Landratswahl Dahme-Spreewald 2023
: Steffen Kotré (AfD) – Herkunft, Werdegang, rechtsextreme Gedichte

Update. Die Stichwahl zur Landratswahl in Dahme-Spreewald (LDS) ist für den 12. November 2023 geplant. Steffen Kotré (AfD) und Sven Herzberger (parteilos) gehen in die Stichwahl. Wer ist der Kandidat der AfD? Eine Übersicht zu Steffen Kotré.
Von
Lisa Klopp-Jaber
Lübben
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Wer ist Steffen Kotré, der Landrats-Kandidat der AfD? Ein Überblick zu Herkunft, Werdegang und Privatleben.

Michael Helbig

Update. „Ich möchte erster Landrat der AfD in Brandenburg werden, um Dahme-Spreewald (LDS) krisenfest zu machen“, sagt Kotré. „Unser Landkreis steht vor gewaltigen Herausforderungen.“ Als Hauptprobleme nennt er die Auswirkungen der Migrationspolitik, die Gemeinden überfordere, und die Energiepolitik, die zur Zerstörung der Wälder führe und zur Existenzbedrohung für Verbraucher und heimische Unternehmen werde.

Nach vorläufigem Endergebnis der Landratswahl im Landkreis Dahme-Spreewald am Sonntag, 8. Oktober 2023, kam der AfD-Kandidat Steffen Kotré auf 35,3 Prozent der Stimmen. Der parteilose Sven Herzberger kam auf 34,8 Prozent der Stimmen. Die beiden gehen also in die Stichwahl. Die SPD-Kandidatin Susanne Rieckhof schied aus; sie erreichte 29,9 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 50,8 Prozent.

Wer ist Steffen Kotré, der nun mit Sven Herzberger (parteilos) bei der Landratswahl Dahme-Spreewald in die Stichwahl am 12. November 2023 geht?

Steckbrief von Steffen Kotré

Name: Steffen Kotré

Beruf: Diplom-Ingenieur, Politiker

Geburtstag: 29. April 1971

Geburtsort: Ost-Berlin

Ehefrau: Lena Kotré (geb. Duggen)

Kinder: zwei Kinder

Partei: AfD

Amt: Abgeordneter im Deutschen Bundestag

Instagram: steffenkotre

X (Twitter): @SteffenKotre

Steffen Kotré: Werdegang und Lebenslauf

Im Jahr 1990 machte Steffen Kotré seinen Abschluss als Elektromonteur mit zusätzlichem Abitur. Im selben Jahr leistete er seinen Zivildienst an der Charité Berlin. Danach studierte der AfD-Politiker Wirtschaftsingenieurwesen. 1997 machte er seinen Abschluss als Diplom-Ingenieur. Seit 1998 arbeitet er als Unternehmensberater für kleine und mittelständische Unternehmen – seit 2005 selbstständig.

2013 trat Kotré der AfD bei. Davor war er Mitglied der FDP. Er ist im Landesvorstand sowie Vorsitzender des Landesfachausschusses Wirtschaft, Technologie und Tourismus der AfD Brandenburg. Zusätzlich ist er Kreisverbandsvorsitzender Dahme-Spreewald der AfD. 2017 zog der gebürtige Ost-Berliner als Abgeordneter für die AfD in den Bundestag ein. Nun kandidiert er für die Landratswahl 2023 in Dahme-Spreewald.

Steffen Kotré: Familie und Freizeit

Seit 2021 ist Kotré mit der Abgeordneten im Brandenburger Landtag, Lena Kotré (geb. Duggen), verheiratet. Er hat zwei Kinder.

In seiner Freizeit ist der AfD-Landrats-Kandidat Mitglied im Sportverein Motor Babelsberg und im Verein Nuklearia. Außerdem ist er Vorsitzender des Vereins für Energiesicherheit. Er schreibe auch gerne Gedichte.

Kotré und seine Kontroversen

Kotré veröffentlichte Anfang der 2000er-Jahre auf den Webseiten mehrerer rechter Gruppierungen rechtsextreme Gedichte. Zusätzlich wurde im Jahr 2022 bekannt, dass Kotré im Jahr 2004 Unterzeichner eines Solidaritätsaufrufs für den Holocaustleugner Horst Mahler war.

Im Mai 2022 unterschrieb der Bundestagsabgeordnete bei einem Treffen von Mitgliedern rechtsextremer Parteien in Bratislava gemeinsam mit Holocaustleugnern ein Manifest gegen den Globalismus.

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