen, Erfurt: Katja Wolf, Landesvorsitzende und Spitzenkandidatin des Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) in Thüringen und Steffen Schütz (l), Landesvorsitzender und Spitzenkandidat des BSW in Thüringen, reagieren nach der Prognose um 18 Uhr. In Thüringen fand am Sonntag die Landtagswahl statt. Foto: Christoph Soeder/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Landtagswahl Thüringen - BSW-Wahlparty: Katja Wolf, Landesvorsitzende und Spitzenkandidatin des Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) in Thüringen und Steffen Schütz (l), Landesvorsitzender und Spitzenkandidat des BSW in Thüringen.

    Christoph Soeder/dpa
  • Wahlparty AfD Unterstützer in Berlin: 01.09.2024, Berlin: Beatrix von Storch (AfD), Mitglied des Deutschen Bundestages, nimmt an einer Wahlparty von AfD Unterstützern zu den Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen in Berlin-Blankenburg teil. Foto: Fabian Sommer/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Wahlparty AfD Unterstützer in Berlin: 01.09.2024, Berlin: Beatrix von Storch (AfD), Mitglied des Deutschen Bundestages, nimmt an einer Wahlparty von AfD Unterstützern zu den Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen in Berlin-Blankenburg teil.

    Fabian Sommer/dpa
  • Landtagswahl Thüringen - Wahlparty CDU: 01.09.2024, Thüringen, Erfurt: Gäste reagieren nach der Veröffentlichung der ersten Prognose zur Landtagswahl in Thüringen bei der Wahlparty der CDU. In Thüringen fand am Sonntag die Landtagswahl statt. Foto: Martin Schutt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Gäste reagieren nach der Veröffentlichung der ersten Prognose zur Landtagswahl in Thüringen bei der Wahlparty der CDU.

    Martin Schutt/dpa
  • Landtagswahl in Thüringen - Wahlparty FDP: 01.09.2024, Thüringen, Erfurt: Thomas Kemmerich (r, FDP), Landesparteivorsitzender und Spitzenkandidat seiner Partei für die der Landtagswahl in Thüringen, reagiert neben Robert-Martin Montag, Direktkandidat und Generalsekretär FDP Thüringen und Petra Teufel, Direktkandidatin, bei der Wahlparty der FDP im DasDie auf die erste Prognose zu den Wahlergebnissen in Thüringen. In Thüringen fand am Sonntag die Landtagswahl statt. Foto: Michael Reichel/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Thomas Kemmerich (r, FDP), Landesparteivorsitzender und Spitzenkandidat seiner Partei für die der Landtagswahl in Thüringen, reagiert neben Robert-Martin Montag, Direktkandidat und Generalsekretär FDP Thüringen und Petra Teufel, Direktkandidatin, bei der Wahlparty der FDP.

    Michael Reichel/dpa
  • Landtagswahl Thüringen - Wahlparty SPD: 01.09.2024, Thüringen, Erfurt: Georg Maier (SPD), Vorsitzender der SPD in Thüringen und Spitzenkandidat, spricht bei der Wahlparty der SPD. Neben ihm seine Frau Antonia Sturm (r). In Thüringen fand am Sonntag die Landtagswahl statt. Foto: Bodo Schackow/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Georg Maier (SPD), Vorsitzender der SPD in Thüringen und Spitzenkandidat, spricht bei der Wahlparty der SPD. Neben ihm seine Frau Antonia Sturm (r).

    Bodo Schackow/dpa
1 / 9

+++ 18.45 Uhr: Mögliche Koalitionen nach der Thüringen-Wahl

Wenn die führenden Parteien ihre vorab angekündigte „Brandmauer" zur AfD halten, währe folgende Koalition möglich:

  • CDU, SPD, BSW: mit 46 von insgesamt 88 Sitzen

CDU, SPD und Die Linke kämen nach jetzigem Stand nicht auf eine Mehrheit im Thüringer Landtag.

