Von den IBA-Terrassen und vom Hafen ist der Großräschener See nicht komplett sichtbar. Das Gewässer gehört mit seinen 820 Hektar zu den größeren gefluteten Tagebaugruben in der Lausitz. Seit kurzem gibt es aber einen neuen Aussichtspunkt, der einen Panoramablick fast über den gesamten See ermöglicht. Er befindet sich unweit der Betonmischanlage südlich der Straße Am Birkenhain (verlängerte Marienstraße) ganz in der Nähe des Ortseingangsschildes von Freienhufen.

Panoramablick bis zum Kanal

Die exponierte Aussicht ist über eine hölzerne Treppe mit 48 Stufen erreichbar. Zwei Bänke und ein Tisch laden ein. Im Süden und Südosten präsentiert sich der Großräschener See fast in voller Größe. Der Blick reicht bis zur Einfahrt zum Ilse-Kanal am Sedlitzer Ufer hinüber. Dieser Überleiter bildet die künftig schiffbare Verbindung zum benachbarten Sedlitzer See.

Gebaut wurde der Aussichtspunkt von der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV). Die Finanzierung erfolgte aus einem Topf zur Erhöhung der Qualität der Landschaft nach dem Bergbau, informiert LMBV-Sprecher Uwe Steinhuber. Die Stadt Großräschen hatte beim Land Brandenburg einen entsprechenden Antrag gestellt.

Name für Aussichtspunkt wird gesucht

„Das ist einer der wenigen Punkte, von dem man den gesamten See überblicken kann“, begründet Bürgermeister Thomas Zenker (SPD) die Lage des neuen Aussichtspunktes. Zeitnah soll auch in dessen Umfeld einiges passieren. So sei an eine entsprechende touristische Ausschilderung gedacht. Darüber hinaus plant die IBA-Stadt einen Radweg, der den Aussichtspunkt mit der nicht weit entfernten neuen Wohnsiedlung Alma verbindet. Nicht zuletzt werde noch ein Name für den Aussichtspunkt gesucht. Nicht weit entfernt befindet sich bereits die Victoriahöhe, ein älterer Aussichtspunkt ganz in der Nähe der IBA-Terrassen. Von dieser ist allerdings nicht der Seebereich der ehemaligen Kohlebahnausfahrt zu sehen.