Wahl 2024 Region Herzberg: „Herzberg zählt“ gewinnt die Wahl in Herzberg

In den Abend- und Nachtstunden zu Montag wurde in Herzberg noch ausgezählt, wie hier im Briefwahllokal im Herzberger Rathaus.
Dieter MüllerDer 9. Juni 2024 ist Superwahl-Sonntag in Herzberg. Europa wählt an diesem Tag sein neues Parlament, Elbe-Elster seinen neuen Kreistag und Herzberg seine Stadtverordneten und Ortsbeiräte. Nur im Ortsteil Borken findet keine Wahl des Ortsbeirates statt.
Die meisten Stimmzettel haben die Wählerinnen und Wähler in der Verbandsgemeinde Liebenwerda. Sie wählen auch noch die Verbandsgemeindeversammlung und die ehrenamtlichen Bürgermeister der vier Mitgliedsstädte. Wir berichten im Newsblog über alle wichtigen Entwicklungen und Ergebnisse am Super-Wahlsonntag.
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+++ Montag: 8 Uhr: Guten Morgen. In der Nacht wurde in den Kommunen weiter ausgezählt. In Herzberg konnte die Wählergruppe „Herzberg zählt“ mit 28,1 Prozent die meisten Stimmen für die neue Stadtverordnetenversammlung auf sich vereinen, gefolgt von der AfD mit 22,6 und der Ländlichen Wählergruppe mit 21,9 Prozent. Die CDU kam auf 14,0 und die SPD auf 7,4 Prozent. 68,2 Prozent der 7.304 Wahlberechtigten haben ihre Stimmen abgegeben.
Bei der Wahl zum Kreistag Elbe-Elster erzielte die AfD mit 27,5 Prozent die meisten Stimmen. 22,2 Prozent gingen an die CDU und 10,4 Prozent an die SPD. Die LUN kommt auf 9,8 Prozent, BVB/Freie Wähler auf 6,4 Prozent. Aus der Region Herzberg wurden Dirk Ebenroth (CDU) Ulrich Grundmann und Thomas Ruschin (AfD), Marco Kaule (LUN), Iris Schülzke (UWG), Gerd Rothaug (LWG), Ulf Lehmann (Herzberg zählt) und Michael Oecknigk (Einzelbewerber) in den Kreistag gewählt.
Im Amt Schlieben war am Sonntag auch zur Wahl der ehrenamtlichen Bürgermeister aufgerufen. In der Gemeinde Fichtwald konnte sich Thomas Wilkert (Freie WG Fichtwald) mit 54,2 Prozent der Stimmen durchsetzen. In der Gemeinde Hohenbucko gewann Kay Benesch, Kay (WG Hohenbucko-Proßmarke) die Bürgermeisterwahl mit 53,5 Prozent der Stimmen. Reinhard Claus (KUW) bleibt in der Kremitzaue ehrenamtlicher Bürgermeister. Es gab keinen Gegenkandidaten. In der Gemeinde Lebusa konnte sich Marcus Klee (WG Bürger für die Gemeinde) mit 77,2 Prozent erneut durchsetzen. Äußerst knapp war der Ausgang der Bürgermeisterwahl in der Stadt Schlieben. Cornelia Schülzchen (CDU) bleibt mit 50,4 Prozent der Stimmen im Amt. Herausforderin Kathrin Lange (Einzelbewerberin) erzielte 49,6 Prozent.
Die Auszählungen in der Verbandsgemeinde Liebenwerda zu den Stadtverordnetenversammlungen und der Verbandgsgemeindevertretung dauern noch an.
+++ Sonntag: 23.45 Uhr: Hiermit beenden wir den Ticker für heute.
+++ Sonntag: 23.30 Uhr: Gewinner der Wahl zur Schönewalder Stadtverordnetenversammlung ist die CDU. Auf sie entfallen 24,9 Prozent der Stimmen. 14,5 Prozent erzielt die AfD und 13,7 Prozent die UWG Bernsdorf/Grassau. Die Wahlbeteiligung liegt bei 74 Prozent.