+++ 18.37 Uhr: Erste Hochrechnung um 18.28 Uhr bestätigt Prognosen der Thüringen-Wahl

Die Sitzverteilung der 88 Sitze im Erfurter Parlament sähe nach der jetzigen Hochrechnung wie folgt aus:

  • Die Linke: 12 Sitze
  • AfD: 30 Sitze
  • CDU: 24 Sitze
  • SPD: 7 Sitze
  • BSW: 15 Sitze

Wenn die AfD die Sitze in dieser Form hält, hat die Partei die Sperrminorität (mehr als ein Drittel der Mandate) erreicht und könnte als Opposition bestimmte Beschlüsse verhindern.

+++ 18.34 Uhr: Erste Hochrechnung bestätigt Prognosen der Thüringen-Wahl

Die erste Hochrechnung bestätigt die Ergebnisse der 18-Uhr-Prognose:

  • Die Linke: 12,4 % (- 18,6 %)
  • AfD: 30,8 % (+ 7,4 %)
  • CDU: 24,5 % (+ 2,8 %)
  • SPD: 7 % (- 1,2 %)
  • Grüne: 4 % (- 1,2 %)
  • FDP: 1,2 % (- 3,8 %)
  • BSW: 15,8 % (+ 15,8 %)
  • Andere: 4,3 % (- 1,1 %)

+++ 18.08 Uhr: 30,5 Prozent für die AfD, BSW aus dem Stand zweistellig

In Thüringen wird die AfD laut einer Prognose von infratest dimap die stärkste Kraft. 30,5 Prozent der Stimmen hat die Partei eingefahren. Noch 2019 waren es 23,4 Prozent. Zweitstärkste Partei wird die CDU mit 24,5 Prozent (2019: 21,7 Prozent). Dahinter folgt das BSW mit 16,0 Prozent. Die Linke rutscht ab auf 12,5 Prozent (2019: 31,0 Prozent).

Die SPD erreicht 7,0 Prozent (2019: 8,2 Prozent). Die Grünen fliegen nach der ersten Prognose mit 4,0 Prozent aus dem Landtag. 2019 erreichten die Grünen noch 5,2 Prozent.

Die Ergebnisse der Sachsen-Wahl hier.

+++ 18 Uhr: Wann kommen die ersten Prognosen und Hochrechnungen?

Die Wahllokale schließen. Wie geht es jetzt weiter? Zuerst werden die großen TV-Sender ihre Prognosen für das Wahlergebnis veröffentlichen, während in den Wahllokalen das Auszählen beginnt. Wie kommen die ersten Prognosen zustande? In den Thüringer Wahllokalen wurden heute Nachwahlbefragungen durchgeführt. Der MDR kann mit den darin erhobenen Zahlen bereits um 18 Uhr eine erste Prognose geben.

+++ 17.30 Uhr: Wann kommen die ersten Prognosen und Hochrechnungen?

Heute werden die ersten Hochrechnungen und Prognosen um 18 Uhr, sobald die Wahllokale schließen, vom Thüringer Landeswahlleiter veröffentlicht. Die Prognosen werden im Laufe des Abends immer genauer – je weiter die Auszählung der Stimmen voranschreitet. Ein vorläufiges Ergebnis wird meist am späten Abend oder am Folgetag nach der Wahl bekannt gegeben.

+++ 17:08 Uhr: Wahlbeteiligung weiter etwas höher als 2019

Bis 16 Uhr haben laut Landeswahlleiter in Thüringen rund 55,0 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme im Wahllokal abgegeben. Bei der Landtagswahl 2019 betrug die Wahlbeteiligung zur selben Zeit 54,1 Prozent. Bei der Europa- und Kommunalwahl im Juni 2024 betrug die Wahlbeteiligung zum gleichen Zeitpunkt 45,3 Prozent. Die Briefwähler sind bei diesem Ermittlungsergebnis nicht enthalten.

