Tödlicher Unfall bei Forst
: Spendenaktion für Familien, so groß ist die Resonanz

Nach einem tragischen Unfall im polnischen Zasieki nahe Forst (Lausitz) werden Spenden für die betroffenen Familien gesammelt. Die Anteilnahme ist enorm.
Von
Harriet Stürmer
Forst
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Beileidsbekundungen am Unfallort: Die Anteilnahme in der Region ist sehr groß.

Beileidsbekundungen am Unfallort: Die Anteilnahme nach dem tödlichen Unfall in Zasieki bei Forst (Lausitz) ist sehr groß.

Daniela Jahnke
  • Tödlicher Unfall in Zasieki bei Forst: 18-Jährige stirbt, drei Jugendliche verletzt.
  • Spendenaufruf für betroffene Familien: Bereits 4000 Euro gesammelt, Ziel sind 8000 Euro.
  • Kosten für medizinische Versorgung und Rücktransporte belasten Familien enorm.
  • Unfallursache: Frontalzusammenstoß mit Audi, dessen Fahrer weiterhin flüchtig ist.
  • Region zeigt große Anteilnahme, zahlreiche Gedenkzeichen am Unfallort aufgestellt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Seit gut einer Woche ist der Spendenaufruf von Daniela Jahnke freigeschaltet. Nur wenige Tage nach einem tragischen Verkehrsunfall im polnischen Zasieki nahe Forst (Lausitz) hatte die Forsterin den Aufruf am Sonntag, dem 14. Dezember 2025, auf der Online-Spendenplattform GoFundMe gestartet. Sie will damit den betroffenen Familien helfen.

Inzwischen sind bereits rund 4000 Euro von mehr als 100 Spendern zusammengekommen. „Gestern erst hat jemand anonym 300 Euro gespendet“, berichtet Daniela Jahnke am Montag (22. Dezember). „Ich finde es großartig, dass so viele Menschen helfen wollen. Das ist eine echte Unterstützung für die Familien.“

Bei dem Unfall nur wenige Kilometer hinter der deutsch-polnischen Grenze war am 11. Dezember ein 18-jähriges Mädchen ums Leben gekommen. Mit ihm im Auto saßen auch drei junge Männer, die zum Teil schwer verletzt wurden. Die Jugendlichen seien zunächst in einem Krankenhaus in Polen medizinisch betreut worden. Zwei von ihnen müssten aktuell in Krankenhäusern in Deutschland weiter behandelt werden, sagt Daniela Jahnke.

Spendengelder sollen die betroffenen Familien unterstützen

Weil sich der Unfall im Ausland ereignet hat und keine Auslandsversicherung besteht, müssten viele der entstehenden Kosten von den Familien selbst getragen werden, erklärt Jahnke weiter. „Unter anderem für die medizinische Versorgung in Polen, für die Rücktransporte nach Deutschland und die Überführung nach Deutschland, um eine Beerdigung des toten Mädchens zu ermöglichen. Gerade jetzt, in der Vorweihnachtszeit, stehen die Familien vor einer enormen emotionalen und finanziellen Belastung.“

Die 40-jährige Forsterin berichtet, dass sie mit einer der betroffenen Familien in Kontakt steht. Gleichwohl sollen die Spendengelder aber auch die anderen drei erreichen. „Alle gesammelten Spenden sollen zeitnah an die Familien der Opfer ausgezahlt werden“, sagt sie. „Sollten die betroffenen Familien die Spendengelder nicht annehmen, werden die eingegangenen Beträge an andere vergleichbare Notfälle oder an eine geeignete gemeinnützige Hilfsorganisation weitergegeben.“ Eine Verwendung für private Zwecke jedenfalls sei ausgeschlossen, betont Daniela Jahnke.

Aktuell läuft ihr Spendenaufruf noch. Das Ziel des Aufrufs: 8000 Euro. Für vier Wochen Laufzeit hatte sich die Forsterin beim Start entschieden. Womöglich endet die Aktion aber auch schon eher. „Ich könnte die Laufzeit noch mal nach unten korrigieren“, erklärt sie. Für Daniela Jahnke indes ist viel wichtiger, dass das Geld in jedem Fall schnell nach Ende der Aktion ausgezahlt wird – und den betroffenen Familien somit auch bald zur Verfügung stehen kann.

Anteilnahme nach dem Unfall in Zasieki bei Forst ist groß

Auch sonst ist die Anteilnahme in der Region groß. Vor allem am Unfallort im polnischen Zasieki selbst drücken viele Menschen ihr Beileid aus; zahlreiche Trauerkerzen und andere Gedenkzeichen wurden hier für das verstorbene Mädchen und die verletzten Jungen aufgestellt.

Bei dem tragischen Unfall war das Auto der vier Jugendlichen – ein Renault – frontal mit einem Audi zusammengestoßen, dessen Fahrer mit den beiden weiteren Insassen offenbar viel zu schnell unterwegs war. Im Ort gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde. Doch viele Anwohner des Dorfes beklagen sich regelmäßig, dass über die Nationalstraße 289 an dieser Stelle oftmals gerast wird.

Unfall bei Forst: Heftiger Zusammenstoß zweier Autos

Das polnische Onlineportal newslubuski.pl hatte berichtet, dass sich der Zusammenstoß auf gerader Strecke ereignet habe. Die Aufprallwucht sei erheblich gewesen; beide Fahrzeuge gerieten von der Fahrbahn ab. Der Renault sei komplett zerstört worden. Der Audi habe kurz nach dem Zusammenstoß Feuer gefangen. Die Unfallmeldung war demnach bei den Rettungsdiensten in Żary um kurz nach 18.45 Uhr eingegangen. Neben mehreren Rettungswagen und einem Rettungs-Hubschrauber seien auch mehrere Feuerwehren und Polizeistreifen vor Ort gewesen.

Polizeisprecherin Żaneta Kumos hatte nach dem Unglück berichtet, dass zwei Personen im Zusammenhang mit dem Unfall festgenommen worden seien. Dem Vernehmen nach soll es sich dabei um die beiden Mitfahrer des Audi-Fahrers handeln. Letzterer soll weiter auf der Flucht vor der Polizei sein. Alle drei sollen bei dem Zusammenstoß unverletzt geblieben sein.

Spenden für Familien in Not

„Schwerer Autounfall in Polen nahe Forst – Hilfe für Familien“. Unter diesem Titel läuft der Spendenaufruf aktuell noch: www.gofundme.com/f/hilfe-fur-familien-in-der-not