Senftenberger See: So viel Spaß bietet der Wassersportpark Großkoschen

Der Wassersportpark ist täglich zwischen 10 und 20 Uhr geöffnet, allerdings nur bei geeignetem Wetter. Außerhalb dieser Zeiten ist die Attraktion nicht zugänglich. Das wird auch kontrolliert.
Torsten Richter-ZippackHochsommer ist Badezeit. Und als Familienbadesee im Lausitzer Seenland gilt seit jeher der Senftenberger See. Von seinen 18 Kilometern Uferlänge sind über sieben Kilometer Strände. Der bekannteste und traditionellste befindet sich am Ortseingang Großkoschen aus Richtung Senftenberg. Seit über einem halben Jahrhundert kann am Tagesstrand gebadet werden. Der Strand fällt zunächst ganz leicht zum Wasser hin ab, ideal für Familien für kleineren Kindern.
Doch die Hauptattraktion am Großkoschener Badestrand befindet sich nicht direkt an der Uferlinie, sondern mehrere Meter See-einwärts. Schon weitem grüßen die knallbunten gelben und grünen Farbtöne herüber. Zahlreiche Menschen, große und kleine, junge und ältere, toben dort herum und scheinen eine Menge Spaß zu haben. Die Rede ist natürlich vom 1.2.3. Wassersportpark Großkoschen. Seit bereits fünf Jahren lockt diese Attraktion des einheimischen Unternehmers Michael Kiraly.
Wassersportpark startet mit Behördenärger
Gleich am Anfang anno 2019 schlug der Wassersportpark große Wellen in der Region. Denn die Behörden hatten den Standort der Attraktion für geotechnisch gefährlich befunden. So blieb nur der Umzug des Ganzen einige Meter weiter in Richtung des Tagesstrandes. Die entsprechende Böschung, von der die Gefahr ausgehen soll, ist bis heute gesperrt. Doch der Wassersportpark befindet sich auf sicherem Grund und Boden. Allerdings dürfen Michael Kiraly und seine Mannschaft ihr Kassenhäuschen an der besagten Böschung nicht nutzen. Stattdessen gibt es direkt am Bauzaun ein Provisorium.
Aber was ist eigentlich der Wassersportpark? Grundsätzlich handelt es sich um eine Art Parcours auf dem Wasser auf einer Gesamtfläche von rund 3400 Quadratmetern, der eine Menge Herausforderungen bietet. Rutschen, Hüpfen, Springen, Rennen und natürlich Schwimmen: alles ist möglich. Doch die riesige Wasserhüpfburg kann nicht einfach mal so erobert werden. Wer dort hoch will, muss zunächst Eintritt zahlen. Jeder ist mit zwölf Euro pro Stunde dabei. Vor wenigen Jahren wurden noch zehn Euro verlangt, doch die allgemeine Kostenexplosion geht auch am Spaßbereich nicht spurlos vorüber.
Ohne Schwimmweste geht im Wassersportpark gar nichts
Anschließend werden die Schwimmwesten ausgegeben. Ohne geht gar nichts, denn Sicherheit geht vor. Kein Wunder, dass unmittelbar im Anschluss die Einweisung erfolgt. Man könnte auch Belehrung dazu sagen. Schubsen und Drängeln sind genauso tabu wie das Durchtauchen von Teilen der Anlage. Schließlich ist diese mit stabilen Seilen im Seegrund verankert. Nicht auszudenken, was passieren könnte, sollte sich dort jemand verhaken. Das Mindestalter der Gäste beläuft sich auf sechs Jahre, die Mindestgröße auf 1,10 Meter; Schwimmenkönnen ist absolute Voraussetzung.
Zu jeder halben und vollen Stunde starten die neuen Durchgänge. Laut dem Hersteller des Wassersportparks sind pro Runde 120 Gäste möglich, doch bei Michael Kiraly ist nach 80 Leuten Schluss. Schließlich solle jeder Spaß haben und nicht lange warten müssen. Dann kann es endlich losgehen.
