Ein Hilferuf des Klinikums Niederlausitz wegen fehlenden medizinischen Personals ist nach Angaben einer Sprecherin auf ein „überwältigendes“ Echo gestoßen. Seit Samstag hätten sich etwa 90 Freiwillige zurückgemeldet, die im Klinikum mithelfen wollten, sagte Christin Dolk.
Zahlreiche bereitwillige Helfer hätten einen medizinischen Hintergrund, darunter Pflegekräfte und Rettungssanitäter. Sie seien auch bereit, im Pandemie-Bereich und an den Weihnachtsfeiertagen zu arbeiten.
„Wir waren alle sehr berührt“, beschrieb die Sprecherin die Stimmung unter den Krankenhaus-Mitarbeitern.

Klinikum Niederlausitz startete Hilfe-Aufruf

Am 5. Dezember hatte das Klinikum einen Aufruf unter dem Motto: „Medizinische Versorgung gefährdet / Helfer gesucht!“ gestartet. Die aktuellen Infektionszahlen im Landkreis Oberspreewald-Lausitz gäben keinen Anlass zur Entwarnung, hatte es geheißen. Der Kreis ist nach Angaben des brandenburgischen Gesundheitsministeriums derzeit ein Corona-Hotspot in Brandenburg.

Cottbus/Potsdam

Bei dem zu erwartenden Zuwachs der Fallzahlen bleibe die Versorgung weiter stark gefährdet, hieß es weiter vonseiten des Klinikums. Aufgrund vieler Ausfälle fehle es an Personal, um alle zur Verfügung stehenden Betten zu betreiben.
„Die Gesundheitsversorgung von akut kranken Patienten im Landkreis Oberspreewald-Lausitz ist gefährdet bis kritisch. Wir brauchen jetzt jede Unterstützung, die wir bekommen können“, hatte Geschäftsführer Tobias Vaasen erklärt. Derzeit plant das Klinikum, wie und wann die freiwilligen Helfer eingesetzt werden können.

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