+++ 16:15 Uhr: Landtagswahl 2024 in Thüringen – der bisherige Tag in Bildern

  • Landtagswahl in Thüringen - Stimmabgabe Ramelow

    Stimmabgabe des Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelow bei der Landtagswahl 2024 im Wahllokal Moritzschule in Erfurt.

    Michael Kappeler/dpa
  • Landtagswahl in Thüringen: 01.09.2024, Thüringen, Erfurt: Ein Schild mit der Schrift «Heute geschlossene Veranstaltung» steht vor dem Restaurant Hopfenberg, wo die Wahlparty der AfD für die Landtagswahl in Thüringen stattfinden soll. Presse ist bei der Veranstaltung nicht erlaubt. Foto: Michael Kappeler/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Ein Schild mit der Schrift „Heute geschlossene Veranstaltung“ steht vor dem Restaurant Hopfenberg, wo die Wahlparty der AfD für die Landtagswahl in Thüringen stattfinden soll. Presse ist bei der Veranstaltung nicht erlaubt.

    Michael Kappeler/dpa
  • Landtagswahl Thüringen - Stimmabgabe Katja Wolf: 01.09.2024, Thüringen, Eisenach: Katja Wolf,  Thüringer Spitzenkandidatin des BSW, gibt ihre Stimme zur Landtagswahl ab. In Thüringen findet am Sonntag die Landtagswahl statt. (zu dpa: «Spitzenkandidaten geben Stimmen ab») Foto: Bodo Schackow/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Katja Wolf, Thüringer Spitzenkandidatin des BSW, gibt ihre Stimme zur Landtagswahl ab.

    Bodo Schackow/dpa
  • Landtagswahl in Thüringen - Stimmabgabe: 01.09.2024, Thüringen, Ilmenau: Hans-Jürgen und Christa Tischer werfen ihre Stimmzettel in die Wahlurne im Wahllokal in der Feuerwache 3 Ilmenau-Roda. In Thüringen findet am Sonntag die Landtagswahl statt. Foto: Michael Reichel/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Thüringen, Ilmenau: Hans-Jürgen und Christa Tischer werfen ihre Stimmzettel in die Wahlurne im Wahllokal in der Feuerwache 3 Ilmenau-Roda.

    Michael Reichel/dpa
  • Landtagswahl Thüringen - Georg Maier: 01.09.2024, Thüringen, Erfurt: Georg Maier (SPD), Vorsitzender der SPD in Thüringen und Spitzenkandidat, mit seiner Ehefrau Antonia Sturm und der dreijährigen Martha auf dem Weg ins Wahllokal. In Thüringen findet am Sonntag die Landtagswahl statt. Foto: Martin Schutt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Georg Maier (SPD), Vorsitzender der SPD in Thüringen und Spitzenkandidat, mit seiner Ehefrau Antonia Sturm und der dreijährigen Martha auf dem Weg ins Wahllokal.

    Martin Schutt/dpa
  • Landtagswahl Thüringen - Stimmabgabe Höcke: 01.09.2024, Thüringen, Bornhagen: Björn Höcke (vorn), Spitzenkandidat der AfD zur Landtagswahl 2024 in Thüringen, verlässt nach der Stimmabgabe für die Landtagswahl das Wahllokal. In Thüringen findet am Sonntag die Landtagswahl statt. Foto: Swen Pförtner/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Björn Höcke (vorn), Spitzenkandidat der AfD zur Landtagswahl 2024 in Thüringen, verlässt nach der Stimmabgabe für die Landtagswahl das Wahllokal.

    Swen Pförtner/dpa
  • Landtagswahl Thüringen - Stimmabgabe Stengele: 01.09.2024, Thüringen, Erfurt: Bernhard Stengele (Bündnis 90/Die Grünen), Spitzenkandidat seiner Partei zur Landtagswahl 2024, steht nach der Stimmabgabe hinter der Wahlkabine. In Thüringen findet am Sonntag die Landtagswahl statt. (zu dpa: «Spitzenkandidaten geben Stimmen ab») Foto: Martin Schutt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Bernhard Stengele (Bündnis 90/Die Grünen), Spitzenkandidat seiner Partei zur Landtagswahl 2024, steht nach der Stimmabgabe hinter der Wahlkabine.

