Corona im Kreis Görlitz
: Landkreis verteilt jetzt Masken

228 Patienten mit Corona werden derzeit in den Krankenhäusern zwischen Weißwasser und Zittau behandelt. Um die weiterhin hohen Fallzahlen einzudämmen, werden jetzt Masken an Schulen im Landkreis Görlitz verteilt.
Von
red, rw
Görlitz
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Das ist der Mund-Nasen-Schutz der Frottana Textil GmbH & Co. KG, den der Landkreis bestellt hat und der nun an Schulen im Kreisgebiet verteilt wird.

Landkreis Görlitz

Der Landkreis Görlitz verteilt in dieser Woche textile Mund–Nasen–Masken, hergestellt durch die Frottana Textil GmbH & Co. KG Großschönau, an die Oberschulen, Gymnasien, berufsbildenden Schulen sowie Förderschulen im Landkreis. Alle Lehrer und Schüler erhalten kostenfrei zwei wasch– und wiederverwendbare Masken aus den Lagerbeständen der Landkreisverwaltung. 700.000 Stück hatte der Landkreis im Frühjahr dieses Jahres in Auftrag gegeben, als der Mund–Nasen–Schutz nicht nur deutschlandweit Mangelware war.

Wie die Kreisverwaltung weiterhin mitteilt, wurden im Landkreis Görlitz 16 neue Infektionen mit dem Coronavirus zum Vortag festgestellt. Bei den positiv getesteten Personen handelt es sich um 16 Erwachsene. Weitere 110 Personen sind genesen. Derzeit sind 3084 Personen infiziert. Die 7–Tage–Inzidenz beträgt 477,20 je 100.000 Einwohner.

Wieder müssen mehr Patienten in den Krankenhäusern zwischen Weißwasser und Zittau behandelt werden. 228 Menschen werden derzeit stationär behandelt, 28 davon benötigen eine intensivmedizinische Betreuung.

Sachsen plant weitere Verschärfungen

Sachsen erwägt wegen hoher Corona–Zahlen weitere Beschränkungen des öffentlichen Lebens, ist am Montag in Dresden angekündigt worden. Weitere Maßnahmen seien erforderlich, deswegen werde sie es auch geben, sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Montag nach einem Gespräch mit den Industrie– und Handelskammern sowie den Handwerkskammern in Dresden. Konkrete Schritte würden aber zunächst im Kabinett und Parlament sowie im Einvernehmen mit der kommunalen Ebene, der Wirtschaft und gesellschaftlichen Gruppen beraten. Den Katastrophenfall — so wie ihn Bayern ausgerufen hat — sehe Kretschmer für den Freistaat Sachsen derzeit nicht. Schulen, Kitas und Schnelltests bei Pflegeheimen sind im Gespräch.

„Die Zahlen haben sich anders entwickelt als es notwendig ist“, betonte der Regierungschef. Deshalb müsse man handeln, um die medizinische Versorgung zu sichern.