Findlingspark Nochten: Europas größter Steingarten – das ist neu in der Saison 2024

Der Findlingspark Nochten macht sich mehr und mehr als Veranstaltungsort einen Namen. Neue Angebote sollen neue Besucher erschließen. Was in der Saison 2024 geplant ist.
Nochten
Ein Artikel von
Regina Weiß
  • Winterheide und Narzissen - sie zeigen sich in diesen Märztagen im Findlingspark Nochten von ihrer schönsten Seite.

    Winterheide und Narzissen - sie zeigen sich in diesen Märztagen im Findlingspark Nochten von ihrer schönsten Seite.

    Joachim Rehle
  • Auch die Christrosen stehen im Findlingspark Nochten in der Blüte. Ein Spaziergang lohnt sich bereits in diesen Märztagen.

    Auch die Christrosen stehen im Findlingspark Nochten in der Blüte. Ein Spaziergang lohnt sich bereits in diesen Märztagen.

    Joachim Rehle
  • Neuer Chef des Fördervereins des Findlingsparks Nochten ist Peter Scholze (Mi.). Er folgt auf Ulrich Klinkert, der aus seiner Funktion verabschiedet wurde. Rechts im Bild Geschäftsführerin Anita Schwitalla.

    Neuer Chef des Fördervereins des Findlingsparks Nochten ist Peter Scholze (Mi.). Er folgt auf Ulrich Klinkert, der aus seiner Funktion verabschiedet wurde. Rechts im Bild Geschäftsführerin Anita Schwitalla.

    Findlingspark Nochten
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Der sonnige 17. März – ein Sonntag – hat dafür gesorgt, dass im Findlingspark Nochten schon gut was los war. 270 zahlende Besucher sind aus Sicht von Geschäftsführerin Anita Schwitalla schon ein Ergebnis, das hoffnungsvoll ist für die Saison 2024.

Seit dem 15. März können Gäste aus nah und fern dem Findlingspark wieder einen Besuch abstatten. In der Jubiläumssaison – Europas größter Steingarten feierte 2023 sein 20-jähriges Bestehen – konnten mehr als 61.000 Gäste begrüßt werden. „Mehr als 18.000 waren es bei unseren Veranstaltungen“, so die Geschäftsführerin.

Mit anderen Worten – diese machen sich mehr und mehr über die Grenzen von Nochten und von Sachsen hinaus einen Namen. Da ist es nicht verwunderlich, dass das Team des Findlingsparks diesen Part ausbauen will.

Findlingspark Nochten hat zwei neue Formate für 2024 am Start

Zwei neue Formate hat man deshalb in Nochten in diesem Jahr am Start. Und das kann man bei einem Event geradezu wörtlich nehmen. Es gibt erstmals einen Findlingsparklauf. Dieser startet am 21. April um 10.30 Uhr.

Mehrere Strecken werden im Angebot sein. Am Montag hat Anita Schwitalla schon zwei Strecken selbst unter die Füße genommen. Die sportliche Einlage zusammen mit Jens Werner vom Förderverein war nicht unbedingt als Fitnesstraining zu verstehen, sondern als Streckenkontrolle. „Es geht schlicht darum, wo wir Streckenposten hinstellen müssen, damit sich niemand im Wald verläuft oder wo Schilder ausreichen.“ Denn die längsten Strecken über fünf und zehn Kilometer werden um die Parkanlage herumgeführt. Die Kindertouren gehen hingegen durch die Parkanlage. Beides spricht abwechslungsreich zu werden. „Zudem gibt es wunderschöne Einblicke“, so Anita Schwitalla.

Die Idee für den Lauf hatte man schon länger. Mit dem Partner – Sportfreunde Bärwalder See – wird man sich nun auf den gemeinsamen Weg machen. Die Organisatoren sind sich einig, egal, ob Laufeinsteiger, Spaßläufer, Nordic Walker, Genießer oder ambitionierter Läufer – jeder findet hier seine Strecke. Anmeldung erfolgt online über die Webseite von bear-service. Die ersten Freizeitsportler stehen schon in den Starterlisten. Die „Nicht-Läufer“ können sich an diesem Tag am bunten Programm rund um das Thema Sport und Gesundheit erfreuen.