    Martin Schutt/dpa
  • Landtagswahl Thüringen - Stimmenabgabe Thomas Kemmerich (FDP): 01.09.2024, Thüringen, Weimar: Thomas Kemmerich (FDP), Fraktions- und Landesvorsitzender und Spitzenkandidat, auf dem Weg in ein Wahllokal. In Sachsen fand am Sonntag die Landtagswahl statt. Foto: Hannes P. Albert/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Thomas Kemmerich (FDP), Fraktions- und Landesvorsitzender und Spitzenkandidat, auf dem Weg in ein Wahllokal.

    Hannes P. Albert/dpa
  • Landtagswahl Thüringen - Stimmabgabe Voigt: 01.09.2024, Thüringen, Jena: Mario Voigt (CDU), Vorsitzender der CDU in Thüringen und Spitzenkandidat seiner Partei, wirft seinen Stimmzettel in die Wahlurne. In Thüringen findet am Sonntag die Landtagswahl statt. Foto: Hannes P. Albert/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Mario Voigt (CDU), Vorsitzender der CDU in Thüringen und Spitzenkandidat seiner Partei, wirft seinen Stimmzettel in die Wahlurne.

    Hannes P. Albert/dpa
  • Landtagswahl Thüringen - Wahllokal: dpatopbilder - 01.09.2024, Thüringen, Erfurt: Ein Wähler steckt den Stimmzettel in die Wahlurne in einem Wahllokal in der Erfurter Innenstadt. In Thüringen findet am Sonntag die Landtagswahl statt. Foto: Martin Schutt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Ein Wähler steckt den Stimmzettel in die Wahlurne in einem Wahllokal in der Erfurter Innenstadt.

    Martin Schutt/dpa
  • Vor der Landtagswahl in Thüringen: 31.08.2024, Thüringen, Erfurt: Ein Teilnehmer einer Demonstration unter dem Motto „Thüringen bleibt bunt. Faschisten raus aus den Parlamenten“ des Auf die Plätze Bündnisses in der Erfurter Innenstadt hält ein Plakat "Thüringen ist: bunt - weltoffen vielfältig.". Am 1. September wird in Thüringen ein neuer Landtag gewählt. Foto: Martin Schutt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Vor der Landtagswahl in Thüringen am 31.08.2024 fand in Erfurt unter dem Motto „Thüringen bleibt bunt. Faschisten raus aus den Parlamenten“ des Auf die Plätze Bündnisses eine Demonstration statt.

    Martin Schutt/dpa
  • Wahlkampfabschluss der AfD mit Höcke und Weidel: 31.08.2024, Thüringen, Erfurt: Alice Weidel, Fraktionsvorsitzende der AfD, spricht auf einer AfD-Veranstaltung. Einen Tag vor den Landtagswahlen in Thüringen, findet in Erfurt der AfD-Wahlkampfabschluss statt. Das «Auf die Plätze»-Bündnis hat zum Gegenprotest aufgerufen. (zu dpa: «Tausende protestieren gegen AfD und Rechtsruck in Erfurt») Foto: Hannes P Albert/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Am 31. August 2024 fand in Erfurt der AfD-Wahlkampfabschluss statt. Alice Weidel, Fraktionsvorsitzende der AfD, spricht auf der Veranstaltung.

    Hannes P Albert/dpa
1 / 12

+++ 15:52 Uhr: So wählen blinde Wählerinnen und Wähler in Thüringen

Blinde Menschen haben bei der Landtagswahl in Thüringen die Möglichkeit, ihre Stimme per Briefwahl oder im Wahllokal vor Ort abzugeben. Welche Hilfsmittel dabei zur Verfügung stehen.

