Nach Anschlag auf Umspannwerk: BASF Schwarzheide verschiebt Termin im Industriepark

Der rund 300 Hektar große Industriepark Lausitz der BASF in Schwarzheide: Wegen des Angriffs auf ein Umspannwerk in der Nähe des Kraftwerkes Jänschwalde hat das Unternehmen die Inbetriebnahme einer wichtigen Anlage verschoben.
BASF InfraService & Solutions Lausitz GmbH- BASF verschiebt die Inbetriebnahme der Power-to-Heat-Anlage in Schwarzheide.
- Grund ist der Anschlag auf das Umspannwerk Preilack bei Jänschwalde – kein lokales Sicherheitsproblem.
- Polizei ermittelt wegen Störung öffentlicher Betriebe und möglicher Sprengstoffexplosion.
- 50Hertz und Landesregierung sind stark eingebunden, Termin wird nachgeholt.
- Anlage: 25 Megawatt, bis zu 30 Tonnen Dampf pro Stunde, Nutzung für Standort und Fernwärme.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Die für Donnerstag (3. September) geplante Inbetriebnahme der neuen Power-to-Heat-Anlage von BASF Schwarzheide und dem Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz wird verschoben. Hintergrund ist der Anschlag auf das Umspannwerk Preilack bei Jänschwalde im Landkreis Spree-Neiße. Dort laufen am Mittwoch die Ermittlungen der Polizei weiter.
Wie BASF-Sprecherin Mareike Agnes Quint auf Nachfrage mitteilt, müsse das geplante Event von 50Hertz und BASF aufgrund der aktuellen Ereignisse verlegt werden. Der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz sei verständlicherweise thematisch stark gebunden. Auch Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) und die Landesregierung seien derzeit stark eingebunden. „Das ist jetzt einfach nicht der richtige Zeitpunkt“, betont Quint. Zugleich stellt sie klar: „Wir haben das Event nicht abgesagt, weil wir hier vor Ort ein Sicherheitsproblem haben. Wir haben keine akute Bedrohungslage.“
Die Inbetriebnahme solle nachgeholt werden, sobald sich das Geschehen wieder etwas beruhigt habe und die Termine der beteiligten Partner es zuließen. „Es ist keine Absage, sondern nur eine Verschiebung“, versichert Quint. Zudem werde auch am Mittwoch weiter ermittelt.
Überschüssiger Strom wird in Wärme umgewandelt
Das bestätigt die Polizei Brandenburg. „Die Einsatzmaßnahmen dauern heute (2. September) weiter an. Derzeit sind Einsatzkräfte vor Ort, um den Bereich nach weiteren Beweismitteln abzusuchen. Es kommt zu Sperrungen vor Ort“, teilt eine Sprecherin mit.
Die Ermittlungen seien wegen des Verdachts der Störung öffentlicher Betriebe in Verbindung mit dem Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion, der Zerstörung wichtiger Arbeitsmittel sowie der Bildung einer terroristischen Vereinigung aufgenommen worden. Weitere Informationen könnten derzeit nicht veröffentlicht werden, um die laufenden Ermittlungen nicht zu gefährden.
Power-to-Heat-Anlage in Schwarzheide ist 25 Megawatt stark
Die Anlage im Industriepark Schwarzheide ist ein gemeinsames Projekt von BASF und 50Hertz. Sie soll überschüssigen Strom aus erneuerbaren Energien nutzen und in Wärme beziehungsweise Dampf umwandeln. Dadurch sollen unter anderem Netzengpässe entschärft und Brennstoffkosten eingespart werden.
Geplant ist ein Elektrodenkessel mit einer Leistung von 25 Megawatt. Pro Stunde können darin bis zu 30 Tonnen Dampf erzeugt werden. Der Dampf wird in das bestehende Netz eingespeist und kann von Produktionsanlagen am BASF-Standort sowie weiteren Unternehmen und für die Fernwärmeversorgung von Schwarzheide genutzt werden.
Die Projektpartner hatten die Anlage 2024 angekündigt. Für Brandenburg handelt es sich um eine Premiere. Die Investition von 50Hertz beträgt knapp 19 Millionen Euro. Die Inbetriebnahme war bislang für spätestens Oktober 2026 vorgesehen.

