Bundestagswahl 2025
: Diese Kandidaten treten im Wahlkreis 156 in Weißwasser an

Am 23. Februar 2025 wird der nächste Bundestag gewählt. Diese Kandidaten stehen im Wahlkreis 156 (Görlitz) zur Wahl.
Von
Bodo Baumert,
Regina Weiß
Weißwasser
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Bundestagswahl 2025 Wahlkreis 156

Bundestagswahl 2025 Wahlkreis 156

Alexander Limbach/stock.adobe.com, Collage: Katrin Janetzko
  • Bundestagswahl 2025 am 23. Februar, Weg für Neuwahl frei nach verlorener Vertrauensfrage von Olaf Scholz.
  • Wahlkreis 156 (Görlitz) mit Kandidaten von AfD, CDU, SPD, Linke, Grüne, FDP, Freie Wähler, Bündnis Deutschland und Bündnis Sahra Wagenknecht.
  • Tino Chrupalla (AfD), Florian Oest (CDU), Harald Prause-Kosubek (SPD), Monique Hänel (Grüne) treten erneut an.
  • Neue Kandidaten: Gerhard Fuchs-Kittowski (Linke), Toralf Einsle (FDP), Klaus Reepen (Bündnis Deutschland), Carsten Berg (Bündnis Sahra Wagenknecht).
  • Einfluss der Wahl auf zukünftige Regierung und Kanzlerschaft.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Am 23. Februar 2025 findet die nächste Bundestagswahl statt. Die Wähler können mit ihren zwei Stimmen entscheiden, welche Parteien künftig wie stark im Deutschen Bundestag vertreten sein werden und welche Politiker ihren jeweiligen Wahlkreis direkt in Berlin vertreten sollen.

Das Wahlergebnis hat auch Einfluss darauf, welche Parteien künftig die Bundesregierung stellen und wer nächster Bundeskanzler wird. Der bisherige Kanzler Olaf Scholz (66, SPD) hat am 16. Dezember 2024 die Vertrauensfrage gestellt und verloren. Damit ist der Weg für die vorgezogene Neuwahl des Bundestages freigemacht worden.

Im Wahlkreis 156, der den Landkreis Görlitz mit Weißwasser umfasst, können die wahlberechtigten Bürger mit ihrer Erststimme entscheiden, wer als Direktkandidat für ihren Wahlkreis in den Bundestag einzieht.

Übersicht:

  • Wer tritt für die AfD im Wahlkreis 156 an?
  • Wen schickt die CDU ins Rennen?
  • Wer kandidiert für die SPD?
  • Wer ist Kandidatin für die Linke?
  • Wer tritt für die Grünen an?
  • Wen hat die FDP nominiert?
  • Wer ist Kandidat der Freien Wähler?
  • Was ist das Bündnis Deutschland und wer tritt für diese Partei an?
  • Wen hat das BSW nominiert?

Welche Kandidaten treten im Wahlkreis 156 in Weißwasser an?

Jede Partei kann eine Person aufstellen, die als Direktwahlkandidat im jeweiligen Wahlkreis antritt. Zusätzlichen können sich Einzelbewerber zur Wahl stellen. Die Bürger entscheiden dann mit ihrer Stimme, wer das Direktmandat für den Wahlkreis bekommt. Gewonnen hat, wer die meisten Erststimmen auf sich vereinen kann. Eine einzige Stimme mehr als die Konkurrenten reicht schon aus.

Im Wahlkreis 156 finden die Wähler vier bekannte Namen auf ihrem Wahlzettel. Die AFD setzt erneut auf Tino Chrupalla (49), die CDU auf Florian Oest (37) und die SPD auf Harald Prause-Kosubek (54). Alle drei standen auch 2021 schon zur Wahl für den Bundestag, ebenso wie Siegmund Hänchen (55) für die Freien Wähler. Neue Namen zur Bundestagswahl präsentieren hingegen die Linken mit Gerhard Fuchs-Kittowski (61), die FDP mit Toralf Einsle (44) und die Grünen mit Monique Hänel, die gleichzeitig die einzige Frau auf dem Görlitzer Wahlzettel ist.
Außerdem sind am 24. Januar noch zwei weitere Kandidaten durch den Kreiswahlausschuss zugelassen worden. Es handelt sich um Klaus Reepen (51), der für das Bündnis Deutschland antritt, und Carsten Berg (55) vom Bündnis Sahra Wagenknecht.

Wer tritt für die AfD im Wahlkreis 156 in Weißwasser an?

Der AfD-Kreisverband Görlitz hat erneut den Bundesvorsitzenden Tino Chrupalla zum Direktkandidaten für die Bundestagswahl gekürt. Er hatte den Wahlkreis 156 bereits 2017 und 2021 für seine Partei gewonnen. „Bei der letzten Bundestagswahl habe ich mit 35,8 Prozent das beste Erststimmenergebnis unserer Partei erzielt. Bei der kommenden Wahl will ich dieses Ergebnis steigern“, sagt Chrupalla.

Chrupallas Partei wird vom Landesamt für Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistische Bestrebung eingestuft. Eine Beschwerde der AfD dagegen hat das sächsische Oberverwaltungsgericht in Bautzen (OVG) Mitte Januar zurückgewiesen.

