Bombe bei BASF
: Termin für Entschärfung steht – B169 gesperrt und Bahn betroffen

Update, 13. Dezember, 14.45 Uhr: Bei der BASF in Schwarzheide ist eine Fliegerbombe gefunden worden. Eine Woche nach dem Fund gibt es jetzt den Termin für die Entschärfung und Evakuierung.
Von
Jan Augustin
Schwarzheide
Jetzt in der App anhören
Die gefundene Fliegerbombe auf dem Gelände der BASF Schwarzheide.

Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gelände der BASF in Schwarzheide

Auf dem Gelände der BASF Schwarzheide ist eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Es ist nicht der erste Fund dieser Art (Archivfoto).

Stadt Schwarzheide
  • Eine 250-kg-Weltkriegsbombe wurde auf dem BASF-Gelände in Schwarzheide gefunden.
  • Keine akute Gefahr, daher wurde noch kein Entschärfungstermin festgelegt.
  • Der Krisenstab entscheidet am 13. Dezember über die Entschärfung und mögliche Evakuierung.
  • Betrieb bei BASF läuft normal weiter, Fundstelle im Umkreis von 100 Metern abgesperrt.
  • Entscheidung hängt von Zustand der Bombe und örtlichen Gegebenheiten ab.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Für die am 5. Dezember auf dem Werksgelände der BASF in Schwarzheide gefundene Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg hat der Krisenstab nun einen festen Termin gefunden.

Wie die Stadt Schwarzheide und die BASF mitteilen, soll die 250 Kilogramm schwere Sprengbombe US-amerikanischer Bauart am Freitag, 20. Dezember 2024, entschärft werden. Das sei in enger Abstimmung zwischen den Krisenstäben der Stadt Schwarzheide und der BASF Schwarzheide GmbH sowie dem Kampfmittelbeseitigungsdienst (KMBD) des Landes Brandenburg festgelegt worden.

Als erweiterte Sicherheitsmaßnahme sei ein Sperrkreis während der Entschärfungsarbeiten festgelegt worden. Laut einer Karte der Stadt Schwarzheide hat dieser einen Radius von 500 Metern. Sollte doch gesprengt werden müssen, wird der Radius laut Karte auf 1000 Meter erweitert.

Das Betriebsgelände der BASF werde in diesem Bereich geräumt. „Die Werkfeuerwehr der BASF Schwarzheide GmbH sowie die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Schwarzheide werden in Alarmbereitschaft gehalten und einsatzbereit außerhalb der sicherheitsgefährdeten Zone positioniert“, teilt Schwarzheides Stadtsprecherin Ute Kolanowski mit.

Bombe bei der BASF – 208 Bürger müssen Wohnungen verlassen

Der Zeitplan: Ab 7 Uhr werden die B169 (ab Anschlussstelle Brieske bis Kreuzung Schwarzheide/Ruhland), die Senftenberger Straße (ab Star-Tankstelle), die Elterstraße und die Naundorfer Straße für die Dauer bis zur Wiederfreigabe vollumfänglich gesperrt sein. Für Beschäftigte im „VIZ“ (Naundorfer Straße) besteht eine Zufahrtsmöglichkeit vom Kreisverkehr Schwarzheide (Outlet). Von den Einschränkungen betroffen ist auch die Bahnstrecke Nr. 6253 (Bahnstrecke Großenhain - Cottbusser Bahnhof - Frankfurt-Oder).

Der Beginn der Entschärfung ist für 9 Uhr angesetzt. Für die insgesamt 208 Bürgerinnen und Bürger der Elsterstraße, der Naundorfer Straße und der Senftenberger Straße (ab Star-Tankstelle), die um 7 Uhr ihre Wohnungen verlassen haben müssen, steht das Haus der Begegnung, Geschwister-Scholl-Straße 27 (an der Grundschule Schwarzheide-Wandelhof) ab 6 Uhr zur Verfügung.

Der Krisenstab der Stadt Schwarzheide und der beteiligten Behörden wird im Bürgerhaus der Stadt Schwarzheide eingerichtet.

Wie viel Gefahr von der Bombe in Schwarzheide ausgeht

Wie groß die Gefahr ist, die von einer gefundenen Bombe ausgeht, richtet sich unter anderem danach, in welchem Zustand sich der Sprengsatz und der Zünder befinden. „Akut gefährlich sind Bomben, die mit chemischen Zündern versehen sind, die sogenannten Langzeitzünder, welche zusätzlich noch in Ihrer Lager verändert wurden“, erläutert der Sprecher des Innenministeriums Andreas Carl. Eine Rolle spiele unter anderem auch, ob die Bombe am Fundort durch Dritte, etwa ein Bagger, in ihrer Lage erheblich verändert wurde.

Grundsätzlich erfolge die Gefahren- beziehungsweise Gefährdungseinschätzung des KMBD nach verschiedenen Kriterien. „Dazu gehört die örtliche Lage; die Infrastruktur; das Gefahren- und Gefährdungspotenzial im Umfeld; oder die Frage, ob das Gelände frei zugänglich oder bewacht ist“, so Carl.

Da keine akute Gefahr besteht, läuft der Betrieb bei der BASF und den angrenzenden Firmen mit insgesamt mehr als 4400 Mitarbeitern bisher normal weiter. Nur die Fundstelle ist im Umkreis von 100 Metern abgesperrt, die Arbeiten auf der Baustelle wurden eingestellt.