Ein zweites neues Veranstaltungsformat geht in eine ganz andere Richtung. Es ist mehr etwas für die Sinne, fürs Gemüt und soll am Ende der Parksaison – im November – noch einen neuen leuchtenden Punkt setzen. Wobei es bei einem nicht bleiben wird.

Beim Halloweenfest im Oktober 2023 hatte der Findlingspark Nochten zwei Bäume mit Herrnhuter Sternen geschmückt. „Das kam sehr gut an. Diese Bäume waren so etwas wie ein Fotopoint“, so Anita Schwitalla.

Findlingspark Nochten schließt mit Herrnhuter Sternemanufaktur eine Kooperation

Daraus ist nun mehr geworden. Mit der Manufaktur hat der Findlingspark einen Kooperationsvertrag geschlossen. Vom 8. bis 10. November wird es die Premiere für den Herrnhuter Sternenglanz im großen Steingarten geben. Drei Tage deshalb, weil der Aufwand für das Event schon groß ist. „Über 20 Stellen wollen wir dann illuminieren“, freut sich die Parkchefin jetzt schon. Das Team erhofft sich, gerade in der grauen Tageszeit noch einmal für Aufmerksamkeit bei den Besuchern zu sorgen. Für die Sterne-Manufaktur ist es zudem eine Marketingaktion und zeigt, wie gut Norden und Süden im Landkreis Görlitz zusammenarbeiten können.

Ebenfalls neu in diesem Jahr wird ein Konzert am Muttertag im Mai sein. Ansonsten können sich alle auf die bereits bekannten Veranstaltungen freuen. Das geht los am 1. April mit dem Familienfest zum Ostermontag, setzt sich fort über die Pflanzenbörsen am 1. Mai und 29. September, den Tag der Steine am 9. Juni, das Heidefest am 1. September sowie Halloween am 26. Oktober.

Eher an das Fachpublikum richtet sich eine Tagung am 7. Juni. Damit setzt der Findlingspark Nochten sein Klimaprojekt fort. Referenten aus ganz Deutschland werden dann nach Nochten kommen. Partner des Parks ist seit zwei Jahren das Institut für Landschaftsarchitektur der Technischen Universität Dresden. Es geht darum, Europas größten Steingarten auf die Herausforderungen von Hitzeperioden, aber auch Starkregen anzupassen. Das reicht von Investitionen in Technik und den Park bis hin zu neuen Bäumen, anderen Pflanzen.

Findlingspark Nochten will von Kohlegeld profitieren

Und dann gilt im Juni Daumen drücken für den Findlingspark. Gemeinsam mit der Gemeinde Boxberg hat sich der Förderverein auf den Weg für ein Strukturwandel-Projekt gemacht. Im nächsten Begleitausschuss hofft man, dass der Antrag grünes Licht erhält und die Anlage weiter in die Planung gehen kann.

Es geht unter anderem darum, den Eingangsbereich zu verändern. Dieser soll mehr Verkaufsraum erhalten, zudem behindertengerecht werden. Die Containerlösung für die Mitarbeiter soll in dem Zuge ebenfalls ein für allemal Geschichte werden. Und der Bau einer festen Bühne steht schon länger auf der Wunschliste der Nochtener. Die aktuellen Lösungen – Auf- und Abbau eines Festzeltes – sind auf die Dauer zu arbeitsintensiv.

Eine Ära geht zu Ende

Änderungen gab es jetzt auch im Vorstand des Fördervereins Lausitzer Findlingspark Nochten. Nach fast 25 Jahren im Dienst als Vorsitzender verabschiedet sich Ulrich Klinkert (68) in den Ruhestand. Der ehemalige Bergbauingenieur und Bundestagsabgeordnete hat seit 1999 den Förderverein geführt, zur Errichtung des Parks maßgeblich beigetragen und für die erfolgreiche Entwicklung des Parks über Jahren gesorgt. In die Saison 2024 führt den Förderverein Peter Scholze, der hauptberuflich als Referent Technischer Service von der Leag beschäftigt ist.

Zum Vorstand des Fördervereins gehören zudem Boxbergs Bürgermeister Hendryk Balko, Uwe Grosser, Jens Werner und Bettina Brandt.

Ulrich Klinkert wird Geschäftsführerin Anita Schwitalla weiterhin beratend unterstützen.

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