+++ Sonntag: 23 Uhr: Die Ergebnisse aus den Gemeinden im Amt Schlieben liegen vor. Im Fichtwald erreicht die Bürgergemeinschaft Fichtwald 33,2 Prozent. Die Freie Wählergemeinschaft Fichtwald kommt auf 29,8 und die Wählergemeinschaft „Gemeinsames Fichtwald“ auf 19,1 Prozent. Auf die AfD entfallen 6,8 Prozent der Stimmen. In der Schliebener Stadtverordnetenversammlung kommt die Freie Wählergemeinschaft für das Schliebener Land auf 42 Prozent. Die CDU erreicht 30,4 Prozent. Die Wählergruppe TSV Schlieben kommt auf 23,9 Prozent. In der Gemeinde Lebusa liegt die Wählergruppe „Bürger für die Gemeinde“ mit 76,3 Prozent klar vorn. In der Gemeinde Kremitzaue erreicht die „Kolochauer unabhängige Wählergemeinschaft“ mit 41,6 Prozent die meisten Stimmen vor der WG Polzen mit 26 und der WG Malitschkendorf mit 20,4 Prozent. Die Wählergemeinschaft Hohenbucko Proßmarke erzielt in der Gemeinde Hohenbucko 63 Prozent der Stimmen.
+++ Sonntag: 20.45 Uhr: Erste Ergebnisse der Europawahl liegen vor. 79.738 Bürgerinnen und Bürger des Elbe-Elster-Kreises waren wahlberechtigt. 69,1 Prozent von ihnen gingen zur Wahl. 35,1 Prozent wählten die AfD, 19,2 Prozent die CDU, 15,2 Prozent das Bündnis Sarah Wagenknecht (BSW) und 10,2 Prozent die SPD. Die Ergebnisse in den einzelnen Kommunen der Region Herzberg sehen ähnlich aus.
Bei einer Wahlbeteiligung von 67,3 Prozent in Herzberg bekam die AfD 35 Prozent der Stimmen, die CDU 18,3, das BSW 18 und die SPD 10,2 Prozent. In Schönewalde erreichte die AfD 35,7 Prozent, die CDU 18,8, das BSW 18,1und die SPD 9,8 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 73,7 Prozent. Im Amt Schlieben waren es 75,1 Prozent. 35 Prozent von ihnen wählten die AfD, 19,5 Prozent die CDU, 17,1 Prozent das BSW und 10,1 Prozent die SPD. In der Verbandsgemeinde Liebenwerda erzielt die AfD 36 Prozent, die CDU 19, das BSW 15,3 und die SPD 9,6 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 67,6 Prozent. Insgesamt war die Wahlbeteiligung größer als bei der Europawahl 2019.
+++ Sonntag: 18 Uhr: Die Wahllokale in der Region Herzberg sind geschlossen. Auf Rundschau- Nachfrage erklärten die Wahlleiterinnen und Wahlleiter der Kommunen, dass es bis auf die Verbandsgemeinde Liebenwerda keine gravierenden Probleme bei der Abwicklung der Europa- und Kommunalwahl gegeben habe.
Bei der Wahlleitung der Verbandsgemeinde Liebenwerda seien im Laufe des Nachmittags von mehreren Wahllokalen Stimmzettel nachgefordert worden, sagt Wahlleiterin Andrea Wagenmann. Diese hätten die Stadtverordnetenversammlung Uebigau-Wahrenbrück betroffen. Mehrere Kuriere seien im Einsatz gewesen, um überschüssige Stimmzettel aus einigen Wahllokalen abzuholen und in Wahllokale zu bringen, wo diese fehlten. Ob letztendlich genügend Stimmzettel für die SVV Uebigau-Wahrenbrück zur Verfügung standen, konnte Andrea Wagenmann gegen 18 Uhr noch nicht sagen.
+++ Sonntag: 15 Uhr: Der Wahlsonntag verläuft in den Kommunen der Region Herzberg ruhig und ohne besondere Zwischenfälle, bestätigen die Wahlleiterinnen und Wahlleiter am frühen Nachmittag. Die Wahlbeteiligung zeigte sich bis zum Mittag sehr unterschiedlich. Im Bereich Schlieben schwanke sie stark und liege durchschnittlich ohne Briefwähler bei etwa 25 Prozent, so Wahlleiter Andy Müller. Ähnlich sieht es zur Europawahl (7283 Wahlberechtigte) in Herzberg aus. Der Anteil der Briefwähler sei aber sehr hoch. Mehr als 1040 Wahlbriefe seien in den drei Briefwahllokalen bereits eingegangen, so Stadtwahlleiterin Stephanie Kuntze.
Eine höhere Wahlbeteiligung vermeldet hingegen Schönewaldes Stadtwahlleiterin Ines Fülla. Im Durchschnitt lag sie mittags bei 51 Prozent, mit Briefwahl bei über 60 Prozent. In vier Wahllokalen der vier Kommunen der Verbandsgemeinde Liebenwerda wurde zu 14 Uhr stichprobenartig die Wahlbeteiligung ermittelt. Sie betrug (ohne Briefwahl) 33,75 Prozent in Bad Liebenwerda, 43 Prozent in Falkenberg, 41 Prozent in Mühlberg und 40 Prozent in Uebigau -Wahrenbrück, teilt Wahlleiterin Andrea Wagenmann mit.