Wer tritt für die CDU im Wahlkreis 156 in Weißwasser an?

Die CDU bleibt ebenfalls beim gleichen Kandidaten wie 2021: Florian Oest (37). Der Vorsitzende des CDU-Kreisverbandes gibt sich kämpferisch. „Deutschland braucht einen Neustart und der Landkreis Görlitz endlich wieder einen Bundestagsabgeordneten, der unserer Region eine starke Stimme in Berlin gibt.“

Oest, der als Referent im Sächsischen Ministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung arbeitet, hatte 2021 26,1 Prozent der Erststimmen geholt. Nun sollen es mehr werden.

Wer tritt für die SPD im Wahlkreis 156 in Weißwasser an?

Ebenfalls mit einem bekannten Gesicht treten die Sozialdemokraten im Wahlkreis 156 an. Es handelt sich um Harald Prause-Kosubek (53). Der Nieskyer, der seit 2014 für den Sächsischen Landtag arbeitet, will für einen anderen Politikstil eintreten. „Ich will die Menschen im Landkreis in ihrer ganz persönlichen Lebenswelt abholen, mit Mut und Einsatz für die Entwicklung der Oberlausitz. Was es jetzt braucht, sind Zuversicht und Haltung! Dafür trete ich an!“

Wer tritt für die Linke im Wahlkreis 156 in Weißwasser an?

Einen neuen Kandidaten präsentiert hingegen die Linke. Sie setzt auf den Friedensaktivisten Gerhard Emil Fuchs-Kittowski (61), der bereits in seiner Bewerbungsrede vor Parteigenossen deutlich gemacht hat, was sein Thema im Wahlkampf sein wird: „Die Linke wird in Friedensfragen gebraucht. Die AfD möchte die Aufrüstung, die AfD möchte den verpflichtenden Wehrdienst. Sie halten nur die Friedenstaube hoch, wenn es um Putin, Assad oder andere autoritäre Machthaber und Diktatoren geht. Ähnliches gilt für BSW: Sie haben der Zivilklausel im Landtag nicht zugestimmt. Das bedeutet, Militärforschung an öffentlichen Einrichtungen, mit öffentlichem Geld zum Zweck des Militärs, scheint für BSW in Ordnung zu gehen.“

Wer tritt für die Grünen im Wahlkreis 156 in Weißwasser an?

Ebenfalls neu im Rennen um den Bundestag ist Monique Hänel von den Grünen. „Ich bin überzeugt davon, dass zehn gute, ehrliche Gespräche mehr wert sind als eine große Wahlkampfveranstaltung. Es sind die persönlichen Begegnungen und der Austausch miteinander, die uns verbinden. Aus diesem Grund freue ich mich darauf, im Wahlkampf Vereine und Unternehmen zu besuchen und mehr darüber zu erfahren, was hier vor Ort konkret passieren muss“, sagt die junge Frau, die als Büroleiterin bei der grünen Landtagsabgeordneten Franziska Schubert arbeitet.

Wer tritt für die FDP im Wahlkreis 156 in Weißwasser an?

Die FDP hat mit Toralf Einsle (44) einen erfahrenen Wahlkämpfer nominiert. Der Umwelt-Ingenieur arbeitet derzeit in Bautzen als Standortleiter eines Facility-Management Dienstleisters und bringt Erfahrung aus der Kommunalpolitik mit. Für die FDP hat er seit 2009 mehrfach für den Landtag, Bundestag und das Europaparlament kandidiert.

Wer tritt für die Freien Wähler im Wahlkreis 156 in Weißwasser an?

Kandidat der Freien Wähler ist wie bereits 2021 wieder Siegmund Hänchen, der bei der Wahl 2021 3,0 Prozent der Stimmen holte.

Wer tritt für das Bündnis Deutschland im Wahlkreis 156 in Weißwasser an?

Das Bündnis Deutschland ist eine erst Ende 2022 gegründete Kleinpartei. Bundesvorsitzender ist Steffen Große, der in der Vergangenheit schon selbst im Wahlkreis Görlitz für den Bundestag kandidiert hatte, damals noch für die Freien Wähler. Die Partei, die auch einige ehemaligen AfD-Mitglieder aufgenommen hat, wird von Experten als rechts-konservativ eingeschätzt.

Für den Wahlkreis 156 hat das Bündnis Klaus Reepen nominiert. Der 51-Jährige ist Polizeibeamter bei der Bundespolizei.

Wer tritt für das Bündnis Sahra Wagenknecht im Wahlkreis 156 in Weißwasser an?

Auch das Bündnis Sahra Wagenknecht tritt erstmals bei einer Bundestagswahl an. Direktkandidaten kann die noch junge Partei allerdings nur in wenigen Wahlkreisen aufbieten. In Görlitz ist es gelungen. Hier geht Carsten Berg (51) an den Start. Der Landwirt aus Bertsdorf-Hörnitz sagt zu seiner Kandidatur:  „Unser Landkreis steht vor enormen Herausforderungen: der demografische Wandel, Abwanderung, verschuldete Kommunen und die wirtschaftlichen Sorgen unserer kleinen und mittelständischen Unternehmen. Ich trete an, um diese Probleme entschlossen anzugehen und die Interessen unserer Region in Berlin zu vertreten.“