+++ 15:40 Uhr: Georg Maier (SPD) gab seine Stimme in Erfurt ab

Georg Maier, Vorsitzender der SPD in Thüringen und Spitzenkandidat seiner Partei zur Landtagswahl 2024, kam mit Ehefrau Antonia Sturm und der dreijährigen Martha zur Stimmabgabe ins Wahllokal.

Georg Maier (SPD), Vorsitzender der SPD in Thüringen und Spitzenkandidat seiner Partei zur Landtagswahl 2024, kommt mit Ehefrau Antonia Sturm und der dreijährigen Martha zur Stimmabgabe ins Wahllokal. In Thüringen findet am Sonntag die Landtagswahl statt. +++ dpa-Bildfunk +++

Georg Maier (SPD) mit Ehefrau Antonia Sturm und der dreijährigen Martha.

Martin Schutt/dpa

+++ 15:15 Uhr: Katja Wolf (BSW) hat in Eisenach gewählt

Die Spitzenkandidatin des Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) hat ihre Stimme in Eisenach abgegeben. Danach stellte sich die Politikerin den Fragen der anwesenden Journalisten und Journalistinnen.

Katja Wolf, Thüringer Spitzenkandidatin des BSW, spricht nach der Stimmabgabe zur Landtagswahl mit Journalisten. In Thüringen findet am Sonntag die Landtagswahl statt. +++ dpa-Bildfunk +++

Katja Wolf, Thüringer Spitzenkandidatin des BSW, spricht nach der Stimmabgabe zur Landtagswahl mit Journalisten.

Bodo Schackow/dpa

+++ 14:59 Uhr: Wahlbeteiligung in Thüringen höher als zur letzten Landtagswahl 2019

Um 12 Uhr heute mittag meldetet der Landeswahlleiter für den Freistaat Thüringen die ersten Zahlen zur Wahlbeteiligung, nun wurden die Zahlen aktualisiert: Demnach haben bisher 44,4 Prozent der Wahlberechtigten in Thüringen ihren Stimmzettel für die Landtagswahl in die Wahlurne geworfen. Zur Landtagswahl im Jahr 2019 hatten sich zur gleichen Zeit insgesamt 42,2 Prozent der Wählerinnen und Wähler an der Landtagswahl beteiligt. Bei der Europa- und Kommunalwahl im Juni 2024 betrug die Wahlbeteiligung zum gleichen Zeitpunkt 34,6 Prozent. Die Briefwähler und Briefwählerinnen sind bei diesem Ermittlungsergebnis nicht enthalten. Nach Angaben des Landeswahlleiters hatten mit Stand 30. August insgesamt 358 000 Wahlberechtigte Briefwahlunterlagen beantragt. Diese können, falls noch nicht geschehen, heute bis 18 Uhr bei der auf dem hellroten Wahlbriefumschlag aufgedruckten Adresse persönlich eingeworfen werden.

+++ 14:41 Uhr: Björn Höcke hat seine Stimme abgegeben

Der Spitzenkandidat der AfD, Björn Höcke, hat seine Stimme im Wahllokal seines Heimatdorfes Bornhagen abgegeben.

Björn Höcke, Spitzenkandidat der AfD zur Landtagswahl 2024 in Thüringen, kommt zur Stimmabgabe für die Landtagswahl in das Wahllokal. In Thüringen findet am Sonntag die Landtagswahl statt. +++ dpa-Bildfunk +++

Björn Höcke, Spitzenkandidat der AfD zur Landtagswahl 2024 in Thüringen, kommt zur Stimmabgabe für die Landtagswahl in das Wahllokal.

Swen Pförtner/dpa

+++ 14:00 Uhr: Auch Bodo Ramelow hat gewählt

Der derzeit amtierende Ministerpräsident Bodo Ramelow hat in Erfurt seine Stimme abgegeben. Begleitet wurde er von seiner Frau, Germana Alberti vom Hofe.

