Lehde-Fest 2026: So gruselig werden die Geisterkahnfahrten

Während des Lehde-Festes 2026 werden auch Geisterkahnfahrten angeboten. Die Teilnehmer treffen dabei auf schaurige Gestalten und Szenen.
Förderverein Lehde/Hanno Storch- Zum Lehde-Fest (26. und 27. September) finden am Samstag ab 20 Uhr Geisterkahnfahrten statt.
- Motto „Im Spreewald des Teufels“: Teufel und Tod prägen etwa elf Stationen mit Gruseleffekten.
- Einsatz von Licht und Sound, Friedhofskulissen und lebenden Akteuren sorgt für Schockmomente.
- Die Fahrt dauert 30 bis 45 Minuten und richtet sich vor allem an Erwachsene – nichts für Schwache.
- Neu ist ein Nervenschnaps am Bierwagen mit Ticketabriss. Vorverkauf in der Touristinformation.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Das Lehde-Fest (26. und 27. September 2026) vereint nicht nur Brauchtum und Tradition. Es bietet auch ein schauriges Spektakel: Zum dritten Mal infolge werden zum Fest Geisterkahnfahrten angeboten. Los geht’s am Samstag ab 20 Uhr ab dem Gasthaus Suez.
„Im Spreewald des Teufels“ lautet 2026 das Motto der Geisterkahnfahrt. Das verrät Hanno Storch aus dem Organisationsteam der Lehdschen Jugend. Der Sage nach soll der Teufel mit seinen Höllenochsen unbeabsichtigt das Labyrinth aus vielen Wasserarmen geschaffen haben.
„Der Teufel wird als umspannendes Thema immer wieder an einzelnen Stationen aufgegriffen. Natürlich spielen auch andere Figuren eine Rolle“, sagt Hanno Storch. An ungefähr elf Stationen warten auf die Teilnehmer der Geisterkahnfahrt schaurige Elemente, die für Adrenalinschübe und reflexartiges Schreien sorgen sollen.
Lehde-Fest: Teufel und der Tod spielen 2026 eine große Rolle
Obwohl viele der Stationen aus technischen Gründen örtlich einfach gesetzt sind, versuchen, die Jugendlichen, die Gruselelemente dort zu tauschen oder neue einzubauen. „Es soll nicht immer das Gleiche am selben Ort sein. Dann gruselt man sich ja nicht mehr.“ Zudem werden sich auch in diesem Jahr wieder lebende Akteure am Ufer und im Fließ verteilen, um den Kahngästen das Fürchten zu lehren.
Wie Hanno Storch erzählt, setzen sich die Gruseleffekte an den Stationen größtenteils auch mit dem Tod auseinander. Eingesetzt werden viele Friedhofselemente wie etwa Särge, Grabsteine und -kreuze, Totenschädel, Skelette und der Sensenmann. „Reichlich Kulissen haben wir. So können wir uns jedes Jahr neue Varianten einfallen lassen, wie wir sie am besten einsetzen, um schaurige Szenen zu erzeugen.“

Unheilvolle Ankündigung für Teilnehmer an der Geisterkahnfahrt in Lehde.
Daniel PreikschatZeitgemäße Technik sorgt dabei für optimale Licht- und Soundeffekte. Furchteinflößende Dekorationen wie Kunst-Spinnennetze sowie das unheimliche Rasseln von Ketten und Kreischen von Sägen unterstreichen die gruselige Fahrt.
Sich jedes Jahr dieser Aufgabe zu stellen, sei eine spannende Herausforderung. „Am schönsten ist es immer, wenn man sich das erste Mal zusammensetzt und die neue Geisterkahnfahrt bespricht. Da gibt es viele gute Ideen“, sagt Hanno Storch. Doch der Teufel steckt im Detail: „Man denkt zu Hause noch einmal darüber nach und stellt fest, dass manche Sachen nicht umsetzbar sind. Man muss neu überlegen – und plötzlich rückt die Zeit näher, der Druck wird größer und manches wird anders, als zuerst geplant.“
In diesem Jahr hätten sie das erste Mal im Juni zusammengesessen und einen groben Plan entworfen. Ende August sind sie in die direkten Vorbereitungen gestartet. „Wir versuchen, jedes Mal besser zu sein, als im Vorjahr und uns selbst zu übertrumpfen. Dabei achten wir auch auf Rückmeldungen der Teilnehmer. Wir erhalten nach der Geisterkahnfahrt schon gezielt ein Feedback von Leuten, manchmal gleich abends im Festzelt.“
Dieses Jahr fällt der Startschuss für die Geisterkahnfahrten um 20 Uhr, eine halbe Stunde später als im Vorjahr: „Es war letztes Mal noch zu hell. Die Stationen haben nicht so gewirkt. Dieses Jahr haben wir zusätzlich noch Vollmond.“
Jeweils im Fünf- bis Zehn-Minuten-Takt gehen die Kähne auf ihre gruselige Fahrt. Laut Hanno Storch planen sie insgesamt mit rund 30 Fahrten. Dabei seien die Kähne allerdings nicht voll besetzt wie bei einer normalen Kahnfahrt. Damit bleibt ausreichend Platz, damit sich Gäste beim Schockmoment ungestört in Sicherheit bringen können. „Bisher hat noch jeder Gast die Geisterkahnfahrt überlebt. Zumindest im letzten Jahr gab es keine Verluste“, sagt Hanno Storch mit einem Augenzwinkern.
Zwischen 30 und 45 Minuten dauert Storch zufolge eine Geisterkahnfahrt. Diese sei nichts für schwache Nerven und in erster Linie für Erwachsene konzipiert. Jeder müsse selbst entscheiden, ob er seine Kinder mitnehmen möchte.
Die Geisterkahnfahrt führt ausschließlich durch Lehde. „Nachts kann der Ort schon schaurig sein. Wenn man selbst als Einheimischer im Dunkeln mit dem Kahn unterwegs ist und es links und rechts im Gebüsch durch Wildschweine oder Hirsche raschelt, ist einem schon nicht ganz wohl. Auch der Wanderweg nach Leipe wirkt nachts auf dem Fahrrad alles andere als beruhigend.“
In diesem Jahr gibt es einen Nervenschnaps für die Teilnehmer
Wie Hanno Storch berichtet, gibt es in diesem Jahr im Rahmen der Geisterkahnfahrt eine Neuerung: Nach der Tour können Besucher mit ihrem Ticket – an dem sich eine Abreißlasche befindet – am Bierwagen einen Nervenschnaps erhalten. Dafür wurden zwei Sorten von Enrico Janks Spreewälder Spirituosen-Manufaktur organisiert und eigens auf der Rückseite etikettiert. Auf dem Etikett steht „Teufelsblut“. Es gibt mit einem Granatapfel-Chili-Schnaps eine milde Variante. Die zweite Sorte ist ein Spreewaldbitter, ein Kräuterlikör.
Tickets für die Geisterkahnfahrt gibt es im Vorverkauf in der Touristinformation Lübbenau. Restkarten sind Samstag am Bierwagen auf dem Festplatz erhältlich.


