Während auch im Kreis Bautzen die Diskussionen um die verschärften Corona-Regeln des Freistaats weitergehen, spitzt sich die Lage in Sachsen Tag für Tag ein wenig zu. Das ist anhand der Sieben-Tage-Inzidenz ebenso zu sehen wie anhand der belegten Krankenhaus-Betten.
Die gute Nachricht: Die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Bautzen ist zwischen Dienstag und Mittwoch (10. November 2021) nicht weiter sprunghaft angestiegen. Sie liegt laut Robert-Koch-Institut jetzt bei 648. Das sind 2,7 Punkte mehr als am Tag zuvor. Damit verharrt die Kurve auf hohem Stand – vergleichbar mit den Höchstwerten im Dezember 2020. Zurzeit (Stand: 10. November 2021) sind laut Bautzener Kreisverwaltung 3875 Personen nachweislich mit dem Corona-Virus infiziert, 598 mehr als am Tag zuvor. Allerdings gelten parallel 255 Inzifierte jetzt wieder als genesen.
Der Kreis Bautzen gehört zu den vier Landkreisen im Freistaat Sachsen, die eine Inzidenz von über 500 aufweisen. Den traurigen Spitzenwert hat weiterhin der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge mit 742,9. Zum Vergleich: Der Wert im Kreis Görlitz beträgt 468,6.
Die meisten Corona-Fälle im Landkreis Bautzen sind derzeit in Bautzen registriert (498). Es folgen die Städte:
  • Kamenz mit 269 Fällen und Radeberg mit 247 Fällen.
  • In Hoyerswerda sind laut Statistik derzeit 156 Menschen mit Corona infiziert.
  • Oßling (56),
  • Bernsdorf (49), 
  • Wittichenau (37),
  • Lohsa (34),
  • Elsterheide (31), 
  • Lauta (30) und
  • Spreetal (19).

Sachsen steht kurz vor der Überlastungsstufe

Bedenklich ist die Entwicklung der Krankenhaus-Betten im Freistaat Sachsen. Zurzeit sind 1186 Betten auf Normalstationen und 288 Betten auf Intensivstationen mit Covid19-Patienten belegt. Das ist kurz vor der staatlich definierten Überlastungsgrenze von 1300 Patienten auf Normalstationen und 420 Betten auf Intensivstationen.
Im Krankenhaus-Cluster Dresden, zu dem die Kreise Bautzen und Görlitz gehören, ist die Auslastung der Betten mit 91,8 Prozent (Normalstationen) besonders hoch. Die Auslastung der Intensiv-Betten liegt bei 84,6 Prozent. Geht diese Entwicklung weiter, ist damit zu rechnen, dass in den kommenden Tagen die Überlastungsstufe erreicht wird. Dann drohen weitere Einschränkungen.