Bundestagswahl 2025: Briefwähler haben für die Wahlentscheidung weniger Zeit

Die Bundestagswahl 2025 setzt Briefwähler, Kommunen und kleine Parteien unter Zeitdruck.
Sebastian Kahnert/dpa- Bundestagswahl 2025: Briefwähler haben weniger Zeit wegen Winterferien und striktem Zeitplan.
- Parteien müssen Wahlunterlagen bis 20. Januar einreichen, oft mit Unterstützungsunterschriften.
- Kommunen benötigen freiwillige Helfer; Termin fällt in Ferienzeit.
- Stimmzettel voraussichtlich erst Anfang Februar verfügbar; Wahlbriefe bis 23. Februar einreichen.
- Öffentliche Bekanntmachungen der Wahlvorschläge bis 3. Februar.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Während die großen Parteien noch genügend Zeit für den Bundestagswahlkampf haben, wird für die Kleinen und die Verwaltungen auch in Ostsachsen langsam die Zeit knapp. Bis zum 20. Januar, 18 Uhr, müssen Parteien und Einzelbewerber ihre Wahlunterlagen für die Bundestagswahl bei Kreiswahlleiterin Andrea Peter in Bautzen eingereicht haben.
Wer nicht im Bundestag oder zumindest in Landtagen mit fünf Mandaten vertreten ist, muss zudem mindestens 200 Unterstützungsunterschriften von Wahlberechtigten des jeweiligen Wahlkreises gesammelt und dem Wahlvorschlag beigelegt haben.
Die Zulassung der Kreiswahlvorschläge und der Landeslisten für die Bundestagswahl erfolgt in den Wahlausschüssen am 24. Januar 2025. Abhängig davon, ob es Einsprüche gegen die Zulassung oder Nichtzulassung von Bewerbern oder Landeslisten gibt, kann der Stimmzetteldruck möglicherweise erst am 31. Januar starten. Dann würden die Stimmzettel erst in der ersten Februarwoche in den Kommunen vorliegen und müssten dann noch versendet werden.
Stimmzettel liegen eventuell erst Anfang Februar vor
Die Briefwahl kann erst starten, wenn in den Gemeinden die Stimmzettel vorlegen. Deshalb setzt der enge Zeitplan Briefwähler stärker als bei anderen Abstimmungen unter Zeitdruck. Denn die Wahlbriefe müssen bis spätestens 23. Februar 2025 bis 18 Uhr bei der auf dem Wahlbrief aufgedruckten Stelle eingehen. Diese sollten daher spätestens am Donnerstag vor der Wahl zur Post gegeben werden.
Die Kreiswahlleiterin empfiehlt deshalb, entweder rasch zu handeln, oder den Wahlbrief direkt in der Verwaltung der jeweiligen Kommune abzugeben. In Sachsen kommt erschwerend dazu, dass der Wahltermin mitten in den Winterferien liegt.
Die zugelassenen Kreiswahlvorschläge und die zugelassenen Landeslisten für die Bundestagswahl und deren Bewerber müssen spätestens am 3. Februar 2025 im jeweiligen Amtsblatt öffentlich bekannt gemacht werden. Das setzt besonders jede Kommunen unter Druck, die noch nicht auf elektronische Amtsblätter umgestellt haben. Sie werden zumeist ein Sonderamtsblatt drucken müssen.
Kommunen suchen noch Helfer für die Bundestagswahl
Es gibt 243 Wahllokale im Wahlkreis 155 Bautzen I, zu dem auch Hoyerswerda und die Orte der umliegenden Region gehören. Das sind etwa so viele wie bei der vergangenen Landtagswahl. Nur in einem Fall wurden zwei Wahlbezirke zusammengelegt.
Die Städte und Gemeinden suchen noch viele freiwillige Helfer für die Bundestagswahl 2025. Viele Kommunen hatten für den ursprünglich geplanten Wahltermin am 28. September Urlaubssperren für Mitarbeiter erlassen. Da der neue Termin in Sachsen aber mitten in den Ferien liegt und wegen der Kurzfristigkeit ist eine erneute Sperre schwierig, der Bedarf an Freiwilligen deshalb groß.