Landtagswahl Thüringen - Stimmabgabe Ramelow: 01.09.2024, Thüringen, Erfurt: Bodo Ramelow (Die Linke), Ministerpräsident von Thüringen und Spitzenkandidat, verlässt nach seiner Stimmabgabe mit seiner Ehefrau Germana Alberti vom Hofe das Wahllokal in der Moritzschule. In Thüringen findet am Sonntag die Landtagswahl statt. Foto: Christoph Soeder/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Bodo Ramelow (Die Linke), Ministerpräsident von Thüringen und Spitzenkandidat, verlässt nach seiner Stimmabgabe mit seiner Ehefrau Germana Alberti vom Hofe das Wahllokal in der Moritzschule Erfurt.

Christoph Soeder/dpa

Laut einer Umfrage des MDR in Zusammenarbeit mit Statista hätte noch im Juni diesen Jahres 47 Prozent der insgesamt 1.172 Befragten in Thüringen Ramelow gewählt, wenn man den Ministerpräsidenten direkt wählen könnte. Seine Partei Die Linke käme, glaubt man den Ergebnisse der letzten Sonntagsfrage vor der Wahl, nur auf 13 Prozent.

+++ 13:41 Uhr: So schauen internationale Medien heute auf den Osten

Medien im Ausland beobachten die Landtagswahlen in Thüringen und Sachsen heute genau. Die BBC titelt „Far-right AfD eyes big gains in German elections“ (übersetzt: „Die rechtsextreme AfD rechnet mit großen Gewinnen bei den deutschen Wahlen“) und konstatiert, dass die Messerattacke von Solingen heftige Kritik daran hervorgerufen hat, wie die Regierung mit dem Thema Migration umgegangen ist.

Auch die New York Times beschäftigt sich heute mit den Wahlen im Osten: „Auch wenn es sich nur um die Wahlen zweier Landesregierungen handelt – und Sachsen und Thüringen gemessen an der Bevölkerungszahl die siebt- bzw. zwölftgrößten der 16 deutschen Bundesländer sind –, ist die symbolische Bedeutung einer rechtsextremen Partei, die in Deutschland fast acht Jahrzehnte nach dem Ende der Nazizeit eine Mehrheit der Stimmen gewinnen könnte, wichtig.“ (Hinweis: Es handelt sich um eine Übersetzung der Redaktion, der Text ist im Original in englischer Sprache erschienen und kann unter dem oben stehenden Link abgerufen werden.)

+++ 13:15 Uhr: Wahlbeteiligung in Thüringen – erste Zahlen

Bis 12 Uhr haben laut Landeswahlleiter Dr. Holger Poppenhäger rund 32,0 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme im Wahllokal abgegeben. Im Jahr 2019 waren es zu gleichen Zeit 31,2 Prozent. Bei der Europa- und Kommunalwahl im Juni 2024 betrug die Wahlbeteiligung zum gleichen Zeitpunkt 24,3 Prozent. Die Briefwähler und Briefwählerinnen sind bei diesem Ermittlungsergebnis nicht enthalten. Wer seine Briefwahlunterlagen noch hat, kann den Wahlschein noch bis 18 Uhr bei der, auf dem hellroten Wahlbriefumschlag aufgedruckten Adresse, persönlich einwerfen.

+++ 12:36 Uhr: Polizei ermittelt wegen Bedrohung in Wahllokal

Nach einem Vorfall in einem Wahllokal in Gera hat die Polizei eine Anzeige wegen Bedrohung aufgenommen. Ein mit einem AfD-T-Shirt bekleideter Mann habe nach Angaben der Deutschen Presseagentur (dpa) das Wahllokal zur Stimmabgabe am Vormittag betreten, so ein Polizeisprecher. Der Wahllokalleiter habe den Mann daraufhin aufgefordert, das Shirt abzulegen, da es im Wahllokal verbotene Parteien-Werbung sei.

