Vogelgrippe in Brandenburg: Erster Fall in einer Hühnerhaltung bei Forst

Für Geflügel wie Hühner besteht im Landkreis Spree-Neiße eine Stallpflicht. Dennoch ist es jetzt zu einem ersten Ausbruch der Vogelgrippe bei einem Hühnerhalter in Dubrau bei Forst gekommen. (Symbolfoto)
Julian Stratenschulte/dpa- Vogelgrippe-Ausbruch in Kleinsthaltung in Dubrau bei Forst (Spree-Neiße) bestätigt.
- Stallpflicht für Geflügel im Landkreis Spree-Neiße seit 29. Oktober 2025 in Kraft.
- Infizierte Hühner wurden getötet und fachgerecht entsorgt.
- Ursache vermutlich infizierter Greifvogel vor Inkrafttreten der Stallpflicht.
- Appell an Geflügelhalter: Schutzvorrichtungen nutzen, verendete Wildvögel melden.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Trotz Stallpflicht ist es zum Ausbruch der Geflügelpest im Landkreis Spree-Neiße gekommen. Am Montagnachmittag (3. November 2025) hat die Kreisverwaltung den Fall bestätigt.
Betroffen war demnach eine private Kleinsthaltung mit insgesamt 13 Hühnern im Ortsteil Dubrau in der Gemeinde Wiesengrund (Amt Döbern-Land), westlich der Kreisstadt Forst gelegen. Nachdem den Tierhaltern am Wochenende verendete Hühner aufgefallen waren, hätten sie unverzüglich das zuständige Veterinäramt des Landkreises informiert. „Die betroffene Kleinsthaltung wurde sofort gesperrt und beprobt“, heißt es aus der Pressestelle der Kreisverwaltung. Alle Hühner seien durch Tierärzte nach den entsprechenden Vorschriften getötet und unschädlich beseitigt worden.
Vogelgrippe in Brandenburg: Stallpflicht in Spree-Neiße
Die Hühner haben sich nach Angaben des Veterinäramtes höchstwahrscheinlich durch einen infizierten Greifvogel vor der Aufstallungsverordnung, die der Landkreis Spree-Neiße mit Wirkung zum 29. Oktober 2025 per Allgemeinverfügung amtlich verfügt hatte, infiziert. Von der Errichtung einer Sperrzone werde in Spree-Neiße aufgrund der Risikobewertung zunächst noch abgesehen, hieß es am Montag weiter.
Die Kreisverwaltung appelliert ausdrücklich an alle Geflügelhalter, ihr Federvieh unter geeignete Schutzvorrichtungen zu bringen und erkrankte oder verendete Wildvögel umgehend an das Veterinäramt des Landkreises zu melden, um weitere Infektionen von Aasfressern wie beispielsweise Krähen, Raben, Seeadler, Füchse zu vermeiden. Kontakt: E-Mail an veterinaeramt@lkspn.de oder Telefon 03562 986-13999.
In Brandenburg ist der Landkreis Märkisch-Oderland bislang besonders stark von der Geflügelpest betroffen. Mehr als 165.000 Gänse, Enten und Puten mussten nach dpa-Angaben wegen der hoch ansteckenden Tierseuche bereits in Brandenburg getötet werden.
