Geschichte in Ortrand: Hermann Liese – Historiker graben schreibenden Baumeister aus

Heimatforscher Danny Duismann ist Vorsitzender des Heimatvereins 1912 für Ortrand und Umgebung. Er wird den Festvortrag anlässlich des Tages der Stadtgeschichte halten.
Rita Seyfert- Ortrand feiert am 26. November den Tag der Stadtgeschichte, mit Fokus auf Hermann Liese.
- Liese war ein Baumeister und Historiker, der im frühen 20. Jahrhundert in Ortrand lebte.
- Sein größter Wunsch, die Veröffentlichung seiner Stadtchroniken, blieb unerfüllt.
- Danny Duismann hält den Festvortrag, eine Sonderausstellung zeigt Lieses Werke.
- Veranstaltung beginnt um 18 Uhr im Rathaussaal.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Würde es in Ortrand einen Stadtgeburtstag geben, wäre dies der 26. November. Denn an jenem Tag vor nunmehr 786 Jahren tauchte der Ort erstmals in den urkundlichen Annalen auf. In einem Vergleich zwischen dem Naumburger Bischof und dem Markgraf von Meißen wurde das „Oppidum Ortrant“ erwähnt. Kein Wunder also, dass alljährlich am 26. November der Tag der Stadtgeschichte stattfindet. Anno 2024 bereits zum 34. Mal, organisiert durch den Heimatverein 1912 für Ortrand und Umgebung.
Diesmal wollen die Heimathistoriker allerdings nicht fast 800 Jahre in die Vergangenheit reisen. Stattdessen geht es ins frühe und mittlere 20. Jahrhundert. Im Fokus steht nämlich der Baumeister Hermann Liese (1880-1969). Liese wurde in Frankenhausen geboren und gelangte nach dem Studium erstmals im Jahr 1906 nach Ortrand. Die Stadt sollte die neue Heimat des gebürtigen Thüringers werden.
Welcher große Wunsch nicht in Erfüllung ging
Neben dem Bau-Alltag befasst sich Hermann Liese oft und intensiv mit der Ortrander Geschichte. Er sichtete das historische Stadtarchiv. Darüber hinaus recherchierte der Heimatforscher ebenso im Landeshauptarchiv in Dresden. Sein bedeutendstes Werk sind die drei umfangreichen handschriftlichen Stadtchroniken. Lieses größter Wunsch sollte aber nicht in Erfüllung gehen. Und zwar der Druck seiner Chronik.
Immerhin: Die letzte Stadtgeschichte aus dem Jahr 1959 ist im Stadtgeschichts- und Schradenmuseum am Ortrander Kirchplatz erhalten, ebenso ein Teil seines heimatkundlichen Nachlasses. Hermann Liese verstarb vor nunmehr 55 Jahren. Seine Grabstätte ist am äußeren Chor der Ortrander St. Jakobskirche zu finden. Den Festvortrag anlässlich des Tages der Stadtgeschichte wird Vereinsvorsitzender Danny Duismann halten. Darüber hinaus wird die Sonderausstellung mit dem Titel „Bilder zur Stadtchronik von Hermann Liese/Ortrand“ eröffnet. Besucher sind zum Tag der Stadtgeschichte am 26. November willkommen. Los geht es um 18 Uhr im Rathaussaal.

