Premiere am Sedlitzer See: Erstmals ist hier jetzt das Sanierungsschiff „Klara“ der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbauverwaltungsgesellschaft (LMBV) zu Wasser gelassen worden. Es wird über den gesamten Sommer den Bergbaufolgesee befahren und rund 10000 Tonnen Brandkalk ins Wasser einbringen.
Das Schiff ist seit 2016 im Lausitzer Seenland aktiv, um hier die Bergbaufolgeseen zu bekalken, damit den pH-Wert auf einen neutralen Wert um 7,0 anzuheben und so deren Wasserqualität deutlich zu verbessern. Zuletzt war die „Klara“ auf dem Partwitzer und auf dem Großräschener See unterwegs.

Senftenberg

Erfahrenes Unternehmen betreibt eigenes Sanierungsschiff Barbara

Nun hat der Bergbausanierer LMBV die Brain Brandenburg Innovation GmbH mit dem Betrieb des Bekalkungsschiffes in Sedlitz beauftragt, teilt Marina Röwer mit, die Sprecherin der Lausitzer Wassergesellschaft (LWG) in Cottbus mit. Deren Tochterunternehmen betreibt bereits seit 2011 ein eigenes Sanierungsschiff mit dem Namen „Barbara“, das im Auftrag der LMBV zunächst den Lichtenauer See neutralisierte und jetzt auf dem Schlabendorfer See bei Luckau erfolgreich unterwegs ist, um dessen Nachnutzung vorzubereiten.
Das Einbringen der Kalkprodukte unter Wasser – die In-lake-Bekalkung – soll den Sedlitzer See soweit neutralisieren, dass er nach abgeschlossener Böschungssanierung einmal touristisch genutzt werden kann.

Wegen großer Fläche ein zweischichtiger Betrieb am Sedlitzer See

„Aufgrund der Größe des Sees werden wir hier sogar zweischichtig unterwegs sein“, berichtet die Brain-Geschäftsführerin Marita Dittrich, „dennoch kann heute noch keiner sagen, wie lange wir bekalken müssen, bevor das Baden tatsächlich von den Behörden erlaubt wird. Jeder See hat seine Eigenheiten“. Deshalb gibt es eine enge fachtechnische Begleitung durch ein von der LMBV beauftragtes Ingenieurbüro, das über Dauer und Menge der Behandlung entscheidet.