Mosh gegen Krebs in Sedlitz
: Hardcore-Punker helfen Kindern in ihren schwersten Stunden

Harte Jungs mit großen Herzen räumen in Sedlitz wieder mal alle Vorurteile gegen Punk- und Metalmusik aus. Die Eintrittsgelder von „Mosh gegen Krebs“ in Sedlitz werden komplett gespendet. LR.de erklärt, was hinter dem Benefizkonzert steckt.
Von
Rita Seyfert
Sedlitz
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  • Die Punk-, Heavy Metal- und Hardcore-Benefizkonzerte in Sedlitz sind immer gut besucht. Vom 2. bis 3. Juni 2023 erwarten die Veranstalter wieder zwischen 600 und 700 Besucher.

    Die Punk-, Heavy Metal- und Hardcore-Benefizkonzerte in Sedlitz sind immer gut besucht. Vom 2. bis 3. Juni 2023 erwarten die Veranstalter wieder zwischen 600 und 700 Besucher.

    Christian Brauer
  • Von wegen aggressiv: Die harten Musiker, die beim Benefizkonzert "Mosh gegen Krebs" in Sedlitz spielen, spenden sämtliche Einnahmen an die Kinder-Krebshilfe.

    Von wegen aggressiv: Die harten Musiker, die beim Benefizkonzert "Mosh gegen Krebs" in Sedlitz spielen, spenden sämtliche Einnahmen an die Kinder-Krebshilfe.

    Christian Brauer
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Als Christian „Roschke“ Schroschk und sein Kumpel Martin „Bodo“ Schmidt den Verein „Mosh gegen Krebs“ gründeten, waren sie selber gerade erst Familienväter geworden. „Und die Diagnose Krebs in so jungen Jahren, das war das Schlimmste, das wir uns vorstellen konnten, was passieren kann“, erzählen sie.

Die Kinder der Musiker sind kerngesund. Trotzdem wollten die beiden harten Jungs mit den weichen Herzen etwas für diejenigen tun, die weniger Glück haben. Und damit war die Idee für das Benefiz-Open-Air in Sedlitz geboren. 2010 wurde der Verein „Mosh gegen Krebs“ gegründet.

So viele Spenden wurden bei „Mosh gegen Krebs“ in Sedlitz eingespielt

Über 100.000 Euro konnten im Laufe der Jahre bereits gespendet werden. Das Geld geht an den Förderverein Kinderklinik in Cottbus sowie die Elterninitiative Cottbus. Auch das Hospiz in Lauchhammer wurde in der Vergangenheit bereits mit Spendengeldern bedacht.

Dieses Wochenende ist es nun schon zum neunten Mal so weit. Vom 2. bis 3. Juni 2023 herrscht wieder Ohrstöpsel-Alarm in Sedlitz. Anhänger der drei Musikrichtungen Punk, Metal und Hardcore treffen sich wieder zum „Moshen“. Doch was bedeutet das eigentlich?

Schubsen und schlagen – so wird beim Punk-Konzert getanzt

Das Wort „Mosh“, das so klingt wie aus dem Hebräischen entlehnt, stammt aus dem Englischen und steht für einen extremen Tanzstil, bei dem die Teilnehmer sich gegenseitig schubsen oder sogar schlagen. „Voller Action vor der Bühne tanzen oder in die Massen springen“, erklärt Christian Schroschk.

Dass diese eher aggressive Live-Musik aber noch weit mehr vermag, das haben die Macher mit ihrem Engagement gegen Krebs bewiesen. Die Vorurteile gegenüber Heavy Metal und Punkrock dürften seit der Vereinsgründung im Jahr 2010 verflogen sein. Rund um die Benefizkonzerte wird auch dieses Jahr beispielsweise wieder jede Menge Spaß-Programm für Kinder geboten. So sind am Sonnabend die Klinik-Clowns zum Kinder-Schminken vor Ort. Auch die Wrestling-Show ist bei den Jüngsten beliebt.

Sämtliche Eintrittsgelder landen im Spenden-Topf

Der Einlass am Sonnabend beginnt um 17 Uhr, das Konzert um 18.30 Uhr. Das Kinder-Programm am Sonnabend öffnet um 10 Uhr. Die Karten werden an der Abendkasse verkauft. Kinder bis zwölf Jahre dürfen kostenlos auf das Gelände. Für alle anderen kostet der Eintritt am Freitag 20 Euro, am Sonnabend 30 Euro, und an beiden Tagen 40 Euro.

Der Verein rechnet wieder mit 600 bis 700 Besuchern. Die Eintrittsgelder werden komplett gespendet. Außerdem werden auf dem Gelände Spendenboxen aufgestellt. Auch Privat-Spenden sind willkommen. Spenden-Quittungen werden auf Wunsch ausgestellt.