Das erste Bad kommt schneller, als man denkt
Zunächst muss die Attraktion schwimmend erreicht werden. Über ein gelbes Ponton in Form einer Hand gelingt mittels Stufen dann der Ausstieg aus dem Wasser und der Einstieg in den Wassersportpark. Dort wartet bereits die erste Herausforderung. Denn die Oberfläche des gummiähnlichen, aber sehr festen Materials präsentiert sich ausgesprochen glitschig. Die ersten Gäste nehmen so das erste Bad, können sich aber sofort wieder auf die Schwimmplattform aufschwingen.

Ohne Schwimmwesten geht auf der Wasserhüpfburg gar nichts. Es stehen ausreichend Exemplare in verschiedenen Größen zur Verfügung. Das Personal hilft beim An- und Ausziehen.
Torsten Richter-ZippackDann folgt eine Herausforderung nach der anderen. Es gilt unter anderem, eine glitschige Brücke zu erklimmen und auf der anderen Seite herunterzurutschen. Dahinter wartet der geschätzt drei Meter hohe Sprungturm. Das Wasser, so sagt Kiraly, sei an dieser Stelle 17 Meter tief. Also keine Gefahr. Dann gibt es die Affenschaukel, wo Hangel-Künste gefragt sind. Wer es nicht schafft, landet im Wasser. Dann die Steilkurve auf dem Wasser. Entweder krabbelnd wie ein Käfer oder rennend kann dieses Hindernis gemeistert werden. Falls nicht: das Seewasser ist nicht kalt. Selbst ein Trampolin fehlt nicht.
Wer lieber vorsichtig sein sollte
Erforderlich sind eine durchschnittliche Kondition und ein gutes Gefühl der Balance. Man könnte die Anlage mit einer Wackelkiste im Fitnessstudio vergleichen. Kinder haben einen Riesenspaß, Erwachsene auch. Ein paar Muskeln sind von Vorteil. Wer Probleme mit der Bandscheibe hat, sollte extrem vorsichtig sein. Denn abenteuerlichste Bewegungen, um die Balance zu halten, sind die Regel. Die Mannschaft vom Wassersportpark hat das Treiben jederzeit gut im Blick. Sollte es einen Notfall geben, eilt sofort ein Boot zu Hilfe. Ist die Zeit vorüber, gibt es unüberhörbare Pfiffe vom Kiraly-Team. Dann gilt es, den Wassersportpark schwimmend in Richtung Strand zu verlassen. Dort werden die Schwimmwesten in Empfang genommen.
Fazit: Der Spaß auf der riesigen Wasserhüpfburg lohnt sich auf jeden Fall. Besonders Kinder wollen dort nicht mehr weg. Die Atmosphäre auf der Burg ist freundlich-entspannt. Wer stürzt und ein schmerzverzerrtes Gesicht zieht, dem wird sodann Hilfe angeboten. Doch die allermeisten haben ihr Malheur nach wenigen Augenblicken wieder vergessen. Und der Spaß kann weitergehen.
Service rund um den Wassersportpark
Der Wassersportpark am Seestrand Großkoschen ist über den Sommer bis weit in den September hinein täglich ab 10 Uhr geöffnet. Bei ungünstigem Wetter wie Regen, starkem Wind und vor allem Gewitter muss die Attraktion aus Sicherheitsgründen geschlossen bleiben. Der Eintrittspreis von zwölf Euro gilt für Kinder und Erwachsene. Wer ihn entrichtet hat, bekommt ein Bändchen. Damit kann man sich seine Schwimmweste abholen. Deren Ausleihe ist im Preis inbegriffen. Weitere Infos, auch die Präsentation der einzelnen Attraktionen, gibt es im Internet unter der Adresse www.123wassersportpark.de.


