Lausitzer Seenland: Fünf Seen an einem Tag, Pavla Petrová erreicht ihr Ziel

Deutlich früher als gedacht ist Pavla Petrová am Strand von Großräschen angekommen. Am Morgen war sie im Senftenberger See gestartet.
Rita Seyfert- Freiwasserschwimmerin Pavla Petrová durchschwamm an einem Tag fünf Lausitzer Seen.
- Start war um 6.45 Uhr am Stadthafen Senftenberg – Ankunft in Großräschen gegen 14.15 Uhr.
- Strecke: etwa 17 bis 18 Kilometer über Senftenberger, Geierswalder, Partwitzer und Sedlitzer See.
- Kanäle nutzte sie per Boot, begleitet von Wasserwachten aus Senftenberg und Hoyerswerda.
- Kälte war die größte Sorge; sie trug Neopren und verpflegte sich mit Tee, Suppe und Energie-Gels.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Sie hat es geschafft: Pavla Petrová hat am Donnerstag die fünf miteinander verbundenen Seen des Lausitzer Seenlandes an einem Tag durchschwommen. Die 49-jährige Tschechin aus Rumburk erreichte gegen 14.15 Uhr nach rund 19 Kilometern den Strand am Großräschener See. Damit ist ihr Projekt „Five Lakes, One Way“ geglückt.
Am frühen Morgen um 6.45 Uhr war Petrová am Stadthafen Senftenberg ins Wasser gegangen. Von dort aus arbeitete sie sich über den Senftenberger See, den Geierswalder und Partwitzer See sowie den Sedlitzer See bis zum Großräschener See vor. Die Verbindungskanäle zwischen den Seen passierte sie wie geplant mit dem Boot, da Schwimmen dort nicht erlaubt ist.
Begleitet wurde sie von den Wasserwachten aus Senftenberg und Hoyerswerda. Für die Helfer war die Tour ebenfalls eine Herausforderung. Sie mussten die Schwimmerin nicht nur über Stunden im Blick behalten, sondern auch die Übergänge zwischen den Seen organisieren und auf Wetter, Wassertemperatur und ihren körperlichen Zustand achten.
Die Kälte als größte Herausforderung
Vor allem die Kälte hatte sich im Vorfeld als größte Sorge von Pavla Petrová herausgestellt. Die Wassertemperaturen lagen bei rund 19 bis 20 Grad. Zum Start trug sie deshalb einen Neoprenanzug. Während der Bootspassagen konnte sie sich aufwärmen und verpflegen. Energie-Gels, Riegel, warmer Tee und Suppe standen bereit.
Petrová hatte bereits vor dem Start betont, dass sie körperlich für die Strecke vorbereitet sei. Ihre längste Freiwasserstrecke hatte zuvor allerdings 13 Kilometer betragen. Mehr als 20 Kilometer schwimmt sie zwar regelmäßig, bislang jedoch in der Schwimmhalle.

Kurz vor dem Start: Pavla Petrova sitzt um 6.45 Uhr fertig ausgerüstet im Neoprenanzug am Steg von Senftenberger Stadthafen.
Rita SeyfertFür die Tschechin war die Tour trotzdem keine Rekordjagd. Sie wollte die fünf Seen miteinander verbinden – und damit auch Menschen und Regionen. Ihr deutsch-tschechisches Team bestand aus acht Personen, darunter Tochter Ilja (18), Mann Christian (58) und Bruder Karel (48). Die Wasserwachten aus Brandenburg und Sachsen arbeiteten gemeinsam mit ihren tschechischen Begleitern.
Petrová hatte das Schwimmen zuvor als eine Form der „Psychohygiene und Therapie“ beschrieben. Während des Schwimmens sammelt sie Gedanken und Begriffe in einem persönlichen „Fundbuch“. „Verbindung“, „Transformation“, „Dankbarkeit“, „Vertrauen“ und „Respekt“ gehören dazu.