Der Mann sei der Aufforderung zwar nachgekommen. Beim Verlassen des Wahllokalgeländes habe er allerdings gedroht, „wiederzukommen“, da er mit dem Umgang mit ihm unzufrieden sei. Die Polizisten fertigten anschließend eine Anzeige und ermahnten den Mann. Zuvor berichteten andere Medien über den Vorfall.

Daneben ermittle die Polizei in Erfurt wegen einiger in der Nacht zu Sonntag angebrachten politischen Schmierereien («Höcke ist ein Nazi») in der Nähe von Wahllokalen wegen Sachbeschädigung, so der Polizeisprecher.

+++ 12:03 Uhr: Auf „X“ (ehemals Twitter) trendet #thueringenwahl2024

Auf dem Mediendienst „X“ steht im Moment der Hashtag #thueringenwahl2024 auf Platz 1. Viele Beiträge unter dem Hashtag werden für rechte Propaganda genutzt, auch alte und neue Videos von AfD-Spitzenkandidat Björn Höcke werden dort verbreitet.

+++ 11:05 Uhr: So kompliziert wird die Regierungsbildung in Thüringen

Schon vor fünf Jahren galt das Ergebnis der Landtagswahl in Thüringen als politische Zumutung, nun könnte es erneut kompliziert werden. Nach Umfragen hat die AfD Chancen, stärkste Kraft zu werden und ein Bündnis aus CDU, BSW und SPD könnte die einzige Option auf eine Koalition mit Mehrheit im Parlament sein. Nicht nur inhaltlich gilt die Konstellation als heikel, auch der Weg zur Regierungsbildung könnte steinig werden. Welche Gefahren lauern, was die Thüringer Verfassung vorgibt und wo die AfD Abläufe stören könnte - ein Überblick.

+++ 10:14 Uhr: Mario Voigt hat seine Stimme in Jena abgegeben

Mario Voigt, Vorsitzender der CDU in Thüringen und Spitzenkandidat seiner Partei, hat in Jena seine Stimme abgegeben. Begleitet wurde er von seiner Frau, Constanze Fünfstück.

Landtagswahl Thüringen - Stimmabgabe Voigt: 01.09.2024, Thüringen, Jena: Mario Voigt (CDU), Vorsitzender der CDU in Thüringen und Spitzenkandidat seiner Partei, und seine Frau Constanze Fünfstück kommen zur Landtagswahl in Thüringen zur Stimmabgabe zum Wahllokal. In Thüringen findet am Sonntag die Landtagswahl statt. Foto: Hannes P. Albert/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Landtagswahl in Thüringen: Mario Voigt, Vorsitzender der CDU in Thüringen und Spitzenkandidat seiner Partei, und seine Frau Constanze Fünfstück kommen zur Landtagswahl in Thüringen zur Stimmabgabe zum Wahllokal in Jena.

Hannes P. Albert/dpa

+++ 9:50 Uhr: Darf mein Kind mit in die Wahlkabine?

Die Landtagswahl ist eine gute Gelegenheit, dem Nachwuchs zu zeigen, wie Demokratie funktioniert. Aber darf das eigene Kind heute auch mit in die Wahlkabine? Hier können Sie nachlesen, was erlaubt und was verboten ist.

+++ 9:07 Uhr: Kundgebungen in Erfurt gestern 

Der Wahlkampfabschluss der Thüringer AfD hat am gestrigen Sonnabend (31.08.) einen Tag vor der Landtagswahl in Thüringen Tausende Menschen auf die Straße in Erfurt gebracht. Etwa 1.300 AfD-Anhänger kamen zu einer Kundgebung mit AfD-Rechtsaußen und Spitzenkandidat Björn Höcke und der Bundesvorsitzenden Alice Weidel auf den Domplatz der Thüringer Landeshauptstadt. Das teilte die Versammlungsbehörde der Stadt auf Anfrage von dpa mit. Bis zu 3.000 Menschen protestierten danach nur etwa 100 Meter von der AfD entfernt gegen einen Rechtsruck und Rechtsextremismus in Thüringen.

