Die stark verkrautete Pulsnitz in Ortrand kann bei dem derzeitigen Niedrigwasser nicht auf Vordermann gebracht werden. Darauf weist der Geschäftsführer des zuständigen Gewässerunterhaltungsverbandes „Kleine Elster-Pulsnitz“, Marcel Ludewig, hin. Der Zustand sei dem Verband zwar bekannt, eine Entkrautung zum jetzigen Zeitpunkt wäre aber ein „ökologisches Desaster“. Durch das Kraut werde das wenige Wasser noch im Gewässerbett gehalten. Wäre es nicht mehr vorhanden, würde das Wasser zu schnell abfließen, der Fluss austrocknen und die darin lebenden Fische sterben, erläutert Ludewig. Die derzeitigen Niederschlagsmengen seien noch zu gering, um für einen geeigneten Wasserpegel zu sorgen. Für eine Entkrautung sei die dreifache Wassermenge in der Pulsnitz notwendig.

Pulsnitz-Entkrautung nach dem Sommer geplant

Nach dem Sommer ist eine Entkrautung aber turnusmäßig vorgesehen, erklärt der Verbandsgeschäftsführer auf eine Anfrage des Landtagsabgeordneten Ingo Senftleben (CDU). Dieser habe in jüngster Zeit mehrere Bürgerbeschwerden zu der Situation in der Pulsnitz erhalten. „Für mich ist es wichtig, dass die Bürger darüber informiert sind und wissen, dass die Mäharbeiten durchgeführt werden, sobald der Wasserstand ausreichend ist. Die Situation der Pulsnitz sowie die an der Schwarzen Elster zeigen erneut, dass wir den Wasserhaushalt dringend im Blick haben sollten und etwas dazu beitragen müssen, dem Klimawandel entgegenzuwirken“, teilt Senftleben mit.