Herzbergs Bürgermeister Karsten Eule-Prütz (parteilos) hat seine Stimmen am Sonntag im Wahllokal in der Förderschule abgegeben.
Dieter Müller+++ Sonntag: 13 Uhr: Herzbergs Bürgermeister Karsten Eule-Prütz ist Sonntagmittag wählen gegangen. Er muss (zumindest bis zur nächsten Bürgermeisterwahl) mit der Stadtverordnetenversammlung zusammenarbeiten, die heute neu gewählt wird. Der Rundschau verrät er, was er sich von dem neuen Stadtparlament wünscht. Das sei vor allem eine konstruktive und sachorientierte Arbeit, sagt er. „Es geht immer um Herzberg. Die Abgeordneten sollen aber vor allem Spaß haben, auch, wenn es ernste Themen sind und die Arbeit im Stadtparlament viel Freizeit kostet“, so der Bürgermeister.
+++ Sonntag: 11.30 Uhr: 20.600 Wahlberechtigte, 56 Urnenwahllokale und sieben Briefwahllokale - für die Verbandsgemeinde Liebenwerda, die es erst seit 2020 gibt, ist der heutige Wahltag eine besondere Feuertaufe. Allein zur Bewältigung der Briefwahlanträge in den vergangenen Tagen und Wochen musste im Mühlberger Rathaus ein Briefwahlbüro eingerichtet werden, in dem zwei bis fünf Mitarbeiter der Verwaltung täglich beschäftigt waren. „Die vielen Stimmzettel hätten in den Bürgerbüros gar keinen Platz gehabt“, sagt Wahlleiterin Andrea Wagenmann.
„Bei der Bundestagswahl 2021 und der Bürgermeisterwahl 2022 konnten wir schon üben. Aber bei dieser Wahl alles im Blick zu behalten, das ist eine absolute Herausforderung. Da lagen die Nerven letzte Woche schon mal blank. Jedoch wir sind ein gutes Team“, so die Wahlleiterin kurz nach Öffnung der Wahllokale am Sonntag. Sie ist erleichtert, dass der Wahltag in der Verbandsgemeinde problemlos angelaufen ist.
Ausgefallener Wahlhelfer konnte sofort setzt werden
+++ Sonntag, 9.30 Uhr: Guten Morgen zum Super-Wahlsonntag in der Region Herzberg. Um 8 Uhr haben die mehr als 115 Wahllokale in Herzberg, Schönewalde, dem Amt Schlieben und der Verbandsgemeinde Liebenwerda pünktlich geöffnet. Alle Wahlleiter vermelden, dass der Auftakt problemlos verlaufen ist. In der Region Schönewalde ist ein Wahlhelfer kurzfristig ausgefallen, der vor Ort aber problemlos ersetzt werden konnte, sagt Wahlleiterin Ines Fülla. Schönewalde hat elf Wahllokalbezirke. In Knippelsdorf hatten um 8.40 Uhr schon die ersten acht Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Dazu gehörten auch die Wahlhelferinnen und Wahlhelfer.

Horst Däumichen, Sandra Urban, Kathrin Sahlandt und Andre Fischer (v.l.) am Sonntagmorgen in Knippelsdorf. Sie sind Wahlhelfer im Wahllokal ihres Ortes und bester Dinge, den Wahltag gut meistern zu können.
Dieter MüllerDas muss man zur Wahl wissen
Wann: Am Wahlsonntag (9. Juni 2024) können Wahlberechtigte von 8 bis 18 Uhr ihre Stimme abgeben. Auch für Briefwähler gilt: Wahlbriefe mit Stimmzettel und unterschriebenem Wahlschein müssen am Wahltag bis 18 Uhr eingegangen sein oder abgegeben werden.
Für die Wahl zum Europäischen Parlament kann jeder Wahlberechtigte eine Stimme (ein Kreuz) vergeben.
Für die Wahl des Kreistages Elbe-Elster kann jeder Wahlberechtigte maximal drei Stimmen vergeben. Herzberg gehört gemeinsam mit der Stadt Schönewalde und dem Amt Schlieben zum Wahlkreis I. Insgesamt bewerben sich 369 Kandidaten um die 50 Kreistagsmandate.
Drei Stimmen hat man auch für die Wahl der Stadtverordnetenversammlung Herzberg. 7310 Wahlberechtigte entscheiden über 18 Sitze. 64 Frauen und Männer bewerben sich darum.