Abschlussveranstaltung der AfD in Erfurt und Gegendemonstration

Am gestrigen Samstag (31.08.) waren Tausende Menschen in Erfurt auf der Straße. Vorne im Bild die Abschlussveranstaltung der AfD, im Hintergrund eine Gegendemonstration, zu der das Bündnis „Auf die Plätze“ aufgerufen hatte.

Thomas Seifert/Lausitzer Rundschau

Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz. In einer Bilanz sprach die Polizei am Abend von 19 Strafanzeigen, die bei den verschiedenen Veranstaltungen aufgenommen worden seien. Bei der AfD-Versammlung soll mehrfach der Hitlergruß gezeigt worden sein. „Es wurden Zeugen festgestellt und ein Strafverfahren von Amtswegen eingeleitet“, teilte die Polizei Thüringen am Abend auf X mit.

Zu der Gegendemonstration hatte unter anderem das Bündnis „Auf die Plätze“ aufgerufen. Der Demonstrationszug, dem sich immer mehr Menschen anschlossen, zog vom Erfurter Bahnhof bis zum Domplatz. Die Demonstranten riefen unter anderem „Nazis raus“ oder „Höcke raus“. Mehrere Teilnehmer des Bündnisses waren der Polizei zufolge vermummt. Das verstoße gegen das Versammlungsgesetz. Zum Teil hätten die Betroffenen die Vermummung nach Ansprachen abgelegt.

AfD-Chefin Weidel sagte in Richtung der Demonstranten, die sich mit Trillerpfeifen und Sprechchören bemerkbar machten, die AfD werde die Antifa „als terroristische Vereinigung verbieten“, wenn sie in die Regierung komme. AfD-Anhänger riefen immer wieder „Ost-, Ost-, Ostdeutschland“, aber auch „abschieben, abschieben“. Höcke warf den anderen Parteien vor, ihnen sei „das Volk verloren gegangen“. Die AfD könne am Sonntag „Geschichte schreiben“.

„Wir lassen nicht zu, dass die AfD das Wahlwochenende mit ihrer extrem rechten Hetze dominiert, Menschen einschüchtert und unsere Stadt als Schauplatz für ihre Propaganda missbraucht“, erklärte das Bündnis „Auf die Plätze“.

+++ 8:45 Uhr: Die Wahllokale zur Landtagswahl in Thüringen sind geöffnet

In Sachsen und Thüringen entscheiden die Wähler heute über die künftigen Machtverhältnisse in den Landtagen. Die Wahllokale öffneten am Morgen um 8.00 Uhr. Im Fokus steht vor allem die Frage, wie gut die AfD abschneidet, die erstmals bei einer Landtagswahl stärkste Kraft werden könnte.

In Thüringen lag die Partei unter Führung des Rechtsaußen Björn Höcke in Umfragen klar vorn. In Sachsen lieferte sie sich in den vergangenen Wochen ein Rennen um Platz eins mit der CDU von Ministerpräsident Michael Kretschmer.

Sowohl in Dresden als auch in Erfurt ist aber kein Bündnispartner für die AfD in Sicht. Beide Landesverbände werden vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft. Mit Spannung wird daher erwartet, welche Regierungsmehrheiten ohne die Partei möglich sein werden. In beiden Ländern zeichnet sich eine schwierige Koalitionsbildung ab.

+++ 6 Uhr: In zwei Stunden öffnen die Wahllokale

Kurz- und Unentschlossene können vor der Stimmabgabe im Wahllokal den Wahl-O-Mat befragen. Wie man den Entscheidungshelfer bedient, haben wir hier zusammengefasst.

Direkt zum Wahl-O-Mat für Thüringen geht es hier.